Facility Management
Energieausweis ziemlich unnütz
„Leider hat sich seit der Einführung des EAVG im energetischen Bewusstsein der Immobilieninteressenten nicht viel getan. Leicht gestiegen ist der Prozentsatz derer, die eine Immobilie aufgrund von schlechten energetischen Faktoren nicht kaufen oder mieten würden, selbst wenn sie sich in der gewünschten Lage befände (von 23 auf 26 %). Mit heuer nur 47 % sank der Prozentsatz derer, die angaben, dass Energieeffizienz zwar wichtig, aber kein Muss-Kriterium sei (2014: 53 %). Und mit ganzen 27 % der Probanden, die angaben, dass die Lage der Immobilie allemal entscheidender sei als gute Kennzahlen im Energieausweis, ist dieses Segment im Vergleich zu den Vorjahren sogar größer geworden (2014: 24 %).“
Repräsentative Wohnumfrage unter den Usern der Websites www.sreal.at und www.wohnnet.at
50 % Zeitersparnis mit Software zur Wohnungsübergabe
Durch die Verwendung mobiler Endgeräte in Kombination mit einer entsprechenden Softwarelösung können die Prozessdurchlaufzeiten bei Wohnungsabnahmen um mehr als 50 Prozent verringert werden. Das ist das Ergebnis einer Studie, die im Rahmen einer Masterarbeit an der Fachhochschule Brandenburg durchgeführt worden ist.
Das Ziel der Arbeit hatte darin bestanden, einen verbesserten Wohnungsabnahmeprozess für die Immobilienbranche zu entwickeln und dabei zu analysieren, inwiefern die Effizienz durch den Einsatz eines Softwareproduktes gesteigert werden kann. Dabei wurden ein herkömmliches Standardverfahren mit Papierdurchschlägen und eine mobile Vorgehensweise mit Unterstützung durch die easysquare mobile App miteinander verglichen. Ein Schwerpunkt der Analyse lag dabei auf dem mit beiden Verfahren verbundenen Zeitaufwand.
Wiener Plattform für Pop-Up Locations
Wie Schwammerl schießen neue Plattformen aus dem Boden. Jetzt bietet ein österreichisches Start-Up auf nextSalesroom.com an, Pop-Up-Loacations so einfach zu buchen wie einen Hotelzimmer. Im Prinzip handelt es sich wieder um eine Möglichkeit, Leerstand oder Zeiten in denen die Flächen für den Betrieb nicht notwendig sind zu vermitteln, denn leere Flächen können ins System eingespeist/inseriert werden, die die Suchenden dann halt finden. Die Plattform will nach Eigenangaben auch über Wien hinausgehen.
Die volkswirtschaftliche Bedeutung von Corporate Real Estate wird massiv unterschätzt, meint Prof. Dr. Andreas Pfnür in diesem Beitrag.
Kommunikation und Arbeit, Teil 2
In dem Blogbeitrag „Keine Arbeit ohne Kommunikation“ kündigte Gastblogger Andreas Gnesda an, zu erklären wie Kommunikation in „SINN:VOLLEn“ Arbeitswelten funktioniert. Hier seine Antworten:
- Kommunikation ist ein Teil von SINN:VOLLEN Arbeitswelten. SINN:VOLLE Arbeitswelten spiegeln Werte, Einstellungen, die Orientierung und Ausrichtung der Unternehmen wider. Sie tragen sie in sich und integrieren sie ins tägliche Arbeitsleben.
- SINN:VOLLE Arbeitswelten entstehen dann, wenn sich Mitarbeiter in ihrem Tun verwirklichen können. Sie stellen den rationalen Hintergrund dar, vor dem Prozesse optimal ablaufen können und auch emotionale Aspekte für die Entwicklung von Innovation und Kreativität Platz finden.
- SINN:VOLLE Arbeitswelten schaffen Beziehungen, es entsteht Kommunikation. Die räumliche Infrastruktur, die zur Verfügung steht, ist eine Umgebung die informelle Kommunikation fördert und dazu einlädt. Ausschlaggebend ist, dass auch die Führungsebene diese offene Kommunikation unterstützt, zulässt und wertschätzt. Sie muss Teil der Unternehmenskultur und in der Haltung des Unternehmens verankert sein.
Die Serie „Neue Arbeitswelten“ beschäftigt sich mit den Veränderungen im Bereich Arbeit und zeigt in ihren Beiträgen die Auswirkungen auf Immobilien, Organisationen und die Gesellschaft auf. Die Serie entsteht in inhaltlicher Kooperation mit teamgnesda.
Vor- und Nachteile des weltweit einheitlicher Flächenstandards
Weltweit einheitlicher Flächenstandard
Vergleich internationaler Raumkosten
Diese Grafik von DTZ zeigt, wie sich die Kosten für Arbeitsplätze international verändert haben. New York hat sich z.B. massiv verbilligt, während Rio und Peking teurer wurden.
Grafik und Quelle: DTZ Occupier Perspective Global Occupancy Costs Offices 2014
Haus versorgt Bewohner mit Nahrungsmittel und Wasser
Nach Lisi kommt das NexusHaus – ein Beitrag zum Solar Decathlon 2015: Sogar Fischzucht soll in diese Immobilie integriert werden.
Taskforce „Qualität versus Preis“ gegründet
Und über noch eine Veranstaltung möchte ich – im Nachhinein – berichten. Es gab ja das World Cafe zum Titel „Preisdumping bei Gebäude-Services“. Auch das durfte ich moderieren. Und auch dieses Event war nicht umsonst – im Gegenteil. Schon dort gab es konkrete Ergebnisse und Ideen, wie man das Problem angehen könnte und nun hat Kurt-Helmut Mraz, Vorsitzender der Facility Management Austria, eine Task Force „Qualität versus Preis“ angekündigt. Zu drei konkreten Terminen sollen sich die verschiedenen Interessensgruppen treffen und am Thema arbeiten. Ein kurze Nachlese zur Auftaktveranstaltung gibt es hier.
Die Termine:
- Montag, 13. April 2015, 17.00 – 19.00 Uhr – FM-Berater und -Planer
- Montag, 20. April 2015, 17.00 – 19.00 Uhr – FM-Auftraggeber
- Montag, 27. April 2015, 17.00 – 19.00 Uhr – FM-Auftragnehmer
Wer Interesse hat, teilzunehmen, sollte sich hier melden.
Heißes Thema, leider tabuisiert: „Mixed-use Developments". Catella hat nun dazu eine Studie erstellt.
ÖBB: komplexer Umzug
Die ÖBB ist in ihrem neuen Hauptquartier, mehrere Medien berichteten darüber. „Der Umzug war sehr komplex (8 ÖBB-Teilgesellschaften, 18 Quellstandorte, 4 Zielstandorte) sowie durch den sehr enge Zeitplan eine enorme Herausforderung“; resümiert Andreas Gnesda, der als Berater nach einem europaweit ausgeschriebenen Vergabeverfahren mit den Leistungsbereichen Belegungsplanung, Kommunikation und Change Management sowie dem Umzugsmanagement betraut wurde.
Der Ablauf sah schließlich Umzüge an 10 aufeinanderfolgenden Wochenenden vor. „Für die Vorbereitung und Durchführung des erfolgreichen Umzugs erwies sich einmal mehr die teamgnesda-Webplattform CnpView als unersetzlich“, so Andreas Gnesda. Neben der Informationsbereitstellung aller relevanten Umzugsdaten profitierten die Mitarbeiter auch von der komfortablen Funktion des Etikettendrucks und (nach dem Umzug) vom effizienten Störungsmanagement.
Im Immobilienbereich halte ich Crowdfunding für noch viel schwieriger. Naja, im Februar will sich nun eine neue Crowdfunding-Idee präsentieren – und zwar zur Hotel-Einrichtungsfinanzierung. Das finde ich spannend!
Wenn Renovierungen und die altersbedingte Beschaffung neuer Einrichtungen anstehen, kommen so manche Hotels ins Trudeln. furniRENT (eine Kärntner Firma, die Hoteleinrichtungen finanziert bzw. vermietet) will die Lösung dafür bieten. Zusammen mit der Crowdinvesting-Plattform CONDA.at startet das Unternehmen eine „Hotel-Crowdfunding.com“. Hauptziel der neuen Plattform ist das Sammeln von Kapital für Hotels, die eine zusätzliche Finanzierung für die Erneuerung ihrer Hoteleinrichtungen benötigen.
Ab 12. Februar gibt es dazu mehr Infos.
Welche Fassaden und Fenster sind jetzt eigentlich die besten? Die aus Holz, aus Alu oder doch PVC? Eine Studie dazu gibt es hier.
Studie: die besten Materialien für Fassaden
Menschen wollen ortsungebunden arbeiten
Ok, wenn Regus eine Studie in Auftrag gibt, wird sie letztlich irgendwie für das eigene Produkt sprechen. Ein interessantes Detail möchte ich aber den Blog-Lesern nicht vorenthalten.
Neben der nicht überraschenden Tatsache, dass uns Burn-Out und Stress immer mehr vernichten, meint die Studie, dass 83 Prozent der Österreicher glauben, ein Tapetenwechsel des Büros würde sie entspannen. Daher auch die nächste Erkenntnis: Eine freie Arbeitsplatzwahl führt zu mehr Entspannung („bessere Work-Life-Balance“ in neudeutsch, wobei ich dieses Bipolare ja nicht ausstehen kann. Als ob man mit dem einen wieder gut macht, was das andere angerichtet hat, aber egal). 49 Prozent der Österreicher (60 Prozent weltweit) sind überzeugt, dass mobile Mitarbeiter sich wohler fühlen. Die Hälfte der Ösis glaubt auch, dass Freelancer entspannter sind, weil sie über ihre Zeit und Ort selbst entscheiden können.
Dass activity-based working aber noch lange nicht flächendeckende Realität ist, liegt meiner Meinung daran, dass sich das Management nicht zu einem anderen Führungsstil durchringen kann. Lieber Zeit absitzen lassen und das Gefühl von Kontrolle haben, egal ob der Mitarbeiter gerade rumsurft oder unproduktiv ist. Dabei ist Management by objectives ja wirklich nichts Neues mehr …


