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Bilanzpressekonferenzen sind ja nicht immer das Spannendste. Anders heute, bei der S Immo, weil ich finde ja, dass wir derzeit tatsächlich in Bedingungen leben, deren Rahmen gerade ordentlich wackelt. 

Nachdem die S Immo bis 2019 regelmäßig Rekordergebnisse vermeldete, kam COVID, und jetzt gibt es für 2021 wieder eine ultimative Überschrift: Die AG vermeldete das beste Jahresergebnis ihrer Unternehmensgeschichte. Das ist beachtlich, immerhin war 2021 noch immer Corona-belastet. Und jetzt? Der russische Aggressionskrieg bringt die Weltwirtschaft durcheinander. Die S Immo hält aber an ihrer Strategie fest. Für die nächsten fünf Jahre sei man gegen Zinsrisiken abgesichert, die Mieten steigen mit der Inflation mit, so Vorstandsvorsitzender Bruno Ettenauer. Klar, da könnten die ein oder anderen Mieter dann dennoch Probleme bekommen, diese Mieten zu zahlen. In diesem Fall gäbe es aber mehrere Möglichkeiten, etwa die Mieten zu stunden und dafür den Vertrag zu verlängern. Dass immer eine Lösung gefunden werden kann, hat der partnerschaftliche Ansatz des Asset Managements ja bereits in den letzten Jahren bewiesen. 

Eigenes Development im großen Stil ist nicht Teil der Strategie. Wenn die Neuproduktion zurück gehe, steige auch der Wert der bestehenden Assets, folgert Ettenauer. Interessant außerdem: Das Unternehmen steigt mit seinem Gebäuden praktisch jetzt schon vollständig aus Gas aus, belässt die dafür nötige Infrastruktur aber. Denn diese sei, so Vorstand Herwig Teufelsdorfer, künftig für eine zu erwartende Wasserstoff-Nutzung nutzbar. 

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