AktUeller Senf vom Rollett
Herbert Petz geht zu OPTIN
OPTIN baut sein Leistungsspektrum aus und startet eine eigene Investment-Abteilung mit Herbert Petz als Partner, der internationale Erfahrung aus Stationen bei JLL, CBRE, ÖRAG und Arnold Immobilien mitbringt. Mit der strategischen Kooperation von OPTIN Immobilien GmbH und iO Partners stärkt das Unternehmen gezielt den Bereich Investment und Capital Markets und positioniert sich als Schnittstelle zu internationalen Investoren in Österreich und der CEE-Region.
KI in der Immobilienbewertung: Arbeitspapier
Die gif Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e.V. (gif) hat ein Arbeitspapier zu automatisierten Bewertungsmodellen (Automated Valuation Models, AVM) vorgelegt. Die Publikation definiert Standards für den Einsatz von KI in der Immobilienbewertung und ordnet Nutzen sowie Grenzen der Verfahren ein.
Mit dem Papier „Nutzen und Grenzen von automatisierten Bewertungsmodellen (AVM) in der Immobilienwirtschaft“ will die gif ein einheitliches Begriffsverständnis in der Branche schaffen. AVMs werden in Anlehnung an internationale Standards als Modelle definiert, die mathematische Verfahren nutzen, um den Wert einer Immobilie zu einem bestimmten Stichtag automatisiert zu schätzen – inklusive einer Angabe zur Prognosegenauigkeit. Ziel sei es, Anwender an den Einsatz solcher Hilfsmittel heranzuführen, so Dominik Brunner, Leiter der gif-Kompetenzgruppe Datenmanagement.
Erstmals erläutert die Publikation Methoden wie künstliche neuronale Netze (Deep Learning) und Random-Forest-Algorithmen im Kontext der Immobilienbewertung. Diese Verfahren können nicht-lineare Zusammenhänge in großen Datenmengen erkennen und die Prognosegüte steigern. Laut Arbeitspapier erhöht der Einsatz von KI die Genauigkeit von Mietprognosen im Vergleich zu klassischen Regressionsmodellen um mehr als 35 Prozent.
Gleichzeitig weist die gif auf Grenzen hin. Neben Effizienzgewinnen durch Zeit- und Kosteneinsparungen bestehen Herausforderungen etwa bei der Datenverfügbarkeit und -qualität sowie bei der Transparenz der Algorithmen. Die Autoren betonen, dass die Immobilienbewertung ein persönlicher Prozess mit menschlicher Verantwortung bleibe. AVMs seien unterstützende Werkzeuge, die Sachverständige ergänzen, aber nicht ersetzen.
Und bei dem Thema kam ich nicht umhin, ein banales Deppen-KI-Bild für oben generieren zu lassen. Übel, ich weiß. Sorry!
Neuer Lehrgang für Gutachtenprüfung
Die Liegenschafts Bewertungs Akademie (LBA) startet mit „Plausibilisierung von Verkehrswertgutachten“ erstmals in Österreich einen eigenständigen Online-Lehrgang für Banken. Hintergrund sind strengere regulatorische Anforderungen, wachsende Marktvolatilität sowie der Einsatz KI-gestützter Bewertungsmodelle, die eine fundierte Prüfung von Immobiliengutachten zunehmend erforderlich machen. Der berufsbegleitende Kurs richtet sich an Fachkräfte aus Kreditprüfung, Risikomanagement und Sicherheitenbewertung und schließt laut Anbieter eine bisherige Qualifikationslücke. Der erste Lehrgang beginnt im April 2026.
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