AktUeller Senf vom Rollett
The Collective startet auf dem deutschen Markt
Bild: The Collective
Hurra, Wohnungen für Afrika!
Stichwort Urbanisierung. Werner H. Bittner (Umdasch Group Ventures GmbH) hat gerade am FM Day zumindest klar gemacht, dass es sich bei dem Megatrend um kein europäisches Phänomen handelt. Afrika, Asien – hier spielt sich alles ab. Eines der innovativen Unternehmen aus dem Umdasch Umfeld ist Neulandt, es macht mobile Fertigteilefabriken für die Massenproduktion von hochstandardisierten Betonfertigteilen. Echt geil!
Bemerkenswert bei diesem Trend finde ich: Plötzlich kümmern wir uns um das Wohnen von Menschen in Afrika und Indien. Die alten Menschen dort tun uns Leid und – jössas! – sie werden immer älter und immer mehr. Die brauchen doch Wohnungen!
Eh. Aber woher kommt dieser moralische Juckreiz, dass wir die ganze Zeit mitleidig UN-Zahlen zitieren und und uns auf einmal um die Wohnungsnot in anderen Kontinenten kümmern? Machen wir das weil wir so nachhaltig und humanistisch sind und Greta Thunberg toll finden? Oder sind wir dabei, neue imperialistische Märkte aufzubereiten? Weil eine Gretchenfrage bleibt: Wer zahlt denn diese Wohnungen eigentlich?
Bestellerprinzip: Mehr Umsatz!

Jedenfalls ein Beitrag zur weiteren Diskussion in Österreich – und übrigens: Gott sei Dank hat niemand voreilig im Wahlkampf irgendeinen undurchdachten Blödsinn als Gesetz weiter angedacht. Das ist sicher kein Wahlkampfthema, sondern ernst!
Nebenbei sei noch ein Hinweis auf mein Buch erlaubt, in dem ich das Bestellerprinzip, die Folgen und wie man sich darauf vorbereiten schon 2016 erörtert habe.
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