Ohne ordentlichem Team, kein Digitalisierungserfolg
Man braucht die richtigen Leute, sonst bringt die Digitalisierung gar nichts
Man braucht die richtigen Leute, sonst bringt die Digitalisierung gar nichts
Jonathan Doughty hat einen interessanten Job, der – wie ich finde – wegweisend ist. Er ist neu bei der ECE für den Bereich Placemaking zuständig. Darunter versteht man die Schaffung von Freizeit- und Erlebnisorten. In seiner neuen Rolle soll er wesentlich dazu beitragen, die Non-Retail-Aktivitäten der ECE für ihr gesamtes Portfolio effektiver zu planen, zu integrieren und durchzuführen. Dazu zählen Sport-, Freizeit- und Entertainmentangebote wie Kinos, Bowlingcenter, Kletterwände, Sportflächen oder Trampolinhallen, die für noch mehr Entertainment und Erlebnischarakter in den Centern sorgen und diese, zusammen mit dem Gastronomieangebot, noch stärker als Orte zum Shoppen, Essen, Erleben und zur Freizeitgestaltung etablieren sollen. Klare Richtung: mehr Third Places, mehr Mischung aus öffentlichem Raum und EKZ oder auch Büro, mehr inhaltliches Programm für Immobilien. Spannend!
Foto: ECE
In den europäischen Städten fehlen nicht nur Wohnungen: Auch Geschäftsgebäude werden immer mehr zur Mangelware. Um das Wirtschaftswachstum nicht zu gefährden, müssen die EU-Staaten dringend mehr Bauflächen bereitstellen und in die Infrastruktur investieren, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).
Pop-Up war gestern, heute wird in München (rechtzeitig für die Wiesn oder auch für die EXPO) ein Pop-Down Hotel eröffnet. Und dann auch wieder geschlossen, jedenfalls ist der Betrieb des Hotel Krone, einer urbanen Jugendstilvilla, nicht für die nächsten 30 Jahre geplant. Vielmehr soll es „ein temporärer Hotspot, der für zweieinhalb bis drei Jahre zunächst mit Extravaganz eine junge bzw. junggebliebene und trendaffine Zielgruppe anspricht“ sein.
Jedes Zimmer hat ein eigenes Konzept, wie etwa das Rock Zimmer, das New York City Zimmer oder den Asian Room und ein Surfer Zimmer. Für die Einrichtung und den Style sind Designer, Künstler und auch Studenten von der Kunstakademie München verantwortlich.
Die beste Beschreibung ist wohl diese: Abgefahren, aber nicht übertrieben. Stylisch, aber nicht gewollt. Vintage, aber nicht shabby. Traditionell, aber dennoch dynamisch.
Es gibt 30 Zimmer, Lobby, Frühstücksraum und eine Bar sowie kleine individuell gestaltete Bereiche. Der Betreiber, Gastronom und Hotelier Alexander Lutz, wirkte auch schon am Lovelacemit.
In diesem Beitrag habe ich ein paar Reisetipps für Immobilieninteressierte zusammen gefasst – falls wer im Sommer oder Herbst noch nichts vor hat …
Spannendes Interview über FM & IoT
Hotels in Mixed Use Konzepten – eine interessante Studie.
Am Dienstag habe ich ein Immowebinar mit dem Thema Blockchain moderiert und einige Anwendungsbeispiele in der Immobilienwirtschaft gebracht.
Und weil ich im Nachhinein noch so oft nach Details gefragt wurde, poste ich hier die Use-Cases – ausnahmsweise ein sehr langer Blogbeitrag.
Grundsätzlich noch etwas: Ein Blockchain ist als dezentrale Datenbank zu verstehen. Dezentral deswegen, weil die Einträge über ein peer-to-peer-Netz auf Tausenden, ja Millionen Servern gleichzeitig gespeichert werden. Einträge können Verträge, Texte oder auch kleine, sich selbst exekutierende Verträge (Smart Contracts) etc. sein. Kleine oder große Schritte können mit einer Blockchain sicher dokumentiert werden – was etwa im Bauprozess eine Rolle spielen kann. Aber hier mal ein paar Anwendungen:
Grundbuch
Das Grundbuch ist eigentlich von der Struktur her, ähnlich wie eine Blockchain. Nur halt nicht dezentral gespeichert und daher anfällig für Korruption, Kriminalität etc. Georgien hat genau aus diesem Grund sein Grundbuch mit Bitfury auf eine Blockchain-Basis gebracht. Somit ist fix, was, wann, wem gehört hat – Streitereien waren gestern. Blöd nur für Title Insurance-Versicherungen.
Aber auch andere Länder preschen vor: Schweden arbeitet etwa mit Chromaway zusammen an einem Blockchain-Modell fürs Grundbuch. Warum? Einfach, weil es einem modernen Staat entspreche und man so etwas nicht Unternehmen wie Google überlassen wolle, wird der Chief Digital Officer des Schwedischen Kathasteramtes, Mats Snäll, zitiert.
Weitere Länder, die an einer Grundbuch-Blockchain arbeiten: Slowenien (blocksquare), Chicago (Velox), Indien, Brasilien, Russland und Dubai.
Vermietung und Verkauf
Über die Plattform Averspace habe ich in diesem Blog schon berichtet, die sitzen in Singapur und vermitteln zwischen Mieter und Vermieter – über eine Blockchain, ohne Makler, ohne Notar. Das geht auch beim Verkauf, wie ein Pilotprojekt in Chicago aufzeigt. Und überhaupt, es rittern gerade eine Handvoll Unternehmen um die Vorherrschaft als Marktplatz für Vermögenswerte, was uns zum Thema Investments bringt.
Investments
Tokenization heißt hier das Zauberwort. Es bedeutet, dass größere Investmentsummen auf viele, kleine Summen aufgeteilt und über die Blockchain geografisch unbegrenzt verfügbar gemacht werden. Ganz wie bei einem Fonds, bloß halt ohne Managementfees, weil automatisiert abgewickelt und für jeden zeichenbar, der auch zahlt. Denn das Geld fließt meist in Form von Kryptowährung. Hier ein Beispiel aus Deutschland, das bereits real ist (unter bestehenden Rahmenbedingungen!):
Brickblock hat aktuell drei Objekte zur Beteiligung vorbereitet. Ab 100 Euro ist man dabei. Konkret wechselt man einen Betrag in die Kryptowährung Ether und tauscht diese dann in Anteilsscheine an der Projektgesellschaft. Diese steht auch im Grundbuch. 800.000 Euro von 2,2 Mio. Euro Projektvolumen will Brickblock so herein bekommen.
Ist das wie Crowdfunding? Ja. Bloß die Abwicklung des Ganzen läuft halt automatisiert und ist daher auch kostengünstiger. Eine Beteiligung ist jederzeit nachweisebar, eine Aktie in Papierform könnte auch mal verloren gehen, in der Blockchain ist das unmöglich.
Interessant ist, dass für solche Investments viel leichter ein Sekundärmarkt auf einer Blockchain entstehen könnte.
Folgende Blockchain-Unternehmen versuchen gerade weltweit eine Marktplatz für Vermögenswerte bzw. Immobilien aufzubauen: Latoken, Atlant, imbrex, Real Property Token u.a. Das österreichische Crowdinvestment-Unternehmen Conda sammelt auch gerade Investorengeld ein (bei Blockchain-Start-ups heißt das ICO, Initial Coin Offering, da kann man sich bei der grundsätzlichen Geschäftsidee des Unternehmen beteiligen), um ihre Plattform auf eine Blockchain umzubauen.
Auch Crypto Real Estate befindet sich gerade in so einer ICO-Geld-Einsammel-Phase. Was wollen sie damit dann machen? Sie wollen ein Gewerbeimmobilien-Portfolio aufbauen, das dann mittels Blockchain bewirtschaftet wird. Die Firma bezieht ihren operativen Gewinn dann aus der Immobilienbewirtschaftung selbst: 20 Prozent davon behält sie ein, 80 Prozent reinvestiert sie – so der Plan.
Bau und BIM
Blockchains sind perfekt zum schnellen und transparenten Zusammenarbeiten, deshalb könnte die Technologie auch BIM zum Durchbruch verhelfen, so eine Studie vom Londoner Ingenieurbüro Arup.
Logisch: Jeder Fortschritt im Bau kann als Smart Contract gespeichert werden und auch in Kryptowährung an Ingenieure und Architekten bezahlt werden.
Und auch Tracking und Tracing kann damit eindeutig und leicht nachvollzogen werden: Jederzeitige Kontrolle, welche Baustoffe sich wo befinden, geht einer der Neige zu wird er automatisch beim besten Anbieter geordert und trifft er dann auf der Bausstelle ein und wird gescannt (oder mittels Chip getrackt), löst ein Smart Contract die Bezahlung aus.
FM/Betrieb/Hausverwaltung
Wie im Bauprozess, können Smart Contracts auch in Verbindung mit automatisierter/bedarfsorientierter Wartung erfolgen: automatische Bestellung von Hautechnik-Teilen, die oft gebraucht werden, sind da nur eine Idee. Für alle repetitiven, kleinen Aktionen eignet sich das. Oder wenn es um Energie geht, da gibt es das gerne zitierte Beispiel von der intelligenten Lampe, die von selbst den günstigsten Stromanbieter findet und dann über einen Smart Contract automatisch den Stromliefervertrag mit diesem Anbieter abschließt. IN der Hausverwaltung sind auch von banalen Mieterabrechnungen bis zu Haftungsthemen für eine Blockchain sinnvoll.
Im Webinar konnte ich nicht genauer auf Anwendungen im Gebäudebetrieb eingehen, aber hier sind zwei Artikel dazu. Die geben einen ganz guten Impuls: Hier der eine, und hier der andere.
Energie
Das Einspeisen von gewonnenem Strom ins Netz ist nicht so leicht. Außer man macht es über eine Blockchain. OK, am Anfang sicher auch kompliziert, aber grundsätzlich. Denn mit den schnellen, weil automatischen Verträgen lassen sich leichter Strommengen von Dach der Eigentümergemeinschaft X ins Netz vom gerade best zahlenden Stromanbieter Y einspeisen. Das Wiener Viertel Zwei hat dazu ein Pilotprojekt.
Retail
eLocations nennt sich ein Schweizer Unternehmen, das ebenfalls gerade den ICO durchläuft. Zwei Ideen sollen mit dem Geld verwirklicht werden: einerseits eine Plattform, die die Qualität von Einzelhandelsstandorten aus anonymisierten Mobilfunk- und Kreditkartendaten ableitet, und andererseits eine Infrastruktur zur Erstellung automatisierter Mietverträge für den Retailbereich.
580 Serviced Apartments in einem Haus? Das geht. „Vor fünf Jahren wäre dies noch undenkbar gewesen“, erklärt Anett Gregorius, Gründerin und Inhaberin von Apartmentservice. „Genauso die aktuelle Bedeutung des Brandings: Bereits bei der Entwicklung von Konzepten wird das Roll-out mitgeplant und die erarbeiteten Qualitätsstandards auf neue Marken übertragen.“ So seien in Deutschland allein bis 2019 weitere 13.000 Serviced-Apartment-Einheiten geplant, das ist ein Plus von 40 Prozent! Österreich hinkt in diesem Markt noch deutlich hinterher, Entwickler bauen daher seit Jahren auf Teufel komm raus in dieser Assetklasse. Verständlich wenn man den Renditekorridor der letzten 12 Monate europaweit anschaut: er lag zwischen 4,6 und 5,2 %, laut Catella Research. Deren aktueller Research spricht von rund 10.500 Einheiten in der Pipeline in ganz Europa.
Foto: Harrys Home
Im Mai 2017 fand ich den Zubau zu einem Benediktinerkloster in Deutschland in diesem Blog erwähnenswert. Jetzt hat das Katholisch-Soziale Institut Abtei Michaelsberg auf der MIPIM gleich zwei Preise abgeräumt. Es gewann in der Kategorie Hotels & Ferienanlagen und erhielt darüber hinaus den Special Jury Award.
Foto: HGEsch, Hennef
„Durch den weiterhin äußerst dynamischen Wachstumspfad des E-Commerce muss sich der Handel praktisch ´im Stundentakt´ neu justieren. Dies betrifft nicht nur die Innenstadtlagen von A-, B- und C-Städten, sondern auch die Ein- und Ausfall- sowie Zubringerstraßen“, meint Jens Lütjen, Partner von DAVE (Deutscher Anlage-Immobilien Verbund, ein Zusammenschluss von elf Immobilienberatungsunternehmen).
Generell würden A-Städte im Innenstadtbereich eine höhere Fluktuation im erdgeschossigen Bereich verzeichnen, dennoch aber den Einzelhandelsbesatz insgesamt stärker halten können als B- und C-Städte, so Lütjen weiter. „Hier wird alleine die Gastronomie eine Kompensation nicht leisten können, so dass B- und C-Städte darum kämpfen werden, einen attraktiven Handelsbesatz sowie auch Multichannel-Konzepte zu implementieren, damit die Innenstädte als öffentliche Räume für Bürger und Touristen attraktiv bleiben.“
Hauptergebnisse einer aktuellen Investorenbefragung von Brickinvest:
• Deutliche Zunahme der Risikoakzeptanz von Gewerbeimmobilien-Investoren, insbesondere in Deutschland
• Großbritannien wird als Zielmarkt wieder am häufigsten genannt, jedoch nur noch von weniger als 30 Prozent der Befragten
• Interesse an A-Standorten geht zurück, B-Städte und regionale Märkte rücken immer stärker in den Fokus
• Kapitalwachstum bleibt mit deutlichem Abstand das dominierende Anlageziel

Das Studio mit 28 Quadratmetern verfolgt mit dem comic-haften „Superhero-Stil“ ein sehr starkes Design-Konzept. Es richtet sich an eine jüngere Zielgruppe, die es liebt, ihre Erlebnisse mit einer weltweiten Community zu teilen und sich selbst immer wieder neu zu inszenieren. Das Studio greift diese Entwicklung auf. Die Farbkombination in den Primärfarben Rot, Gelb und Blau, in Kombination mit Comic-Illustrationen und vielen weiteren Gimmicks, schafft „instagramable moments“ und regt zur Interaktion an. Ein weiterer Schwerpunkt ist die geschickte Anordnung der verschiedenen Wohnbereiche Kochen und Essen, Arbeiten und Entspannen sowie Erholung und Schlafen auf kompaktem Raum. Obwohl der Zuschnitt dem eines Hotelzimmers entspricht, sind die Raumfunktionen klar dem Wohnen und nicht dem Übernachten verpflichtet. So sind vielfältige Möglichkeiten für Stauraum integriert. Gleichzeitig ist das gesamte Studio intelligent gesteuert. Die stufenlose Einstellung von Helligkeit und Lichtfarbe zum Beispiel sorgt für individuelles Wohlbefinden, USB-Steckdosen sind an verschiedenen Stellen installiert, und ein „Switch-Off-Schalter“ stellt sicher, dass Bewohner auf Wunsch mit einem Klick komplett offline gehen können.

Das „Apartment der Zukunft“ in der ApartmentBase 4.0 in der Heinrich-Hertz-Straße 3 in 59423 Unna ist jederzeit nach Voranmeldung zu besichtigen. Für Terminvereinbarungen steht Christoph Gores von G&S planwerk unter 02871-21 868 0 oder per E-Mail unter info@gs-planwerk.de zur Verfügung.
Fotos: HAFENCITYSTUDIOS
Umfrage unter den TOP 100 Multi Asset Managern:
57% der befragten Asset Manager erwarten ein Auftreten von Real Estate ETF´s auf dem deutschen Markt im Zeitraum zwischen 2019-2022, lediglich 13% sehen hier keine Produktpositionierung.
Insbesondere Real Estate Secondaries und Real Estate Multi Manager Fonds scheinen eine künftige Anlagealternative darzustellen. 20 % der Befragten sehen eine Allokationsquote von ca. 4 – 6 % in Real Estate Secondaries, 7,7 % ebenfalls in Real Estate Multi Manager Fonds.
Auch die Anlageform Private Equity würde im Falle eines Leitzinsanstiegs von einer Anpassung profitieren und einen bis 10% höheren Anteil in der Allokation von Investoren einnehmen. Hierbei liegt die Renditeerwartung jenseits der 10%.
Exchange Traded Funds widerfahren eine Anpassung von 5% in den Asset Allokationen und performen mit einer durchschnittlichen Rendite von 3%.
Quelle: Catella Market Tracker
Großaktionär fordert Stopp der CA-Immo-finanz Fusion