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Meliá: ein beliebiges Hotel

Die Stiege in der Lobby ist ein Blickfang, geile Sache, keine Frage. Das war’s aber auch schon wieder. Der Rest ist halt schön, nett aneinandergereihte Designerware ohne zusammenhaltendem Konzept. So manches Möbel wackelt, Kabelbinder halten die optisch störenden, weil über der Oberfläche verlegten Kabel der Devices zusammen (selbst in der Presidential Suite), statt dass sie hinter den Möbel verschwinden. Apropos Sicht: Warum man durchsichtiges Glas für die Klotüren verwendet, habe ich nicht verstanden.
Steigt man aus dem Lift aus, empfängt einem eine riesen weiße Wand mit wenig graziöser Textur. Erinnert mich eher an Rauhfasertapete. Wohin? Rechts? Links? Ein Orientierungssystem fehlt vollends.
Manches im neuen Meliá ist sicherlich noch der Eröffnungsphase geschuldet. Das Personal etwa wurde beim DC Tower Opening-Event sicher nicht dem Anspruch auf Luxus gerecht. Sei’s drum. Die Betten werden danach aber auch noch zu kurz sein („das ist halt spanischer Standard“). Das Hotelkonzept an sich bleibt ebenso unaufgeregt. Ob der Wiener Hotelmarkt ein so beliebiges Hotel braucht? Ich glaube nicht, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren. Reden wir in zwei Jahren wieder darüber.
Fotos © Meliá / Walter J. Sieberer
Heute startet die Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse zur Zukunft des Areals Interconti/Wiener Eislaufverein. Bis Sonntag finden dort täglich von 17 bis 19 Uhr Gespräche mit Anrainern etc. statt – das wird eine Hetz!
Alle Details und Ergebnisse des Wettbewerbs finden sich auch auf der sehr schön gemachten Website www.dasbesondereprojekt.at
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