AktUeller Senf vom Rollett
Co-Living lebt!
Die Frage nach Co-Living und Co-Working ist berechtigt. Schließlich geht es ja auch viel um geteilte Flächen und da zuckt jeder gleich mit einem Covid-Reflex in sich zusammen.
Co-Living gewinnt aber in Europa an Attraktivität, meint CBRE heute in einer Aussendung. „Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass die monatlichen Zahlungen bei Co-Living Modellen in vier der von uns untersuchten sechs Städte günstiger sind als am klassischen Mietmarkt“, wird Martin Ofner, Head of Research bei CBRE Österreich, zitiert.
Wien ist aber atypisch. Die großen Co-Living Developments in Wien sind moderne Turmimmobilien wie der DC Tower 3 oder das Projekt Triiiple, die nicht in international typischen zentralen Co-Living Lagen, sondern eher in klassischen Bürolagen, zu finden sind.
Der Co-Living Markt in Österreich sei noch nicht sehr entwickelt, was auch daran liegt, dass der Mietmarkt in Wien sehr stark entwickelt ist und es für Co-Living kaum Preisvorteile für Nutzer gegenüber dem Mietmarkt gibt.
Die besten rural retreats
Tolle Idee: Ein Ranking mit den Rückzugsorten am Land, die sich am besten für remote work eignen. Kriterien zur Bewertung sind u.a. die Nähe zur nächsten größeren Stadt, die Lebenskosten und Hauspreise, die Konnektivität und wie viele Wohnraum mit Arbeitsmöglichkeit es gibt. Wer macht das für Österreich? Bitte!!!!!

Hat Corona eine Flucht aus Wien bewirkt?
Diese Frage ließe sich leicht beantworten, heißt es in einer Aussendung von RE/MAX zur Veränderung der Einfamilienhauspreise von heute: Nein.
Weil nämlich das Angebot an Einfamilienhäusern dafür einfach nicht vorhanden sei. Aber es lassen sich in die Zahlen sehr wohl Versuche, auf das Land zu übersiedeln, hineininterpretieren.

„Um die Frage einigermaßen sauber und sicher zu klären, haben wir Bezirke, die direkt an Wien angrenzen (Bruck, Gänserndorf, Korneuburg, Mödling, St. Pölten Land und Tulln) oder ganz nahe sind (Baden, Mistelbach) mit den ,anderen‘ niederösterreichischen Bezirken verglichen und zwar die Veränderung von 2019 zu 2020 mit der Veränderung ein Jahr zuvor, also vor Corona,“ erklärt Anton Nenning von RE/MAX Austria. Im Jahresvergleich von 2018 auf 2019 sind die Einfamilienhaus-Verkäufe „um Wien“ im Durchschnitt um -5,3 % zurückgegangen, in den „anderen“ Bezirken um +7,5 % gestiegen. Die Preise haben sich um Wien um +3,0 % erhöht und in den anderen Bezirken um +2,4 %. Um Wien also ein Mengenrückgang und überall leicht steigende Preise. Beides ohne Corona.
Ein Jahr später beim Jahresvergleich von 2019 auf 2020 zeigen die Bezirke um Wien einen Mengenrückgang im Durchschnitt von -13,8 %, die „anderen“ Bezirke von -7,1 %. Beides ist wohl nicht nur Corona in die Schuhe zu schieben, sondern einem Mangel an Angebot wie von RE/MAX Austria schon mehrfach prognostiziert, und zwar vor allem im Ballungsraum. Die Preise sind daher gestiegen und zwar in den Bezirken nahe Wien um +12,7 % und bei den „anderen“ Bezirken im Durchschnitt um +3,4 %. „Da mag schon ein wenig mehr Nachfrage dabei sein, aber der Hauptfaktor liegt beim knappen Angebot, nicht bei Corona.
Die Pandemie, die Stadtflucht-Ideen und die Preisexplosion sind in den vorliegenden Statistiken noch wie ein Storchenpaar am Hausdach einer schwangeren Frau: Auch wenn sie gleichzeitig vorhanden sind, so besteht derzeit noch keine Ursache-Wirkungsbeziehung“, so Nenning. „Aber das wird sich ändern.“
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