AktUeller Senf vom Rollett
WeWork probierts mit seriös

Naja, sollte eigentlich Selbstverständlich sein, oder?
Im Rahmen der Umstrukturierung hat WeWork jedenfalls über 170 Mietverträge beendet, 4 Milliarden US-Dollar Schulden abgebaut und setzt nun auf risikoärmere Modelle, bei denen Vermieter mehr Verantwortung tragen. Unter dem neuen Slogan „WeWork for Business“ positioniert sich das Unternehmen als technikgestützter Partner für Eigentümer und Firmenkunden – mit Fokus auf flexible, gut gestaltete Arbeitsräume.
Der Markt bleibt bislang skeptisch. Die Konkurrenz wie Industrious wächst inzwischen auch.
Fotocredit: Heimo Rollett, Mailand
So schaut’s aus
Eine aktuelle Savills-Studie bringt es ganz gut auf den Punkt, finde ich. Wie schaut’s aus am Markt? So:
Die Analyse meint, dass mit dem Ende des Nullzinsumfelds ein neuer Marktzyklus begonnen hat – allerdings unter völlig veränderten Vorzeichen. Die frühere Phase, die als „Superzyklus“ durch günstige Zinsen, wirtschaftliches Wachstum und Bevölkerungszunahme geprägt war, wird sich laut Savills nicht wiederholen. Stattdessen stehen nun die Mieterträge im Vordergrund und machen professionelles Asset-Management zum entscheidenden Erfolgsfaktor.
Die neuen Rahmenbedingungen führen zu einer stärkeren Differenzierung zwischen Standorten und Nutzungsarten. Während im vergangenen Zyklus Renditeunterschiede durch die Zinsentwicklung nivelliert wurden, entscheidet künftig die gezielte Kapitalallokation über Erfolg oder Misserfolg. Wer strategisch investiert, kann überdurchschnittliche Renditen erzielen – pauschales Investieren allein reicht nicht mehr aus.
Zudem hat sich das gesellschaftlich-technologische Umfeld erheblich gewandelt. ESG-Kriterien, Digitalisierung, Homeoffice, E-Commerce und Künstliche Intelligenz verändern die Nachfrage nach Immobilienflächen und führen zu einer zunehmenden Polarisierung des Marktes. Manche Objekte verlieren vollständig an Attraktivität, während andere stark an Wert gewinnen.
Ein weiterer Trend ist der Wandel von der Immobilie als Produkt hin zur Immobilie als Dienstleistung. Nutzer erwarten heute mehr als nur Raum – Betreiberkonzepte und zusätzliche Services gewinnen an Bedeutung und bieten neue Ertragspotenziale. Insgesamt verlangt das neue Marktumfeld von Eigentümern und Investoren ein deutlich höheres Maß an Analysefähigkeit, Anpassungsbereitschaft und strategischer Kompetenz.
Weltweiter Tourismus-Treff

Bisschen über den Tellerrand schauen: Vom 27. bis 29. Oktober 2025 trifft sich die internationale Hotel- und Tourismusbranche zur FHS World im Madinat Jumeirah in Dubai. Im Mittelpunkt stehen Entwicklungen an der Schnittstelle von Hospitality und Immobilien – von urbanen Hotelprojekten über Resort-Investments bis hin zu neuen Konzepten für Ferienimmobilien und branded Residences.
Für Akteure aus der Immobilienwirtschaft bietet das Event Einblicke in aktuelle Markttrends, Betreiberstrategien und Finanzierungsmodelle. Diskutiert werden außerdem Themen wie ESG-Kriterien, digitale Services und die wachsende Nachfrage nach hybriden Nutzungskonzepten.
Dubai zeigt sich dabei nicht nur als Gastgeber, sondern auch selbst als Fallbeispiel für ambitionierte Tourismus- und Stadtentwicklungsstrategien. Ein Pflichttermin für alle, die den internationalen Hospitality-Markt im Blick haben.
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