Im Vergleich zum Vorjahr seien die Wohnungspreise im österreichischen Durchschnitt im 1. Halbjahr 2018 nur um 1 Prozent gestiegen, meldet RE/MAX Austria heute. Und das, obwohl die Nachfrage ungebrochen hoch ist, um 4 Prozent mehr Wohnungen wurden verkauft (gemessen an der Stückzahl, über 26.000 Einheiten). Der Wert der transaktionierten Wohnungen beträgt 5,54 Mrd. Euro.
Weitere Ergebnisse:
• exakt doppelt so viele Verbücherungen wie im 1. Halbjahr 2013
• Quadratmeterpreise im 5-Jahresvergleich um +30% gestiegen
• 192.475 Euro kostete eine typische Wohnung im 1. Halbjahr 2018
• ein Viertel der Wohnungen kostete weniger als 117.000 Euro, ein weiteres Viertel mehr als 260.000 Euro
• Wien mit einem Verkaufswert von beinahe 2 Mrd. Euro
• Wien, Steiermark, Oberösterreich und Vorarlberg mit mehr Verkäufen und höherem Verkaufsvolumen
• steigende Preise in Vorarlberg, Tirol, Burgenland, Oberösterreich und Wien
• Neubauanteil im Jahresvergleich geringer
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Co-Working arbeitet sich nach Wien vor
So, endlich gibt es einen ordentlichen Co-Working Anbieter in Wien. Spaces hat im Orbi Tower aufgemacht. Mal schauen, wie die Österreicher das annehmen. Bald wird auch Talent Garden kommen, wie Stefan Wernhart von EHL berichtet. In Europa – so das Ergebnis des aktuellen CBRE Occupier Survey 2018 – liegt der Anteil von Unternehmen, die „teilweise oder zu einem beträchtlichen Teil“ flexible und servicierte Büroflächen mieten würden, derzeit bei 30 %. Dieser Anteil werde in den nächsten drei Jahren auf 45% ansteigen, so die Analyse.
Eine andere Studie sieht ziemliche Differenzen zwischen den Generationen. Den nach 1980 geborenen Generationen ist es wichtiger (67 %), in einer inspirierenden Arbeitsumgebung zu arbeiten, als den nach 1964 geborenen Generationen (58 %). Weitere Ergebnisse der (von Spaces in Auftrag gegeben) Studie finden sich hier.
(Foto: Spaces)
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Wir brauchen Geschäftslokale!
In den europäischen Städten fehlen nicht nur Wohnungen: Auch Geschäftsgebäude werden immer mehr zur Mangelware. Um das Wirtschaftswachstum nicht zu gefährden, müssen die EU-Staaten dringend mehr Bauflächen bereitstellen und in die Infrastruktur investieren, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).
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Pop-Down Hotel
Pop-Up war gestern, heute wird in München (rechtzeitig für die Wiesn oder auch für die EXPO) ein Pop-Down Hotel eröffnet. Und dann auch wieder geschlossen, jedenfalls ist der Betrieb des Hotel Krone, einer urbanen Jugendstilvilla, nicht für die nächsten 30 Jahre geplant. Vielmehr soll es „ein temporärer Hotspot, der für zweieinhalb bis drei Jahre zunächst mit Extravaganz eine junge bzw. junggebliebene und trendaffine Zielgruppe anspricht“ sein.
Jedes Zimmer hat ein eigenes Konzept, wie etwa das Rock Zimmer, das New York City Zimmer oder den Asian Room und ein Surfer Zimmer. Für die Einrichtung und den Style sind Designer, Künstler und auch Studenten von der Kunstakademie München verantwortlich.
Die beste Beschreibung ist wohl diese: Abgefahren, aber nicht übertrieben. Stylisch, aber nicht gewollt. Vintage, aber nicht shabby. Traditionell, aber dennoch dynamisch.
Es gibt 30 Zimmer, Lobby, Frühstücksraum und eine Bar sowie kleine individuell gestaltete Bereiche. Der Betreiber, Gastronom und Hotelier Alexander Lutz, wirkte auch schon am Lovelacemit.
Alle Immobilien weltweit sind 228 Billionen US-Dollar wert, errechnete Savills. 168,5 Billionen davon entfallen auf Wohnimmobilien, Gewerbeimmobilien machen 32,3 Billionen aus.
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PUNKTGENAU!
Ein fantastischer Text für die Einleitung des Real Tech Dialogs 2018, das trifft den Nagel auf den Kopf, finde ich:
Wir reden über Big Data-Analysen in Smart Buildings, aber 88% der Nebenkostenabrechnungen sind falsch.
Wir reden über Robotik, Dispruption und smart Buildings, aber die bestehenden, teuren Gebäudeleittechnikzentralen werden oft nicht genutzt.
Wir reden über Systemanforderungen und -entwicklung, aber die wenigsten haben aktuelle und gepflegte Daten über den Zustand ihrer Objekte.
Wir reden darüber, dass dank Sensorik nur noch da gereinigt wird, wo tatsächlich jemand gesessen hat, und dass nur noch so viel Fläche bereitgestellt wird, wie tatsächlich benötigt wird, aber jeder weiß seit Jahren, dass die Auslastung von Büros maximal um die 60% liegt. Bei allen!
Ich gebe zu, es ist ein Off-Topic und hat nicht direkt etwas mit Immobilien zu tun. Es geht um die Welt in der wir leben, und die wird: immer besser! Das zeigt Hans Rosling in diesem Artikel der FAZ großartig auf. Bei all den Suggestionen der Boulevardmedien und Co. meint man ja, in einem katastrophalen Umfeld zu leben, und es ist eben genau nicht so. Kindersterblichkeit, Ozon, Kriminialität, Alphabetisierung, Wasserversorgung und, und, und …
Absolut lesenswert und meiner Meinung nach Pflichtstoff für den Unterricht an Schulen.
PS: Ich wurde auf die Familie Rosling und ihr fantastisches Projekt am Future Day vor einigen Jahren aufmerksam – toll, dass Business Circle damals schon solche Speaker eingeladen hat – imponiert mir!
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Innovation Challenge – bis 12 Juli einreichen!
Am 11. IFM Congress 2018 der TU Wien soll es eine Innovation Challenge für den FM Sektor geben. Ein Komitee wird den Gewinner küren, diesem wird vom IFM und der REUG ein gratis Bronze Paket für den IFM Kongress zur Verfügung gestellt.Das IFM lädt daher alle Interessierten zur Teilnahme ein, Bewerbungen an: innovation@ifm.tuwien.ac.at. Deadline ist der 12.Juli 2018. Alle Teilnehmer an der Challenge erhalten einen Preisnachlass von 20% auf die Kongresspakete!
Hotels in Mixed Use Konzepten – eine interessante Studie.
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Wellness im Büro
Wellness habe sich zu einem wichtigen Pfeiler der Immobilienstrategie vieler Unternehmen entwickelt, heißt es in einem Bericht von CBRE. Vier von fünf Unternehmen haben oder planen demnach die Einführung von Wellness Programmen und ein noch größerer Anteil bevorzugt Gebäude, die auf entsprechende Angebote ausgelegt sind.
„All diese Entwicklungen werden dazu führen, dass Nutzer ihre Büroflächen immer detaillierter planen werden. Es ist zudem wahrscheinlich, dass sich auch die Immobilien und das Design der Arbeitsplätze anpassen werden, was neue Anforderungen an das Management der Immobilien stellen wird – wie beispielsweise an bessere Dienstleistungen. Diese Veränderungen, die auf eine immer stärkere Orientierung an den Bedürfnissen der Mitarbeiter hinauslaufen, sind bereits in vollem Gange“,
so Jos Tromp, Head of EMEA Research CBRE.
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Next Step für die Blaue Lagune
Die Baugenehmigung ist da, nun kann die Blaue Lagune mit ihrer „nächsten Dimension“ starten. Das Konzept sieht eine deutliche Ausweitung der bisherigen Präsentationsmöglichkeiten vor, die Lagune soll zur Ausstellungs-, Beratungs- und Event-Plattform rund um alle Bereiche des Bauens, der Sanierung, der Modernisierung sowie Immobilien werden.
Das neue Bauzentrum besteht aus fünf miteinander verbundenen Gebäuden, jedes davon einem spezifischen Thema gewidmet, nämlich Bautechnik, Haustechnik, Innenausstattung, Einrichtung und Immobilien. Ausstellern steht sowohl die Anmietung eigener Showrooms (in unterschiedlichen Größen und mit eigener Besetzung) als auch die authentische Integration ihrer Produkte in einem der zehn Themenzentren (z.B. für Smart Home, Energietechnik, altersgerechtes Wohnen, Wohngesundheit, Sanierung) zur Verfügung, wo Produktbetreuer der Blauen Lagune die Besucher informieren. Dieses Konzept ermöglicht so den Ausstellern die optimale Positionierung ihrer Produkte genau in jenem Themenumfeld, das zu ihrer Unternehmensstrategie am besten passt. Zusätzlich wird mit der Architektur Lounge ein weiteres innovatives Highlight geboten, in der Bemusterungen für Immobilien aller Art von A bis Z durchgeführt werden.
Bild: Blaue Lagune
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FM Day – im Herbst kommt der nächste, hier ein Rückblick
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Anwendungen einer Blockchain im Immobilienbreich
Am Dienstag habe ich ein Immowebinar mit dem Thema Blockchain moderiert und einige Anwendungsbeispiele in der Immobilienwirtschaft gebracht.
Und weil ich im Nachhinein noch so oft nach Details gefragt wurde, poste ich hier die Use-Cases – ausnahmsweise ein sehr langer Blogbeitrag.
Grundsätzlich noch etwas: Ein Blockchain ist als dezentrale Datenbank zu verstehen. Dezentral deswegen, weil die Einträge über ein peer-to-peer-Netz auf Tausenden, ja Millionen Servern gleichzeitig gespeichert werden. Einträge können Verträge, Texte oder auch kleine, sich selbst exekutierende Verträge (Smart Contracts) etc. sein. Kleine oder große Schritte können mit einer Blockchain sicher dokumentiert werden – was etwa im Bauprozess eine Rolle spielen kann. Aber hier mal ein paar Anwendungen:
Grundbuch
Das Grundbuch ist eigentlich von der Struktur her, ähnlich wie eine Blockchain. Nur halt nicht dezentral gespeichert und daher anfällig für Korruption, Kriminalität etc. Georgien hat genau aus diesem Grund sein Grundbuch mit Bitfury auf eine Blockchain-Basis gebracht. Somit ist fix, was, wann, wem gehört hat – Streitereien waren gestern. Blöd nur für Title Insurance-Versicherungen.
Aber auch andere Länder preschen vor: Schweden arbeitet etwa mit Chromaway zusammen an einem Blockchain-Modell fürs Grundbuch. Warum? Einfach, weil es einem modernen Staat entspreche und man so etwas nicht Unternehmen wie Google überlassen wolle, wird der Chief Digital Officer des Schwedischen Kathasteramtes, Mats Snäll, zitiert.
Weitere Länder, die an einer Grundbuch-Blockchain arbeiten: Slowenien (blocksquare), Chicago (Velox), Indien, Brasilien, Russland und Dubai.
Vermietung und Verkauf
Über die Plattform Averspace habe ich in diesem Blog schon berichtet, die sitzen in Singapur und vermitteln zwischen Mieter und Vermieter – über eine Blockchain, ohne Makler, ohne Notar. Das geht auch beim Verkauf, wie ein Pilotprojekt in Chicago aufzeigt. Und überhaupt, es rittern gerade eine Handvoll Unternehmen um die Vorherrschaft als Marktplatz für Vermögenswerte, was uns zum Thema Investments bringt.
Investments
Tokenization heißt hier das Zauberwort. Es bedeutet, dass größere Investmentsummen auf viele, kleine Summen aufgeteilt und über die Blockchain geografisch unbegrenzt verfügbar gemacht werden. Ganz wie bei einem Fonds, bloß halt ohne Managementfees, weil automatisiert abgewickelt und für jeden zeichenbar, der auch zahlt. Denn das Geld fließt meist in Form von Kryptowährung. Hier ein Beispiel aus Deutschland, das bereits real ist (unter bestehenden Rahmenbedingungen!):
Brickblock hat aktuell drei Objekte zur Beteiligung vorbereitet. Ab 100 Euro ist man dabei. Konkret wechselt man einen Betrag in die Kryptowährung Ether und tauscht diese dann in Anteilsscheine an der Projektgesellschaft. Diese steht auch im Grundbuch. 800.000 Euro von 2,2 Mio. Euro Projektvolumen will Brickblock so herein bekommen.
Ist das wie Crowdfunding? Ja. Bloß die Abwicklung des Ganzen läuft halt automatisiert und ist daher auch kostengünstiger. Eine Beteiligung ist jederzeit nachweisebar, eine Aktie in Papierform könnte auch mal verloren gehen, in der Blockchain ist das unmöglich.
Interessant ist, dass für solche Investments viel leichter ein Sekundärmarkt auf einer Blockchain entstehen könnte.
Folgende Blockchain-Unternehmen versuchen gerade weltweit eine Marktplatz für Vermögenswerte bzw. Immobilien aufzubauen: Latoken, Atlant, imbrex, Real Property Token u.a. Das österreichische Crowdinvestment-Unternehmen Conda sammelt auch gerade Investorengeld ein (bei Blockchain-Start-ups heißt das ICO, Initial Coin Offering, da kann man sich bei der grundsätzlichen Geschäftsidee des Unternehmen beteiligen), um ihre Plattform auf eine Blockchain umzubauen.
Auch Crypto Real Estate befindet sich gerade in so einer ICO-Geld-Einsammel-Phase. Was wollen sie damit dann machen? Sie wollen ein Gewerbeimmobilien-Portfolio aufbauen, das dann mittels Blockchain bewirtschaftet wird. Die Firma bezieht ihren operativen Gewinn dann aus der Immobilienbewirtschaftung selbst: 20 Prozent davon behält sie ein, 80 Prozent reinvestiert sie – so der Plan.
Bau und BIM
Blockchains sind perfekt zum schnellen und transparenten Zusammenarbeiten, deshalb könnte die Technologie auch BIM zum Durchbruch verhelfen, so eine Studie vom Londoner Ingenieurbüro Arup.
Logisch: Jeder Fortschritt im Bau kann als Smart Contract gespeichert werden und auch in Kryptowährung an Ingenieure und Architekten bezahlt werden.
Und auch Tracking und Tracing kann damit eindeutig und leicht nachvollzogen werden: Jederzeitige Kontrolle, welche Baustoffe sich wo befinden, geht einer der Neige zu wird er automatisch beim besten Anbieter geordert und trifft er dann auf der Bausstelle ein und wird gescannt (oder mittels Chip getrackt), löst ein Smart Contract die Bezahlung aus.
FM/Betrieb/Hausverwaltung
Wie im Bauprozess, können Smart Contracts auch in Verbindung mit automatisierter/bedarfsorientierter Wartung erfolgen: automatische Bestellung von Hautechnik-Teilen, die oft gebraucht werden, sind da nur eine Idee. Für alle repetitiven, kleinen Aktionen eignet sich das. Oder wenn es um Energie geht, da gibt es das gerne zitierte Beispiel von der intelligenten Lampe, die von selbst den günstigsten Stromanbieter findet und dann über einen Smart Contract automatisch den Stromliefervertrag mit diesem Anbieter abschließt. IN der Hausverwaltung sind auch von banalen Mieterabrechnungen bis zu Haftungsthemen für eine Blockchain sinnvoll.
Im Webinar konnte ich nicht genauer auf Anwendungen im Gebäudebetrieb eingehen, aber hier sind zwei Artikel dazu. Die geben einen ganz guten Impuls: Hier der eine, und hier der andere.
Energie
Das Einspeisen von gewonnenem Strom ins Netz ist nicht so leicht. Außer man macht es über eine Blockchain. OK, am Anfang sicher auch kompliziert, aber grundsätzlich. Denn mit den schnellen, weil automatischen Verträgen lassen sich leichter Strommengen von Dach der Eigentümergemeinschaft X ins Netz vom gerade best zahlenden Stromanbieter Y einspeisen. Das Wiener Viertel Zwei hat dazu ein Pilotprojekt.
Retail
eLocations nennt sich ein Schweizer Unternehmen, das ebenfalls gerade den ICO durchläuft. Zwei Ideen sollen mit dem Geld verwirklicht werden: einerseits eine Plattform, die die Qualität von Einzelhandelsstandorten aus anonymisierten Mobilfunk- und Kreditkartendaten ableitet, und andererseits eine Infrastruktur zur Erstellung automatisierter Mietverträge für den Retailbereich.