Rollett bloggt seinen Senf.
Raw and 100% SEO-free!
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Fassadenspiele
In München steht ein … neues Haus, und zwar komplett neu. Um so spannender finde ich, wie die Fassade gestaltet wurde. Der Architekt Thomas Kröger habe eine Hommage an den Ort und die gewachsenen Strukturen des Gärtnerplatzviertels geschaffen, heißt es in einer Aussendung und dort spricht man auch von einer „Mehrdeutigen Fassade“:
Thomas Krögers Entwurf spielt bewusst mit historischen und zeitgenössischen Referenzen. Denn: „Städtische Räume sind dann angenehm, wenn wir sie als gewachsen empfinden, wenn das Zusammenspiel unterschiedlicher Architekturen ein charismatisches Gesamtbild erzeugt“, so der Architekt. Zur Isar hin reiht sich der Neubau – im Rahmen der Auflagen des Denkmalschutzes und mit breiter Zustimmung der Gestaltungskommission – selbstbewusst in die Erhardtstraße ein. Mit ihrem Spiel aus vorgelagerten Säulen und Erkern greift die Fassade typisch klassizistische Motive des repräsentativen Wohnens der Umgebung auf. Raumhoch verglast, verkörpern die Erker gleichzeitig die Vorzüge der Moderne und machen den Ausblick auf den Fluss zum integrativen Bestandteil der Wohnräume. Die grafische Gestaltung der geschlossenen Fassadenelemente wiederum ist eine Reminiszenz an die Sgraffito-Technik der italienischen Renaissance, die auch in München bis in die Nachkriegszeit hinein Tradition hatte, heute aber nur noch selten angewandt wird. Die beiden ikonischen Steildächer vermitteln zwischen den unterschiedlichen Höhen der Nachbarhäuser. Ihre Kupferverkleidung betont einerseits die Besonderheit der Dachform, zugleich wird ihre Patina sie über die Jahre immer klarer in die historische Dachlandschaft einbinden.
Bilder: Thomas Weinberger für Euroboden
Recycling Beton
Nun ist Beton ja umwelttechnisch vielleicht nicht so toll, aber er bildet nun mal die Grundlage für viele Bauten. Daher um so besser, dass die Nachhaltigkeit auch auf die Hersteller Druck ausübt und Baumit vorgestern den Verkauf von Recycling-Beton gestartet hat. Unter der Marke GO2morrow, verkauft der Konzern Baustoffe deren mineralische Basis aus recycelten Rohstoffen
besteht. und in diesem Rahmen gibt es nun eben auch Trockenbeton in ausgewählten Baumärkten und im Baustoffhandel. Gut so.
Und wieder ein Stück Kunst:
Wie nennt sich das Kunstwerk? Planetenorchester
Wo ist das? Campus JKU Linz
Von wem? KünstlerIn: Anna Jermolaewa & Manfred Grübl, Architektur: Riepl Riepl Architekten
Ja, und warum?
Für ihr Projekt am Campus der JKU verwendeten Anna Jermolaewa und Manfred Grübl eine von Johannes Keplers Originalzeichnungen aus seinem Hauptwerk Harmonice mundi. Die Abbildung wurde in großem Maßstab auf die Hauptpromenade entlang des Teichufers übertragen – so groß, dass sie auch vom Universum aus wahrgenommen werden könnte. Die mit schwarzer Straßenmarkierungsfarbe auf den Boden aufgebrachten Notenlinien teilen die Fläche in „Laufbahnen“, darauf sind die sechs zu Keplers Zeiten bekannten Planeten Saturn, Jupiter, Mars, Erde, Venus, Merkur sowie der Mond als ins Notensystem übertragene Harmonie abgebildet. Nach rechts hin laufen die unbeschriebenen Linien weiter und lassen so Raum für bisher unentdeckte Himmelskörper.
Mehr Bilder, mehr Infos? Hier.
Die Kombination von Kunst und Immobilien finde ich gewaltig – und unterschätzt! Kunst am Bau nennt sich das banal und hat mit Baustelle nichts zu tun. Und weil ich da aus dem Schwärmen gar nicht rauskomme, stelle ich im Rahmen einer Kooperation den immobranche-UserInnen hier regelmäßig Kunstwerke der Initiative BIG ART vor.
Foto: Iris Ranzinger
Zinshäuser wieder über Milliardengrenze
„Die Wiener Gründerzeit-Zinshäuser haben im Vorjahr allen Corona-bedingten Einschränkungen und ökonomischen Einbrüchen getrotzt und sich als „Fels in der Brandung“ erwiesen“, heißt es anlässlich der Veröffentlichung des Wiener Zinshaus-Marktberichts von OTTO Immobilien. 507 Zinshäuser seien letztes Jahre transaktioniert worden, nur zwei Prozent weniger als 2019. Die Werte der verkauften Häuser nahmen aber um rund ein Drittel ab, insgesamt betrug das Volumen dennoch über eine Milliarde Euro. Einen besonderen Boom benennt Otto Immobilien in seinem Report für die Bezirken 6 und 16.


Lebensmittel-Handel neuer Core
Laut einem aktuellen Spotlight von Savills entwickelt sich der Lebensmittel-Sektor zum neuen Core der Einzelhandelsimmobilien in Europa. Investitionen in Supermärkte, Großmärkte und Discounter machten hier 2020 so erstmals einen Rekordanteil von 21 % am Transaktionsvolumen in diesem Segment aus, gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt von 7 %. Trotz eines sinkenden Umsatzwachstums im gesamten Einzelhandel (2019: 3,9 %; 2020: 1,7 %), verzeichnete der Lebensmittelsektor ein Plus von 7,5 %. In den nächsten fünf Jahren wird ein weiterer jährlicher Anstieg um 2,2 % erwartet.
Online, offline
Alles wird digital! Unsinn. Ein schönes Beispiel, wie geschmeidig die Verknüpfung von Internet mit der echten Welt sein kann, kam mir heute unter. Justament die Plattform für digitale Immobilien-Investments, Rendity, hat eine seeehr haptische Form der Werbung ausgesucht. Eine. Hauswand. Location: Nähe vom Schwedenplatz, am Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz, 1020 Wien. Coole Sache, finde ich, sogar mit ästhetischem Mehrwert.
Foto: Rendity
Rechtstipp
MRG-Lagezuschlag
Liegenschaften im Gründerzeitviertel werden weiterhin stiefmütterlich behandelt.
Mozarts Miete und meine Tochter
Heute hat mir meine Tochter abermals erzählt, dass dieser Mozart bitterarm gewesen sei, als er verstarb. Ich gebe zu, ich konnte mich nicht zurückhalten und korrigierte: Da habe ich etwas anderes gelesen.
Nämlich steht im Buch „2000 Jahre Wohnen in Wien“ über Glanz und Elend in der barocken Zeit, dass es sich dabei um eine Legende, ein Geschichtl handle. Mozart war pekuniär immer mehr als sorglos.
Mozart zahlte für seine Wohnung in der Domgasse 38 Gulden Miete pro Monat. Das entspricht fast einem Jahreseinkommen von damals.
Weiteres heißt es (mit Verweis auf das Haus der Musik als Quelle), dass der Schokoladenkugelmusiker etwa 10.000 Gulden Jahreseinkommen hatte.
Warum heißt es dann, dass Mozart arm war? Gute Frage meiner Tochter.
Weil man es sich damals gar nicht anders vorstellen konnte oder wollte, als dass ein so unangepasster Typ, so ein Genie einfach nur Erfolg hatte. Nein, so einer muss doch ein jämmerliches Ende finden, hatte das (übrigens sehr empfehlenswerte) Buch eine Antwort parat.
Stadt oder Land? Haus oder Wohnung?
Das von mir geschätzte (weil seriöse Daten liefernde) IW Köln hat eine spannende Umfrage gestartet. Es geht um den (meiner Meinung nach ja gar nicht so plötzlichen Trend), dass die Leute eher Richtung Land wollen. OK, da hat COVID mitgeholfen, aber das war eben auch schon vorher so – siehe hier von 2016. Besonders spannend die Binnenwanderung in Österreich – die Jungen kommen in die Stadt, ja, aber mit Familie ziehen sie wieder massiv raus…
Das IW Köln hat sich jetzt jedenfalls auf die Suche nach den Motive der Menschen gemacht, die aus der Stadt wollen. Sehr spannend, die Meinungsforscher attestieren etwa eine „eindeutige Präferenz unter allen Gruppen für die verschiedenen Formen von Einfamilienhäusern“. Na bumm. Und noch etwas, das politisch brisant ist: „Anders als in der öffentlichen Diskussion meist angenommen, wird auch eine Wohnkostenbelastung von bis zu 40 Prozent akzeptiert.“
Hier sehen Sie die Ergebnisse zusammengefasst und es gibt auch eine interaktives Tool zum herumspielen 🙂

Luxury Residences präsentiert auf luxury.otto.at aktuell mehr als 170 erstklassige Wohnungen, Häuser und Villen im High-End-Segment – vom prachtvollen Wiener Innenstadt-Palais über herrschaftliche Anwesen in Hietzing oder Sievering bis zur exklusiven Golf-Villa in Santa Ponsa.
Osteuropa is back II

Nächste Überraschung zum Thema Osteuropa: Eben hat die S IMMO bekannt gegeben justament in Budapest ein neues Büroprojekt zu entwickeln.
„An der Vaci Ut, einem der wichtigsten Bürostandorte der ungarischen Hauptstadt, soll ein Ensemble aus drei modernsten Büroimmobilien mit einer Nutzfläche von rund 29.000 m² entstehen – der signifikanteste Baukörper ist dabei ein 11-geschossiges Gebäude direkt an der Vaci Ut. Eine Zertifizierung mit den Nachhaltigkeitszertifikaten BREEAM und WELL wird angestrebt“, heißt es seitens der AG.
Osteuropa is back
Die Erste Immobilien KAG bestätigte eben, dass sie in Zentral und Osteuropa expandieren wollen. Konkret sind das die Märkte Österreich, Deutschland und Slowakei.
Online-Bewertung für alle
Na, bitte! Jetzt gibt es also ein online Bewertungstool für alle. Wenige Daten sind einzugeben, das Ergebnis freilich fuzzy, aber es reicht für viele ein Bild zu bekommen (ob richtig oder falsch interessiert die nicht so genau) – und natürlich für den Anbieter (Raiffeisen) zu den Abgeben-Daten zu kommen. Gut gemacht, war schon längst überfällig, auch wenn McMakler (aja, die gib es auch noch)und Co. schon ähnliche Tools draußen haben.
Rechtstipp
Neues zum pandemiebedingten Mietzinsminderungs-Anspruch
Nach den beiden richtungsweisenden erstinstanzlichen Entscheidungen hat nun auch das Wiener Landesgericht für Zivilrechtssachen als Gericht zweiter Instanz pandemiebedingte Mietzinsminderungsansprüche beurteilt. Bemerkenswert ist bei dieser Entscheidung, dass das Gericht erstmals zur Bedeutung der Fixkostenzuschüsse für den Minderungsanspruch Stellung bezogen hat.
Und wieder ein Stück Kunst:
Wie nennt sich das Kunstwerk? Knitterobjekt
Wo ist das? MED CAMPUS Graz
Von wem? KünstlerIn: Esther Stocker, Architektur: Riegler Riewe Architekten
Ja, und warum?
Für ihre künstlerische Intervention hat Esther Stocker die Campusebene gewählt. Die kugelähnliche Skulptur mit ihrer gefalteten und geknitterten Oberfläche soll Treffpunkt und ein markantes Zeichen an diesem zentralen Ort sein.
Schwarze Quadrate auf weißem Grund (oder ein weißes Gitternetz auf schwarzem Grund) bilden die grafische Oberfläche der knapp vier Meter hohen Skulptur aus einer Aluminium-Innenkonstruktion und bedruckter Vinylplane, die fast spielerisch zur Reflexion der eigenen Wahrnehmungsgewohnheiten einlädt. Die Rasterstruktur legt eine Verbindung zu den Wissenschaften nahe. Esther Stockers Skulptur soll jedoch vorrangig eine eigenständige ästhetische und geometrische Einheit sein, ein „Werkzeug“ zum Sehen und Verstehen. Zusätzlich stellt sie mit ihrer zerknüllten Form in Analogie zu wissenschaftlichem „trial and error“ den vielen verworfenen Ideen, mit denen ForscherInnen immer wieder konfrontiert sind, ein Bild gegenüber.
Mehr Bilder, mehr Infos? Hier.
Die Kombination von Kunst und Immobilien finde ich gewaltig – und unterschätzt! Kunst am Bau nennt sich das banal und hat mit Baustelle nichts zu tun. Und weil ich da aus dem Schwärmen gar nicht rauskomme, stelle ich im Rahmen einer Kooperation den immobranche-UserInnen hier regelmäßig Kunstwerke der Initiative BIG ART vor.
Foto: David Schreyer
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Fassadenspiele
In München steht ein … neues Haus, und zwar komplett neu. Um so spannender finde ich, wie die Fassade gestaltet wurde. Der Architekt Thomas Kröger habe eine Hommage an den Ort und die gewachsenen Strukturen des Gärtnerplatzviertels geschaffen, heißt es in einer Aussendung und dort spricht man auch von einer „Mehrdeutigen Fassade“:
Thomas Krögers Entwurf spielt bewusst mit historischen und zeitgenössischen Referenzen. Denn: „Städtische Räume sind dann angenehm, wenn wir sie als gewachsen empfinden, wenn das Zusammenspiel unterschiedlicher Architekturen ein charismatisches Gesamtbild erzeugt“, so der Architekt. Zur Isar hin reiht sich der Neubau – im Rahmen der Auflagen des Denkmalschutzes und mit breiter Zustimmung der Gestaltungskommission – selbstbewusst in die Erhardtstraße ein. Mit ihrem Spiel aus vorgelagerten Säulen und Erkern greift die Fassade typisch klassizistische Motive des repräsentativen Wohnens der Umgebung auf. Raumhoch verglast, verkörpern die Erker gleichzeitig die Vorzüge der Moderne und machen den Ausblick auf den Fluss zum integrativen Bestandteil der Wohnräume. Die grafische Gestaltung der geschlossenen Fassadenelemente wiederum ist eine Reminiszenz an die Sgraffito-Technik der italienischen Renaissance, die auch in München bis in die Nachkriegszeit hinein Tradition hatte, heute aber nur noch selten angewandt wird. Die beiden ikonischen Steildächer vermitteln zwischen den unterschiedlichen Höhen der Nachbarhäuser. Ihre Kupferverkleidung betont einerseits die Besonderheit der Dachform, zugleich wird ihre Patina sie über die Jahre immer klarer in die historische Dachlandschaft einbinden.
Bilder: Thomas Weinberger für Euroboden
Recycling Beton
Nun ist Beton ja umwelttechnisch vielleicht nicht so toll, aber er bildet nun mal die Grundlage für viele Bauten. Daher um so besser, dass die Nachhaltigkeit auch auf die Hersteller Druck ausübt und Baumit vorgestern den Verkauf von Recycling-Beton gestartet hat. Unter der Marke GO2morrow, verkauft der Konzern Baustoffe deren mineralische Basis aus recycelten Rohstoffen
besteht. und in diesem Rahmen gibt es nun eben auch Trockenbeton in ausgewählten Baumärkten und im Baustoffhandel. Gut so.
Und wieder ein Stück Kunst:
Wie nennt sich das Kunstwerk? Planetenorchester
Wo ist das? Campus JKU Linz
Von wem? KünstlerIn: Anna Jermolaewa & Manfred Grübl, Architektur: Riepl Riepl Architekten
Ja, und warum?
Für ihr Projekt am Campus der JKU verwendeten Anna Jermolaewa und Manfred Grübl eine von Johannes Keplers Originalzeichnungen aus seinem Hauptwerk Harmonice mundi. Die Abbildung wurde in großem Maßstab auf die Hauptpromenade entlang des Teichufers übertragen – so groß, dass sie auch vom Universum aus wahrgenommen werden könnte. Die mit schwarzer Straßenmarkierungsfarbe auf den Boden aufgebrachten Notenlinien teilen die Fläche in „Laufbahnen“, darauf sind die sechs zu Keplers Zeiten bekannten Planeten Saturn, Jupiter, Mars, Erde, Venus, Merkur sowie der Mond als ins Notensystem übertragene Harmonie abgebildet. Nach rechts hin laufen die unbeschriebenen Linien weiter und lassen so Raum für bisher unentdeckte Himmelskörper.
Mehr Bilder, mehr Infos? Hier.
Die Kombination von Kunst und Immobilien finde ich gewaltig – und unterschätzt! Kunst am Bau nennt sich das banal und hat mit Baustelle nichts zu tun. Und weil ich da aus dem Schwärmen gar nicht rauskomme, stelle ich im Rahmen einer Kooperation den immobranche-UserInnen hier regelmäßig Kunstwerke der Initiative BIG ART vor.
Foto: Iris Ranzinger
Zinshäuser wieder über Milliardengrenze
„Die Wiener Gründerzeit-Zinshäuser haben im Vorjahr allen Corona-bedingten Einschränkungen und ökonomischen Einbrüchen getrotzt und sich als „Fels in der Brandung“ erwiesen“, heißt es anlässlich der Veröffentlichung des Wiener Zinshaus-Marktberichts von OTTO Immobilien. 507 Zinshäuser seien letztes Jahre transaktioniert worden, nur zwei Prozent weniger als 2019. Die Werte der verkauften Häuser nahmen aber um rund ein Drittel ab, insgesamt betrug das Volumen dennoch über eine Milliarde Euro. Einen besonderen Boom benennt Otto Immobilien in seinem Report für die Bezirken 6 und 16.


Lebensmittel-Handel neuer Core
Laut einem aktuellen Spotlight von Savills entwickelt sich der Lebensmittel-Sektor zum neuen Core der Einzelhandelsimmobilien in Europa. Investitionen in Supermärkte, Großmärkte und Discounter machten hier 2020 so erstmals einen Rekordanteil von 21 % am Transaktionsvolumen in diesem Segment aus, gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt von 7 %. Trotz eines sinkenden Umsatzwachstums im gesamten Einzelhandel (2019: 3,9 %; 2020: 1,7 %), verzeichnete der Lebensmittelsektor ein Plus von 7,5 %. In den nächsten fünf Jahren wird ein weiterer jährlicher Anstieg um 2,2 % erwartet.
Online, offline
Alles wird digital! Unsinn. Ein schönes Beispiel, wie geschmeidig die Verknüpfung von Internet mit der echten Welt sein kann, kam mir heute unter. Justament die Plattform für digitale Immobilien-Investments, Rendity, hat eine seeehr haptische Form der Werbung ausgesucht. Eine. Hauswand. Location: Nähe vom Schwedenplatz, am Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz, 1020 Wien. Coole Sache, finde ich, sogar mit ästhetischem Mehrwert.
Foto: Rendity
Rechtstipp
MRG-Lagezuschlag
Liegenschaften im Gründerzeitviertel werden weiterhin stiefmütterlich behandelt.
Mozarts Miete und meine Tochter
Heute hat mir meine Tochter abermals erzählt, dass dieser Mozart bitterarm gewesen sei, als er verstarb. Ich gebe zu, ich konnte mich nicht zurückhalten und korrigierte: Da habe ich etwas anderes gelesen.
Nämlich steht im Buch „2000 Jahre Wohnen in Wien“ über Glanz und Elend in der barocken Zeit, dass es sich dabei um eine Legende, ein Geschichtl handle. Mozart war pekuniär immer mehr als sorglos.
Mozart zahlte für seine Wohnung in der Domgasse 38 Gulden Miete pro Monat. Das entspricht fast einem Jahreseinkommen von damals.
Weiteres heißt es (mit Verweis auf das Haus der Musik als Quelle), dass der Schokoladenkugelmusiker etwa 10.000 Gulden Jahreseinkommen hatte.
Warum heißt es dann, dass Mozart arm war? Gute Frage meiner Tochter.
Weil man es sich damals gar nicht anders vorstellen konnte oder wollte, als dass ein so unangepasster Typ, so ein Genie einfach nur Erfolg hatte. Nein, so einer muss doch ein jämmerliches Ende finden, hatte das (übrigens sehr empfehlenswerte) Buch eine Antwort parat.
Stadt oder Land? Haus oder Wohnung?
Das von mir geschätzte (weil seriöse Daten liefernde) IW Köln hat eine spannende Umfrage gestartet. Es geht um den (meiner Meinung nach ja gar nicht so plötzlichen Trend), dass die Leute eher Richtung Land wollen. OK, da hat COVID mitgeholfen, aber das war eben auch schon vorher so – siehe hier von 2016. Besonders spannend die Binnenwanderung in Österreich – die Jungen kommen in die Stadt, ja, aber mit Familie ziehen sie wieder massiv raus…
Das IW Köln hat sich jetzt jedenfalls auf die Suche nach den Motive der Menschen gemacht, die aus der Stadt wollen. Sehr spannend, die Meinungsforscher attestieren etwa eine „eindeutige Präferenz unter allen Gruppen für die verschiedenen Formen von Einfamilienhäusern“. Na bumm. Und noch etwas, das politisch brisant ist: „Anders als in der öffentlichen Diskussion meist angenommen, wird auch eine Wohnkostenbelastung von bis zu 40 Prozent akzeptiert.“
Hier sehen Sie die Ergebnisse zusammengefasst und es gibt auch eine interaktives Tool zum herumspielen 🙂

Luxury Residences präsentiert auf luxury.otto.at aktuell mehr als 170 erstklassige Wohnungen, Häuser und Villen im High-End-Segment – vom prachtvollen Wiener Innenstadt-Palais über herrschaftliche Anwesen in Hietzing oder Sievering bis zur exklusiven Golf-Villa in Santa Ponsa.
Osteuropa is back II

Nächste Überraschung zum Thema Osteuropa: Eben hat die S IMMO bekannt gegeben justament in Budapest ein neues Büroprojekt zu entwickeln.
„An der Vaci Ut, einem der wichtigsten Bürostandorte der ungarischen Hauptstadt, soll ein Ensemble aus drei modernsten Büroimmobilien mit einer Nutzfläche von rund 29.000 m² entstehen – der signifikanteste Baukörper ist dabei ein 11-geschossiges Gebäude direkt an der Vaci Ut. Eine Zertifizierung mit den Nachhaltigkeitszertifikaten BREEAM und WELL wird angestrebt“, heißt es seitens der AG.
Osteuropa is back
Die Erste Immobilien KAG bestätigte eben, dass sie in Zentral und Osteuropa expandieren wollen. Konkret sind das die Märkte Österreich, Deutschland und Slowakei.
Online-Bewertung für alle
Na, bitte! Jetzt gibt es also ein online Bewertungstool für alle. Wenige Daten sind einzugeben, das Ergebnis freilich fuzzy, aber es reicht für viele ein Bild zu bekommen (ob richtig oder falsch interessiert die nicht so genau) – und natürlich für den Anbieter (Raiffeisen) zu den Abgeben-Daten zu kommen. Gut gemacht, war schon längst überfällig, auch wenn McMakler (aja, die gib es auch noch)und Co. schon ähnliche Tools draußen haben.
Rechtstipp
Neues zum pandemiebedingten Mietzinsminderungs-Anspruch
Nach den beiden richtungsweisenden erstinstanzlichen Entscheidungen hat nun auch das Wiener Landesgericht für Zivilrechtssachen als Gericht zweiter Instanz pandemiebedingte Mietzinsminderungsansprüche beurteilt. Bemerkenswert ist bei dieser Entscheidung, dass das Gericht erstmals zur Bedeutung der Fixkostenzuschüsse für den Minderungsanspruch Stellung bezogen hat.
Und wieder ein Stück Kunst:
Wie nennt sich das Kunstwerk? Knitterobjekt
Wo ist das? MED CAMPUS Graz
Von wem? KünstlerIn: Esther Stocker, Architektur: Riegler Riewe Architekten
Ja, und warum?
Für ihre künstlerische Intervention hat Esther Stocker die Campusebene gewählt. Die kugelähnliche Skulptur mit ihrer gefalteten und geknitterten Oberfläche soll Treffpunkt und ein markantes Zeichen an diesem zentralen Ort sein.
Schwarze Quadrate auf weißem Grund (oder ein weißes Gitternetz auf schwarzem Grund) bilden die grafische Oberfläche der knapp vier Meter hohen Skulptur aus einer Aluminium-Innenkonstruktion und bedruckter Vinylplane, die fast spielerisch zur Reflexion der eigenen Wahrnehmungsgewohnheiten einlädt. Die Rasterstruktur legt eine Verbindung zu den Wissenschaften nahe. Esther Stockers Skulptur soll jedoch vorrangig eine eigenständige ästhetische und geometrische Einheit sein, ein „Werkzeug“ zum Sehen und Verstehen. Zusätzlich stellt sie mit ihrer zerknüllten Form in Analogie zu wissenschaftlichem „trial and error“ den vielen verworfenen Ideen, mit denen ForscherInnen immer wieder konfrontiert sind, ein Bild gegenüber.
Mehr Bilder, mehr Infos? Hier.
Die Kombination von Kunst und Immobilien finde ich gewaltig – und unterschätzt! Kunst am Bau nennt sich das banal und hat mit Baustelle nichts zu tun. Und weil ich da aus dem Schwärmen gar nicht rauskomme, stelle ich im Rahmen einer Kooperation den immobranche-UserInnen hier regelmäßig Kunstwerke der Initiative BIG ART vor.
Foto: David Schreyer