Also das braucht ja wirklich keiner. Nachdem zuletzt die beiden deutschen Schwergewichte Immobilienscout24 und Immowelt auf Schlachtfeld der österreichischen Immo-Suchmaschinen gezogen sind, startet im September nun ein weiteres Portal –  mit guten Chancen Erfolg zu haben.

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Das Ding heißt Zoomsquare und verwirrt. Betont lässig versuchen die Initiatoren einen auf Start-Up zu machen. Was die Sache interessant macht, muss man Ihnen erst aus der Nase kitzeln, dabei handelt es sich tatsächlich um eine neuartige Suchmaschine, die mittels „Crawling“ alle Maklerseiten, alle bestehenden Suchportale , alle Facebook- und Bauträger-Seiten sowie andere Einträge im Internet abgrast und zusammenfasst.

Zum Zweiten soll die Art der Suche spezieller sein. Durch irgendwelche Parameter soll aus den Informationen im Text die genaue Adresse des Objekts errechnet werden. Ganz ehrlich: darauf bin ich gespannt! Denn solche Versuche gab es ja bereits (z.B. von wohnnet bzw. auch von immobilien.net als augmented reality) und sie funktionieren in Österreich nicht zufriedenstellend. Schuld ist natürlich, dass die Makler keine genauen Adressen in den Inseraten angeben – aus Angst, jemand könnte ihnen das Objekt wegschnappen.

Jedenfalls soll der Nutzer bei Zoomsquare laut Pressesprecher Bernhard Holzer auf einer Karte genau einzeichnen können, in welchem Gebiet er eine Immobilie sucht. Außerdem zeigt eine Punkteanzahl an, wie sehr die einzelnen Suchergebnisse mit der Anforderung des Suchenden zusammenpassen (ähnlich wie die Typensuche von findmyhome.at). Integriert werden durch geografische Verortung auch Infrastruktur-Details wie Schulen, Spielplätze, Shops etc.

Derzeit läuft eine Beta-Version, im September soll der offizieller Start erfolgen. Großen Werbewirbel kann sich das Unternehmen, das derzeit von Förderungen genährt wird, nicht leisten. Die weitere Finanzierung soll über Investoren laufen. Für gewisse Services soll der Endkunde auch zahlen müssen.

Auch im B2B Bereich sieht Zoomaquare ein Potenzial, etwa indem sie für Makler die Suchaufträge von anfragenden Kunden übernehmen.

Zu den bestehenden Plattformen bildet Zoomsquare keine Konkurrenz, da sie als Meta-Suchmaschine letztlich auf die Original-Quellen verweist und von Maklern für die Inserate kein Geld verlangt.

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