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ECE: neu mit altem Hut
Ich lach mich schief. Das ist also die Antwort der ECE auf die Veränderung im Retail-Bereich (Internethandel, andere Formen wie Pop-Up-Shops graben immer mehr Umsatz von Einkaufszentren ab):
Bis Ende des Jahres sollen rund 30 Einkaufszentren eine individualisierbare App bekommen. Die App ist kostenlos, heißt „Love to shop“ und nach der Installation kann der Nutzer die App personalisieren und sein Lieblings-ECE-Center festlegen.
Häää? Ich halte die ECE echt für ein tolles, professionelles Unternehmen, aber was soll das denn?
Joanna Fisher, die ab 1. Juli die Geschäftsführung des Bereichs Center-Management bei der ECE übernehmen wird, meint: „Wir wollen, dass unsere Besucher nur die für sie wichtigen Informationen bekommen – und zwar genau dann, wenn sie sich dafür interessieren.“ Nicht bös sein, aber das nennt sich direkt Marketing und ist ein alter Hut, dass man es an neue Medien anpasst ist jetzt weder revolutionär noch eine Antwort auf den Internethandel.
Die Verkaufsflächen im österreichischen Einzelhandel sind laut RegioData im vergangenen Jahr erstmalig zurückgegangen (-0,8%). Das Wachstum der Shopping Center Flächen hat sich auch extrem verlangsamt. Anders im Onlinehandel: Das Wachstum betrug im vergangenen Jahr sage und schreibe 34%.
UBM: Weiter wohnen
Gerade findet die Pressekonferenz der UBM statt. Sie verkündet ein operativ positives Ergebnis (und spricht von einem „Rekord“). Anders als viele Developer kann die UBM über eine Vielzahl aktueller Projekte sprechen – das macht wieder richtig Spaß, finde ich. Die meisten dieser Projekte spielen sich weiterhin stark im Wohnbau ab.
Dennoch beträgt der Bereich Wohnungen nur 4 % des gesamten Portfolios. Grund: Die Wohnungen werden bereits in einem frühen Stadium verkauft. Sie machen aber etwa ein Drittel der Bauleistung aus.

In Österreich spielt sich der UBM-Wohnbau vor allem in Salzburg ab. Nach dem Abschluss des Projekts Sternbrauerei Riedenburg werden nun auf einem ehemaligen Kasernen-Areal Wohnungen gebaut. Auch in Graz wird heuer noch mit der Errichtung zweier Wohnanlagen begonnen.
Wohnungsneubau: Österreich vorn dabei
Österreich liegt – trotz ständiger Klage, dass zu wenig neue Wohnungen geschaffen werden – im europaweiten Vergleich ziemlich gut, was den Neubau betrifft, wie diese Studie des deutschen ifo Instituts zeigt. Die Übersicht zeigt auch einen Vergleich zu Deutschland und, dass in vielen Ländern – bezogen auf die Bevölkerungszahl – unverändert deutlich mehr gebaut wird. So ist zum Beispiel die Wohnungsbauintensität in Belgien und Polen gut ein Drittel, in Österreich sogar 70 Prozent höher als in Deutschland.
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