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Mozart

Heute hat mir meine Tochter abermals erzählt, dass dieser Mozart bitterarm gewesen sei, als er verstarb. Ich gebe zu, ich konnte mich nicht zurückhalten und korrigierte: Da habe ich etwas anderes gelesen.

Nämlich steht im Buch „2000 Jahre Wohnen in Wien“ über Glanz und Elend in der barocken Zeit, dass es sich dabei um eine Legende, ein Geschichtl handle. Mozart war pekuniär immer mehr als sorglos.

Mozart zahlte für seine Wohnung in der Domgasse 38 Gulden Miete pro Monat. Das entspricht fast einem Jahreseinkommen von damals.

Weiteres heißt es (mit Verweis auf das Haus der Musik als Quelle), dass der Schokoladenkugelmusiker etwa 10.000 Gulden Jahreseinkommen hatte. 

Warum heißt es dann, dass Mozart arm war? Gute Frage meiner Tochter.

Weil man es sich damals gar nicht anders vorstellen konnte oder wollte, als dass ein so unangepasster Typ, so ein Genie einfach nur Erfolg hatte. Nein, so einer muss doch ein jämmerliches Ende finden, hatte das (übrigens sehr empfehlenswerte) Buch eine Antwort parat.

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