Letzte Woche bin ich wieder mal in meiner steirischen Heimat durch Liezen gefahren. Ich glaube die Wochenzeitschrift Falter hat Liezen häßlichste Stadt Österreichs genannt. Wie wahr! Eine Umfahrung hat die Innenstadt gekillt, jetzt staut es sich auf eben dieser Umfahrung, an der Burgerläden, Auto- und Möbelhäuser entlangtangieren, und es braucht eine Umfahren der Umfahrung.
Iris Schöberl, Managing Director bei BMO Real Estate Partners Germany, und Dr. Michael Held, CEO der Terragon AG haben 6 Thesen zu verwaisten Innenstädten zusammengefasst:
1
Neue Gestaltungsmöglichkeiten insbesondere in den Mittelstädten
Anders als in den Großstädten sind die Einkaufsstraßen in Mittelstädten durch einen geringeren Filialisierungsgrad gekennzeichnet und stärker auf ein Zentrum fokussiert. Nicht selten bilden ein oder wenige große Filialisten den Kern der Highstreet – flankiert von lokalen Retailern. Durch den Wegfall zentraler Ankermieter ist der Handlungsdruck in diesen Städten akuter, aber die Gestaltungsmöglichkeit aufgrund des geringeren Miet- bzw. Preislevels auch realistischer.
2
Mixed-Use-Konzepte müssen in bestehende Stadtstrukturen integriert werden
Die verfügbaren Flächen bieten die Möglichkeit, die noch oftmals vorhandene Trennung von Einkaufen, Wohnen und Leben in der „klassischen“, durch Einzelhandel dominierten Innenstadt aufzuheben. Insbesondere die Umstrukturierung von nicht mehr bzw. nur teilweise genutzten großen Warenhäusern kann hier als Chance und Impulsgeber verstanden werden.
3
Umnutzung weiterdenken: Servicewohnen zieht in leerstehende Kaufhäuser
Innenstädte bieten eine hohe Lebensqualität für Senioren. Die Stadt der kurzen Wege bietet nahe gelegene Serviceleistungen, die den Bedürfnissen von Senioren besonders entgegenkommen, und verbindet aktuelle Herausforderungen wie den demografischen Wandel und das Kaufhaussterben miteinander – Demografie und Leerstand als Teile eines Diskurses.
4
Innenstädte wandeln sich aufgrund ihrer neuen Bewohnerschaft
Wenn wieder mehr Wohnraum in den Innenstädten entsteht und auch alternative Wohnkonzepte wie z.B. betreutes Wohnen Einzug erhalten, wird die Innenstadt auch für Dienstleister wieder attraktiver. Aus dem neuen Besatz ergeben sich Synergien, die sich an den Kernbedürfnissen der Nutzer orientieren. Innenstädte profitieren von der gesteigerten Aufenthaltsqualität und werden auch nach Ladenschluss zu einem lebendigen Ort.
5
Impact Investing wird immer attraktiver
Investoren sehen vermehrt Chancen in der Umnutzung von Handelsimmobilien und gestalten ihre Anlageentscheidungen flexibler. Nicht mehr die Rendite steht einzig im Fokus der Investition, sondern auch ein Mehrwert für die Gesellschaft und die Umwelt – Value für alle Stakeholder.
6
Städte brauchen neue Konzepte für Innenstadtnutzung
Städte und Kommunen müssen ihre Innenstadtkonzepte überdenken und einen Kurswechsel anstreben. Hierzu bedarf es einer Lockerung baurechtlicher und -technischer Regelungen, um Synergien zu schaffen und für eine Belebung zu sorgen.
Das es nicht vergebens ist, tote Ortszentren wach zu küssen zeigen erfolgreiche Beispiele (im Bild etwa Trofaiach). Natürlich ist es ein langer Weg bis dorthin, aber es hilft nicht, wie Nonconfrom-Chef Roland Gruber sagt: „Es braucht mehr Krapfen!“
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20 Prozent der Wiener Wohnungen haben Außenflächen
Untersucht wurden Eigentumswohnungen. Jede fünfte verfügt über 5 oder mehr Quadratmeter Außenfläche, so die Untersuchung von OTTO Immobilien und IMMOUnited. Am meisten Frischluft lässt sich dabei in den Bezirken 21 und 22 schnuppern – über 40 Prozent der Wohnungen verfügen über Außenflächen, in den inneren Bezirken (1 bis 9) sind das nur neun Prozent. Großzügig lebt es sich in 13, 19, 22 und 23, denn dort sind die Freiflächen am größten, heißt es in der Bericht #Wien, dem Wohnmarktmagazin von OTTO Immobilien.
Das ist übrigens nicht nur außerordentlich hübsch gemacht und fasst Trends und Marktdaten zusammen, es gewährt auch persönliche Einblicke in die Corona-Zeit von Prominenten wie wie Juan-Diego Flóres, Danielle Spera, Manfred Stallmajer oder Lilli Hollein.
So erzählt Manfred Stallmajer, Hoteldirektor des Guesthouse, über seine Liebe zu gutem Design, sein neues Projekt (ein Hotel im 6. Bezirk im Stil der 20er-Jahre) und dass er Corona auch etwas Positives abgewinnen kann: „Dass wir Dinge tun, für die wir sonst keine Zeit haben, weil wir permanent im Hamsterrad stecken“. DKT und Mühle spielen, Musik hören gehören für Stallmajer etwa dazu.
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Mei, wie romantisch!
Verträumt zu zweit in den Bergen, am Strand die Füße ins warme, Türkise Wasser halten … es gibt viel Romantisches. Sehr viel! Die „Achat Hotels“ bieten gemeinsam mit dem SV Sandhausen eine Nacht in einem nachgebauten Hotel-Zimmer im Fußballstadion. Das ist mal kreatives Marketing, nur bin ich mir nicht ganz sicher, ob sich auch wirklich beide Teile des Pärchens gleich über das Valentinstaggeschenk beim zweiten Zweitligisten freuen.
Foto: ACHAT Hotels
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Hoffnung für Hotels
Der Hotelmarkt war in der Vergangenheit überhitzt, was die Mieten, das Mietniveau, das Zimmerangebot und die Hotelentwicklungen angeht. Dies wird sich im Jahr 2021 beruhigen. Die Investorennachfrage für den Sektor bleibt bestehen, die Hotelnachfrage wird sich erholen und langfristig steigen.Qualität, ein starker USP und das Abheben von der Masse sowie Nachhaltigkeit und Digitalisierung werden noch wichtiger werden.
Christie & Co
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Amazon legt Wohnfonds auf
Doch, doch, richtig gelesen. Amazon hat einen Fonds aufgelegt, mit dem leistbares Wohnen gefördert werden soll. Volumen: 2 Milliarden US-Dollar. Verteilt soll das Geld über B2B-Kanäle werden, also über Bauträger und Immobiliengesellschaften, die Wohnraum schaffen und erhalten. Amazon will vergünstigte Darlehen und Bürgschaften geben, insgesamt 20.000 Einheiten sollen so ermöglicht werden. Hier ein Bericht darüber von Forbes.
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Da hör her!
Langsam gibt es ein paar Podcasts in der Immobilienbranche. Morgen startet ein neuer.
Immobilienrecht gefällig? HSP Law hat den „ImmoGraph” aus der Taufe gehoben. Ab morgen (21. Jänner 2021) soll er wöchentlich jeden Donnerstag erscheinen. Erstes Thema, auf dem dann aufgebaut wird: „Grundstein und Projektplan“. Auf Spotify und www.hsp.law
Bereits 13 Folgen gibt es von der ÖGNI, thematisiert wird Stadtplanung und Architektur genau so wi Obdachlosigkeit. Jeder Podcast ist ein Gespräch mit einer ExpertIn. Zu hören über den Spotify Account und YouTube Kanal “ÖGNI setzt in Szene”.
Der Multi-Berater und Makler EHL redet übers Wohnen. In bislang neun Folgen besprechen die Angestellten die Digitalisierung, Nebenkosten, das Berufsbild des Hausverwalters und Maklers etc. Verfügbar auf der Homepage, Apple Podcasts und Spotify.
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Büronachfrage am Stadtrand
Was zu meinem Lieblingsthema Stadt-Land: Die Nachfrage nach flexiblen Workspaces in Vorstädten bzw. in städtischen Randgebieten steige, meint Savills. „Viele Unternehmen kommen damit dem Wunsch ihrer Mitarbeiter nach gut ausgestatten Arbeitsplätzen in der Nähe zum eigenen Wohnort nach und bieten ihnen so eine Alternative zum Homeoffice“, heißt es in einer durchgeführten Studie der eigenen Vermittlungsplattform.
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Chen statt Duval
Bad Regina ist erschienen. Und logisch, ich ziehe mir das neue Buch von David Schalko gleich rein.
Ein ominöser Chinese kauft darin Immobilien in einem alpinen Örtchen zusammen. Und lässt sie verfallen. Kommt einem doch sofort Franz Duval und dessen Sohn Philippe in den Sinn, die in Bad Gastein genau so einen unverständlichen Unsinn praktizierten.
Wer schon allein das Cover des Buches sieht, weiß, dass Schalko genau diesen morbid-glamourösen Ort meint.
Genau das finde ich besonders spannend. Das Schicksal Gasteins fasziniert mich, ein so historischer Ort, so heruntergekommen! Dabei so einzigartig, so chancenreich, ich habe vor einem Jahr versucht das in einem kurzen Artikel der Immobilienwirtschaftzu beschreiben! Mal schauen, wie es mit dem Chinesen Chen zu Ende geht. Und was in Echt passiert.
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Hyatt mit neuer Marke
Und munter geht das Hotel eröffnen weiter. Eine Geschichte dazu habe ich unter dem Titel „Update oder abgedreht“ zuletzt auch im Falstaff Living (ab Seite 170) geschrieben. Weil: es ist schon beeindruckend, wie unterschiedlich sich die Hotelbranche gerade entwickelt.
Die großen Konzerne jedenfalls starten sogar mit neuen Marken. Hyatt hat im November in Düsseldorf das erste Haus der neuen The Unbound Collection im DACH-Raum aufgemacht. Die Linie folgt dem derzeit allgemeinen Trend der großen Häuser, ein individuelles, regionales Design mit dem Markenversprechen zu verbinden.
Im Falle der Düsseldorfer Immobilie referenziert man auf die Zeit, in der der neobraocken Justizpalast errichtet wurde. Es war damit auch Schauplatz für einige bedeutende historische Ereignisse des 20. Jahrhunderts. Fesch – finde ich – vor allem für Düsseldorf.
Fotos: Hyatt
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Hauspreise steigen
Ich finde es ja immer lustig, wenn man Preisentwicklungen vergleicht, ohne irgendwelche weiteren Referenzierte einfließen zu lassen. Weil wenn ich ich doppelt so viel verdiene, und die Hauspreise nur um 50 % anziehen, ist es dennoch leistbar. Leider ist dem aber nicht so, wie diese Grafik der UN zeigt.
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Na bitte!
Schöne Meldung am Montag morgen: Die S Immo hat zwei Bürogebäude in Bukarest gekauft. Vollvermietet an mitunter starke Marken wie Microsoft und Société Générale, 38.000 Quadratmeter vermietbare Fläche. Guten Morgen, neue Woche, es wird heller in diesem seltsamen Advent!
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Endlich eine kluge Immo-Werbung
Das Münchner Unternehmen Bayerische Hausbau geht auf die Suche nach neuen Kollegen – und dafür reicht heute nicht einfach nur ein Personalinserat. Der Immo-Gigant hat Employer Branding-Kampagne entworfen, in deren Rahmen Mitarbeiter aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen über ihre Arbeit bei der Bayerischen Hausbau berichten.
„Wenn ich Vertrauen habe, mache ich einen guten Job“, sagt da etwa die Projektleiterin Christine Kirchner, die man beim Sporteln in der Natur beobachten kann.
Ziel der neuen Kampagne zur Mitarbeitergewinnung sei es, nicht nur das Profil der Bayerischen Hausbau als Arbeitgeber zu schärfen, sondern vor allem die vielen beruflichen Möglichkeiten aufzuzeigen, die das Unternehmen bietet.
Mit den Kampagnenmotiven und den -filmen wirbt die Bayerische Hausbau sowohl auf ihren Online-Kanälen (Karrierenetzwerke, Soziale Medien, hausbau.de) als auch im öffentlichen Raum; beispielsweise an der Baustelle am Nockherberg in München oder in der Concept Shopping Mall BIKINI BERLIN, die das Unternehmen in der Bundeshauptstadt betreibt.Die Kampagnenfilme gibt es unter anderem auf der Website des Unternehmen zu sehen.
Im Zentrum der Kampagne stehen Mitarbeiter der drei Standorte der Bayerischen Hausbau, was die Authentizität der Kampagne sicherstellt. Sie berichten von ihren Erfahrungen im Unternehmen: vom Niederlassungsleiter in Hamburg, der die Entwicklung des hoch gelobten Paloma-Viertels am Spielbudenplatz auf St. Pauli begleitet, über die Architektin, die Quartiere für mehrere tausend Bewohner in München plant, bis zum Asset Manager, der seine Ausbildung im Unternehmen begann und jetzt traditionsreiche Gastronomien im Bestand betreut.
Begleitet wird die Kampagne vom Hashtag #zukunfthausgemacht, der auf die traditionell große Fertigungstiefe verweist, mit der die Bayerische Hausbau bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Produkte die gewohnt hohe Qualität sicherstellt. „Wir bieten unseren Mitarbeitern nicht nur vielfältige Karrieremöglichkeiten und die Möglichkeit zur individuellen Weiterentwicklung, sondern eine vertrauensvolle Zusammenarbeit in einem Familienunternehmen mit Tradition“, sagt Geschäftsführer Peter Müller.
Meine Meinung: Endlich hat wer in der Immobilienbranche verstanden, was Werbung ist!
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Hypo Tirol gehört zur Vermögensberatungs-Elite
Nichtleicht haben es derzeit Banken. Um so schöner, dass eine von ihnen, die auch im Immobilienbereich gerne finanziert, ausgezeichnet wurde:
Zum zweiten Mal in Folge wird die Hypo Tirol im Kreis der besten Vermögensverwalter gelistet und als einzige Tiroler Bank mit dem Prädikat „summa cum laude“ ausgezeichnet. Hans-Kaspar v. Schönfels – Herausgeber des Elite Report – erklärt, warum die Hypo Tirol zu diesem erlesenen Kreis zählt: „Das professionelle Management überzeugt ganzheitlich. Neben der klassischen Vermögensverwaltung und Beratung überzeugt die Hypo Tirol mit einem Immobilienservice, Finanzplaner und einem Stiftungsservice. Die Tiroler Landesbank versteht gehobene Veranlagung als vorausschauende Verantwortung und lebt die ganzheitliche Kundensicht. Der Ansatz ist aktiv und global ausgerichtet, und stellt nachhaltige Erfolge aus Kundensicht in den Mittelpunkt.“
Das Fachmagazin „Elite Report“ zeichnet jährlich die besten Vermögensverwalter im deutschsprachigen Raum aus. Gemeinsam mit dem Handelsblatt als Medienpartner. Bewertet werden dabei unter anderem die Vermögensanalyse, das Research, die Anlagestrategie und die Rendite nach Kosten. Von insgesamt 358 teilnehmenden Anbietern wurden 49 Vermögensverwalter als empfehlenswert in den Elite Report 2021 aufgenommen. Darunter 41 deutsche Adressen, vier aus Österreich und je zwei aus der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein.
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Investments: Berlin bleibt beliebt
Berlin steht in der Investorengunst an der Spitze. Das ist ein Ergebnis aus der Umfrage von PwC und ULI, die in der jüngsten Ausgabe der „Emerging Trends“ veröffentlicht wurde. London und Paris folgen als zukunftsträchtige Standorte. Deutschland schneidet allgemein gut ab, wohl, weil zwar viele Sorgen über dem Himmel von Berlin schweben, aber das Land noch als am sichersten wahrgenommen wird.
Als neue Assetklassen blinken Gesundheitsimmobilien und Rechenzentren im am Radar der Investoren auf.
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Weihnachtsgeschenk? Mängel-Quartett!
Mal ein bissl locker sein – auch wenn es um Mängel geht. Nette Idee dieses Kartenspiel mit den größten Schreck-Momenten gesammelt vom Berliner Architektenduo karhard. Ist zwar schon ein bissl älter, das Quartett, aber immer noch witzig. Kann man z.B. bei Manufaktur bestellen oder als ganzes Set mit Zollstab und diversem Zeugs hier.
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Neues Logistikprojekt bei Wien
So, das ging zwar schon auch durch die anderen Immo-Medien, aber ich will es hier auch notiert haben, weil, es passt gut zu den beiden oberen Meldungen. Es tut sich was, im Handel, im Gewerbe, und sowieso in der Logistik. Daher hier ganz offiziell auch nochmal: Der Flughafen Wien freut sich einen Haxen aus, dass der Logistikimmobilienentwickler DLH auf 30.000 m2 Fläche flexible Lager- und Industrial Light Hallen bauen wollen.