Rollett bloggt seinen Senf.
Raw and 100% SEO-free!
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Arbeiten und Wohnen
Megathema, und wegen der Pandemie noch aktueller: Die Kombination von Arbeit und Wohnen. Die ÖGNI hatte ja vor einem Jahr das eine Arbeitsgruppe gebildet. Jetzt gibt es einen Output dazu, ein Manifest. Hier zum Runterladen.
Aha, temporäres Wohnen bleibt ein Thema
Also, da habe ich mich verschätzt. Vor gut einem Jahr hatte ich den Markt für servicierte Apartments und für diese teuren Studentenwohnungen noch als Problemkinder des Virus‘ gesehen. Das scheint nun gar nicht so zu sein.
So titelt Thomas Beyerle von Catella Research heute in einem Newsletter: „Europaweiter Bedarf an Studentenapartments lockt Investoren“ und untermauert das mit (stets gut recherchierten) Zahlen:
Aktueller Spitzenreiter bei den Studierendenzahlen ist Deutschland (2.891.000), gefolgt von Frankreich (2.725.300) und UK (2.532.400).
Das Vereingte Königreich hat mit 22 % der höchsten Anteil an internationalen Studierenden. (Diese haben einen erhöhten Bedarf an Studentischem Wohnen, waren aber im COVID-19-Jahr auch am stärksten von Reisebeschränkungen betroffen.)
Die höchste Versorgungsquote mit Studentischem Wohnen hat UK (26 %), gefolgt von Dänemark (22 %) und Schweden (20 %). Italien (4 %) und Portugal (5 %) haben die niedrigsten Versorgungssquoten. Das Angebot deckt den Bedarf nicht.
Spitzenreiter bei gewerblichen Immobilientransaktionen im Segment Student Housing war 2019-2020 UK (96.250 Betten), der traditionell fungibelste Markt in Europa in diesem Segment, danach folgten mit großem Abstand Frankreich (9.000 Betten), Deutschland (6.100) und Spanien (5.700).
Mehr Daten von Catella finden Sie hier.
Stadtentwicklung: 1. Platz für Gleisdorfer Team
Wolfgang Amann hat mich auf folgendes aufmerksam gemacht: Österreich hat bei einer internationalen Challenge Platz 1 belegt.
Und zwar konkret hat das AEE Intec in Gleisdorf die Helsinki Energy Challenge gewonnen. Das sei ein ähnlicher Erfolg wie der Sieg des TU Wien Teams (Prof. Karin Stieldorf) beim Global Solar Decathlon vor mittlerweile 8 Jahren in Kalifornien, meint Wolfgang Amann.
Wer es genauer wissen will: Helsinki will bis 2035 CO2-neutral werden und damit eine der führenden Städte beim Übergang in eine nachhaltige Zukunft. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Stadt im Februar 2020 einen Wettbewerb ausgeschrieben – die Helsinki Energy Challenge. Eine internationale Jury hat nun aus mehr als 250 Einreichungen aus aller Welt vier Gewinner ausgewählt. Im erstplatzierten Team ist das ACR-Institut AEE – Institut für Nachhaltige Technologien (AEE INTEC) beteiligt.
Das Siegerprojekt HIVE schlägt eine Lösung für die Stadt Helsinki vor, die ein Ende der Kohleverbrennung bis 2028, keine Verbrennung von fossilen Brennstoffen über 2035 hinaus und eine Reduzierung der Nutzung von Biomasse auf 50 % des Bedarfs bis 2024 vorsieht. Diese Lösung, die sowohl auf bewährten als auch innovativen Lösungen basiert, sieht eine Kombination von Meerwasser-Wärmepumpen, Solarthermie, Elektrokesseln und Großwärmespeichern vor, um Fernwärme nachhaltig und effizient bereit zu stellen. Dieser Plan wird die Treibhausgasemissionen um 78 % reduzieren und entspricht damit den Zielen von Helsinki. Durch die Umsetzung über die nächsten 15 Jahren wird die lokale Wertschöpfung gesteigert und lokale Arbeitsplätze geschaffen.
Schreibt was!
Die IREBS Immobilienakademie schreibt zum achten Mal den Essay-Wettbewerb „Ideenpreis Immobilien für eine alternde Gesellschaft“ aus.
Also, liebe kreativen Köpfe, schreibt was und schickt es ein. Details zum Thema findet ihr hier. Bewerbungen für den „Ideenpreis Immobilien für eine alternde Gesellschaft“ können unter der E-Mail-Adresse ideenpreis@irebs.de eingereicht werden. Ich selbst habe schon öfters die Gewinnertexte in Medien übernommen, weil sie echt gut waren!
Strom vom ERSTE-Dach
Jetzt macht die ERSTE auch Strom. Also der Campus beim Hauptbahnhof. Am Dach produziert eine Photovoltaik-Anlage rund 250.000 kWh Strom pro Jahr. Das entspricht etwa dem Verbrauch von 125 Haushalten.
Erste Group/Daniel Hinterramskogler
Und wieder ein Stück Kunst:
Wie nennt sich das Kunstwerk? Wasserskultptur
Wo ist das? HTBLA Hallstatt
Von wem? KünstlerIn: Roman Signer , Architektur: riccione architekten
Ja, und warum?
Der Wasserskulptur für die HTBLA Hallstatt geht eine langjährige Beschäftigung des Künstlers mit dem Element Wasser voraus. Besonders in seinen Projekten für den öffentlichen Raum spielt Wasser immer wieder eine zentrale Rolle. In der Skulptur für Hallstatt wird die charakteristische Arbeitsweise Roman Signers deutlich: Elementare Kräfte werden untersucht und potenzielle Energien freigesetzt.
In einem Wasserbecken aus Beton ist ein Autoreifen so montiert, dass er knapp auf der Wasseroberfläche aufsetzt. Der Reifen wird durch einen Elektromotor betrieben. Durch die Bewegung entsteht eine Wasserfontäne, die längs über das Becken spritzt.
Mehr Bilder, mehr Infos? Hier.
Die Kombination von Kunst und Immobilien finde ich gewaltig – und unterschätzt! Kunst am Bau nennt sich das banal und hat mit Baustelle nichts zu tun. Und weil ich da aus dem Schwärmen gar nicht rauskomme, stelle ich im Rahmen einer Kooperation den immobranche-UserInnen hier regelmäßig Kunstwerke der Initiative BIG ART vor.
Foto: Andrew Phelps
Auch wenn die Schadenfreude so schön wäre: London bleibt die attraktivste Stadt in Europa für Immobilieninvestoren. Es folgen Berlin, Frankfurt, Paris und Amsterdam.
Quelle: EMEA Investor Intention Survey/CBRE
Reden hilft
Warum schaut der DC2 Turm denn bitte so aus? Warum ist er nicht wie ursprünglich geplant, ein mit dem DC 1 korrespondierendes Bauwerk? Ich verstand es nicht.
Heute hat mir Wolfdieter Jarisch in einem Webinar erklärt, warum. Und – obwohl ich ein sturer Schädel bin – ich kann es nachvollziehen.
Jarisch führte zwei Punkte an. Erstens, dass sich das Setting verändert habe, andere Türme dazu gekommen sind, und die Idee, dass DC 1 und 2 eine Art Eingangstor, eine Klammer bilden, nicht mehr funktioniere, weil ja rechts die Dabubes Flats 160 Meter in die Höhe ragen – 15 Meter weniger als der DC 2 bekommen soll.
Zweitens würden sich die Anforderungen an die Gebäude verändern. Die Glasfassade ist gerade für die Fallwinde in der „D-City“ (wie das Areal nun heißen soll) kontraproduktiv. Vollklimatisierte Büros mit geschlossenen Fenstern seien auch nicht mehr besonders beliebt. Ebenso führt Jarisch ins Treffen, dass sich viele Leute unwohl fühlen, wenn es neben ihrem Schreibtisch hunderte Meter runter gehe.
Vor dem Kern des DC 2, in dem sich Wohnungen und Büros befinden werden, seien daher rundumlaufende schmale Terrassenfelder geplant, die durch Glas-, Gitter oder Netzelementen geschützt sind. Diese zweite Haut dient als Sonnen und Windschutz.
Mein Resümee: Ich habe kapiert. Und nebenbei bemerkt, waren die weiteren News über Musikerwohnungen und den Bildungs- und Innovationscampus auch aufschlussreich.
Gemma zum Minus?
Also Handelsmarketing geht mich ja in diesem Blog eigentlich nichts an, aber ich muss es los werden: Wie dämlich ist bitte die Idee, Merkur in Billa Plus umzubenennen? Stecken da die gleichen Kreativlinge dahinter, wie bei Jet2Web oder Kaufhaus Österreich? Hier meine Prognose für REWE, ganz ohne Honorar: Wo plus, da minus. Da wird der “normale” Billa im Alltagssprachgebrauch huxtifluxti zum “Billa Minus” downgegradet werden.
Update: Ein Leser hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass „Billa minus“ möglicherweise schon für Penny reserviert ist. 😅
Online-Plattform für Finanzierung
Mit corefimatch ist jetzt in Deutschland eine Online-Plattform für die gewerbliche Immobilienfinanzierung an den Start gegangen, die Kreditnehmer mit Finanzierungsberatern verbindet. Auf der Plattform mit dabei sind Admodus, Apertus, Capcora, Neuwirth Finance, RECON und die youmex AG. In den nächsten Wochen werden weitere Finanzierungsexperten hinzukommen, um das bestehende Angebot zu erweitern. Mitgründer Daniel Rodriguez:
„Unsere Lösung verbindet Kapitalnehmer und –geber, also beispielsweise Banken, nicht direkt miteinander, sondern indirekt über unabhängige Finanzierungsspezialisten. In den Markt für gewerbliche Immobilienfinanzierung drängen immer mehr Player, so dass er immer heterogener und intransparenter wird. Die Finanzierungsspezialisten übernehmen hierbei eine wertvolle Rolle. Sie verbinden Angebot und Nachfragen miteinander.“
MITGRÜNDER DANIEL RODRIGUEZ
Alle aktuell sechs teilnehmenden Finanzierungsspezialisten stehen auf der Plattform im Wettbewerb und verfügen über Kontakte zu mehr als 500 aktiven Finanzierern im Markt, wie Banken, Versicherungen, Pensionskassen, Family Offices und Kreditfonds im deutschsprachigen Raum.
Neue Flächenformate
„Try before you buy“ sind neue Flächenformate, die in Deutschland statt Stefanel oder Kaufhof mieten. Heute hat Otto Immobilien bekannt gegeben, dass HypeNeedz in der Wiener Rauhensteingasse aufmacht – ein Geschäft, das bislang nur über Blogger und Instagram lief, dann in München einen „echten“ Standort wagte und nun auch in Wien 2nd-Hand-Sammlerstücke aus dem Mode zu unglaublichen Preisen weiterverkauft.
Mehr über neue Retailformate lesen Sie in dieser Online-Story.
Und wieder ein Stück Kunst:
Wie nennt sich das Kunstwerk? Gelatin „MYX“
Wo ist das? BRG/BORG Lessinggasse Wien, 2020
Von wem? KünstlerIn: Gelatin, Architektur: Burtscher-Durig Architekten
Ja, und warum? MYX ist eine dreidimensionale, farbkräftige Skulptur, die den Schülern und Schülerinnen ein Maskottchen zur Seite stellt. Als eine Art identitätsstiftendes Überwesen soll es die Jugendlichen begleiten und mit ihnen den Schulalltag bewältigen. Angesprochen werden sollen die Phantasie, der Humor und die Leichtigkeit, die es neben dem Lernen und Arbeiten braucht. Es steht auch für den Mut, Außergewöhnliches – über die „Norm-Maße“ hinaus – zu denken und zu schaffen und erlaubt einen spielerischen Zugang zu Mythologie, Literatur und deduktivem Denken. Der Titel MYX leitet sich vom Wort „Myxa“ (griech. „Schleim“) ab und spielt damit auf die Lehre von den Körpersäften an, in denen die Antike den Humor lokalisierte.
Mehr Bilder, mehr Infos? Hier.
Die Kombination von Kunst und Immobilien finde ich gewaltig – und unterschätzt! Kunst am Bau nennt sich das banal und hat mit Baustelle nichts zu tun. Und weil ich da aus dem Schwärmen gar nicht rauskomme, stelle ich im Rahmen einer Kooperation den immobranche-UserInnen hier regelmäßig Kunstwerke der Initiative BIG ART vor.
Foto: Manfred Seidl
Keine Inflation, keine Büros
Interessante Thesen von Privatbanker Willibald Katzenschlager in einem neuen Buch: Er erwartet deutlich mehr Pleiten, aber eine niedrigere Inflation. Hinsichtlich Immobilien glaubt Katzenschlager an eine Verschiebung von Hotel- und Gewerbeflächen und Luxuswohnungen zu leistbaren Wohnungen für Singles und Mindestsicherungsbezieher. Auch die Stadtränder gewinnen im Vergleich zur Innenstadt. Für Büros sieht er keine rosige Zukunft.
„Fest steht damit, dass die Corona-Krise dem klassischen Büro Bedeutung nimmt, was Folgen für die Immobilienmärkte und für das gesamte Ökosystem Stadt hat. Denn betroffen sind von diesem Wandel nicht nur Immobilien-Investoren, -Entwickler und -Besitzer, sondern wie schon gesagt auch innerstädtische Gastronomie-Betriebe sowie Shops, was wiederum Rückwirkungen auf die Immobilienpreise in diesem Sektor hat.“
Und was ist mit der Inflation? Vo der warnen ja die ersten, das Thema wird uns – so glaube ich – die nächsten Wochen beschäftigen. Katzenschlager nimmt aber die Angst vor der Geldentwertung. Er meint, dass das neue Geld nicht wie „Helikoptergeld“ in Umlauf kommt und deswegen nicht die Kaufkraft erhöht (ergo es zu keiner Entwertung kommt). Vielmehr gehe es an Unternehmen, die das gleiche wie immer tun, nur diesmal mit Hilfsgeld statt mit erwirtschafteten Mitteln. Ein höheres Arbeitslosengeld wäre sofort inflationswirksam gewesen, Hilfszahlungen an Unternehmen eben nicht im selben Ausmaß.

Willibald Katzenschlager ist Director Sales Trading & Capital Markets bei der Privatbank Liechtensteinische Landesbank Österreich. Das Buch (ISBN: 978-3-99001-514-8) ist in der edition a erschienen, hat 144 Seiten und kostet 18 Euro.
Catella baut mit Modulen
Am einen Ende der Baustelle der Seestadt mg+ (nein, nicht unsere Wiener Seestadt) wird noch abgerissen, am anderen Ende stehen schon die ersten Wohnungen, berichtet der Entwickler Catella Project Management. Wie schon aus der Überschrift ersichtlich, möglich wird das durch die Modulbauweise. Und das ist das bemerkenswerte, weil Catella und seine Tochterunternehmen, ist ja nicht irgendwer.
Bereits 110 Module sind gefertigt – ca. 3 Wohnungen werden so pro Tag fertig.
“Auf Basis der digitalen Planung wurde mit der Vorfertigung parallel zur Herstellung der Baugrube und Tiefgarage bereits begonnen. Die fertigen Module werden termingerecht im Südviertel angeliefert und können witterungsunabhängig, unter Einhaltung aller Corona bedingten Distanzregeln montiert werden. On top erfolgt die Installation geräusch- und schmutzreduziert, so dass die Anwohnerinnen und Bürgerinnen von Mönchengladbach kaum durch die Bauarbeiten gestört werden. Kein unnötig entstehender Abfall und deutlich weniger Baustellenverkehr sind die klaren Vorteile des Modulbaus, wovon letztendlich alle Beteiligten und Anwohner/Bürgerinnen profitieren“, meint Markus Richthammer (Vorstand Industrie der Firmengruppe Max Bögl) die Vorteile dieser Bauweise.
Tante Frida
Lust ein neues Hotelkonzept kennen zu lernen? Also, so viel verrät die Website von Tante Frida (Eder Collection in Maria Alm) noch nicht, aber ich finde allein die Website ist sehenswert. Gut gemacht!!
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Arbeiten und Wohnen
Megathema, und wegen der Pandemie noch aktueller: Die Kombination von Arbeit und Wohnen. Die ÖGNI hatte ja vor einem Jahr das eine Arbeitsgruppe gebildet. Jetzt gibt es einen Output dazu, ein Manifest. Hier zum Runterladen.
Aha, temporäres Wohnen bleibt ein Thema
Also, da habe ich mich verschätzt. Vor gut einem Jahr hatte ich den Markt für servicierte Apartments und für diese teuren Studentenwohnungen noch als Problemkinder des Virus‘ gesehen. Das scheint nun gar nicht so zu sein.
So titelt Thomas Beyerle von Catella Research heute in einem Newsletter: „Europaweiter Bedarf an Studentenapartments lockt Investoren“ und untermauert das mit (stets gut recherchierten) Zahlen:
Aktueller Spitzenreiter bei den Studierendenzahlen ist Deutschland (2.891.000), gefolgt von Frankreich (2.725.300) und UK (2.532.400).
Das Vereingte Königreich hat mit 22 % der höchsten Anteil an internationalen Studierenden. (Diese haben einen erhöhten Bedarf an Studentischem Wohnen, waren aber im COVID-19-Jahr auch am stärksten von Reisebeschränkungen betroffen.)
Die höchste Versorgungsquote mit Studentischem Wohnen hat UK (26 %), gefolgt von Dänemark (22 %) und Schweden (20 %). Italien (4 %) und Portugal (5 %) haben die niedrigsten Versorgungssquoten. Das Angebot deckt den Bedarf nicht.
Spitzenreiter bei gewerblichen Immobilientransaktionen im Segment Student Housing war 2019-2020 UK (96.250 Betten), der traditionell fungibelste Markt in Europa in diesem Segment, danach folgten mit großem Abstand Frankreich (9.000 Betten), Deutschland (6.100) und Spanien (5.700).
Mehr Daten von Catella finden Sie hier.
Stadtentwicklung: 1. Platz für Gleisdorfer Team
Wolfgang Amann hat mich auf folgendes aufmerksam gemacht: Österreich hat bei einer internationalen Challenge Platz 1 belegt.
Und zwar konkret hat das AEE Intec in Gleisdorf die Helsinki Energy Challenge gewonnen. Das sei ein ähnlicher Erfolg wie der Sieg des TU Wien Teams (Prof. Karin Stieldorf) beim Global Solar Decathlon vor mittlerweile 8 Jahren in Kalifornien, meint Wolfgang Amann.
Wer es genauer wissen will: Helsinki will bis 2035 CO2-neutral werden und damit eine der führenden Städte beim Übergang in eine nachhaltige Zukunft. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Stadt im Februar 2020 einen Wettbewerb ausgeschrieben – die Helsinki Energy Challenge. Eine internationale Jury hat nun aus mehr als 250 Einreichungen aus aller Welt vier Gewinner ausgewählt. Im erstplatzierten Team ist das ACR-Institut AEE – Institut für Nachhaltige Technologien (AEE INTEC) beteiligt.
Das Siegerprojekt HIVE schlägt eine Lösung für die Stadt Helsinki vor, die ein Ende der Kohleverbrennung bis 2028, keine Verbrennung von fossilen Brennstoffen über 2035 hinaus und eine Reduzierung der Nutzung von Biomasse auf 50 % des Bedarfs bis 2024 vorsieht. Diese Lösung, die sowohl auf bewährten als auch innovativen Lösungen basiert, sieht eine Kombination von Meerwasser-Wärmepumpen, Solarthermie, Elektrokesseln und Großwärmespeichern vor, um Fernwärme nachhaltig und effizient bereit zu stellen. Dieser Plan wird die Treibhausgasemissionen um 78 % reduzieren und entspricht damit den Zielen von Helsinki. Durch die Umsetzung über die nächsten 15 Jahren wird die lokale Wertschöpfung gesteigert und lokale Arbeitsplätze geschaffen.
Schreibt was!
Die IREBS Immobilienakademie schreibt zum achten Mal den Essay-Wettbewerb „Ideenpreis Immobilien für eine alternde Gesellschaft“ aus.
Also, liebe kreativen Köpfe, schreibt was und schickt es ein. Details zum Thema findet ihr hier. Bewerbungen für den „Ideenpreis Immobilien für eine alternde Gesellschaft“ können unter der E-Mail-Adresse ideenpreis@irebs.de eingereicht werden. Ich selbst habe schon öfters die Gewinnertexte in Medien übernommen, weil sie echt gut waren!
Strom vom ERSTE-Dach
Jetzt macht die ERSTE auch Strom. Also der Campus beim Hauptbahnhof. Am Dach produziert eine Photovoltaik-Anlage rund 250.000 kWh Strom pro Jahr. Das entspricht etwa dem Verbrauch von 125 Haushalten.
Erste Group/Daniel Hinterramskogler
Und wieder ein Stück Kunst:
Wie nennt sich das Kunstwerk? Wasserskultptur
Wo ist das? HTBLA Hallstatt
Von wem? KünstlerIn: Roman Signer , Architektur: riccione architekten
Ja, und warum?
Der Wasserskulptur für die HTBLA Hallstatt geht eine langjährige Beschäftigung des Künstlers mit dem Element Wasser voraus. Besonders in seinen Projekten für den öffentlichen Raum spielt Wasser immer wieder eine zentrale Rolle. In der Skulptur für Hallstatt wird die charakteristische Arbeitsweise Roman Signers deutlich: Elementare Kräfte werden untersucht und potenzielle Energien freigesetzt.
In einem Wasserbecken aus Beton ist ein Autoreifen so montiert, dass er knapp auf der Wasseroberfläche aufsetzt. Der Reifen wird durch einen Elektromotor betrieben. Durch die Bewegung entsteht eine Wasserfontäne, die längs über das Becken spritzt.
Mehr Bilder, mehr Infos? Hier.
Die Kombination von Kunst und Immobilien finde ich gewaltig – und unterschätzt! Kunst am Bau nennt sich das banal und hat mit Baustelle nichts zu tun. Und weil ich da aus dem Schwärmen gar nicht rauskomme, stelle ich im Rahmen einer Kooperation den immobranche-UserInnen hier regelmäßig Kunstwerke der Initiative BIG ART vor.
Foto: Andrew Phelps
Auch wenn die Schadenfreude so schön wäre: London bleibt die attraktivste Stadt in Europa für Immobilieninvestoren. Es folgen Berlin, Frankfurt, Paris und Amsterdam.
Quelle: EMEA Investor Intention Survey/CBRE
Reden hilft
Warum schaut der DC2 Turm denn bitte so aus? Warum ist er nicht wie ursprünglich geplant, ein mit dem DC 1 korrespondierendes Bauwerk? Ich verstand es nicht.
Heute hat mir Wolfdieter Jarisch in einem Webinar erklärt, warum. Und – obwohl ich ein sturer Schädel bin – ich kann es nachvollziehen.
Jarisch führte zwei Punkte an. Erstens, dass sich das Setting verändert habe, andere Türme dazu gekommen sind, und die Idee, dass DC 1 und 2 eine Art Eingangstor, eine Klammer bilden, nicht mehr funktioniere, weil ja rechts die Dabubes Flats 160 Meter in die Höhe ragen – 15 Meter weniger als der DC 2 bekommen soll.
Zweitens würden sich die Anforderungen an die Gebäude verändern. Die Glasfassade ist gerade für die Fallwinde in der „D-City“ (wie das Areal nun heißen soll) kontraproduktiv. Vollklimatisierte Büros mit geschlossenen Fenstern seien auch nicht mehr besonders beliebt. Ebenso führt Jarisch ins Treffen, dass sich viele Leute unwohl fühlen, wenn es neben ihrem Schreibtisch hunderte Meter runter gehe.
Vor dem Kern des DC 2, in dem sich Wohnungen und Büros befinden werden, seien daher rundumlaufende schmale Terrassenfelder geplant, die durch Glas-, Gitter oder Netzelementen geschützt sind. Diese zweite Haut dient als Sonnen und Windschutz.
Mein Resümee: Ich habe kapiert. Und nebenbei bemerkt, waren die weiteren News über Musikerwohnungen und den Bildungs- und Innovationscampus auch aufschlussreich.
Gemma zum Minus?
Also Handelsmarketing geht mich ja in diesem Blog eigentlich nichts an, aber ich muss es los werden: Wie dämlich ist bitte die Idee, Merkur in Billa Plus umzubenennen? Stecken da die gleichen Kreativlinge dahinter, wie bei Jet2Web oder Kaufhaus Österreich? Hier meine Prognose für REWE, ganz ohne Honorar: Wo plus, da minus. Da wird der “normale” Billa im Alltagssprachgebrauch huxtifluxti zum “Billa Minus” downgegradet werden.
Update: Ein Leser hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass „Billa minus“ möglicherweise schon für Penny reserviert ist. 😅
Online-Plattform für Finanzierung
Mit corefimatch ist jetzt in Deutschland eine Online-Plattform für die gewerbliche Immobilienfinanzierung an den Start gegangen, die Kreditnehmer mit Finanzierungsberatern verbindet. Auf der Plattform mit dabei sind Admodus, Apertus, Capcora, Neuwirth Finance, RECON und die youmex AG. In den nächsten Wochen werden weitere Finanzierungsexperten hinzukommen, um das bestehende Angebot zu erweitern. Mitgründer Daniel Rodriguez:
„Unsere Lösung verbindet Kapitalnehmer und –geber, also beispielsweise Banken, nicht direkt miteinander, sondern indirekt über unabhängige Finanzierungsspezialisten. In den Markt für gewerbliche Immobilienfinanzierung drängen immer mehr Player, so dass er immer heterogener und intransparenter wird. Die Finanzierungsspezialisten übernehmen hierbei eine wertvolle Rolle. Sie verbinden Angebot und Nachfragen miteinander.“
MITGRÜNDER DANIEL RODRIGUEZ
Alle aktuell sechs teilnehmenden Finanzierungsspezialisten stehen auf der Plattform im Wettbewerb und verfügen über Kontakte zu mehr als 500 aktiven Finanzierern im Markt, wie Banken, Versicherungen, Pensionskassen, Family Offices und Kreditfonds im deutschsprachigen Raum.
Neue Flächenformate
„Try before you buy“ sind neue Flächenformate, die in Deutschland statt Stefanel oder Kaufhof mieten. Heute hat Otto Immobilien bekannt gegeben, dass HypeNeedz in der Wiener Rauhensteingasse aufmacht – ein Geschäft, das bislang nur über Blogger und Instagram lief, dann in München einen „echten“ Standort wagte und nun auch in Wien 2nd-Hand-Sammlerstücke aus dem Mode zu unglaublichen Preisen weiterverkauft.
Mehr über neue Retailformate lesen Sie in dieser Online-Story.
Und wieder ein Stück Kunst:
Wie nennt sich das Kunstwerk? Gelatin „MYX“
Wo ist das? BRG/BORG Lessinggasse Wien, 2020
Von wem? KünstlerIn: Gelatin, Architektur: Burtscher-Durig Architekten
Ja, und warum? MYX ist eine dreidimensionale, farbkräftige Skulptur, die den Schülern und Schülerinnen ein Maskottchen zur Seite stellt. Als eine Art identitätsstiftendes Überwesen soll es die Jugendlichen begleiten und mit ihnen den Schulalltag bewältigen. Angesprochen werden sollen die Phantasie, der Humor und die Leichtigkeit, die es neben dem Lernen und Arbeiten braucht. Es steht auch für den Mut, Außergewöhnliches – über die „Norm-Maße“ hinaus – zu denken und zu schaffen und erlaubt einen spielerischen Zugang zu Mythologie, Literatur und deduktivem Denken. Der Titel MYX leitet sich vom Wort „Myxa“ (griech. „Schleim“) ab und spielt damit auf die Lehre von den Körpersäften an, in denen die Antike den Humor lokalisierte.
Mehr Bilder, mehr Infos? Hier.
Die Kombination von Kunst und Immobilien finde ich gewaltig – und unterschätzt! Kunst am Bau nennt sich das banal und hat mit Baustelle nichts zu tun. Und weil ich da aus dem Schwärmen gar nicht rauskomme, stelle ich im Rahmen einer Kooperation den immobranche-UserInnen hier regelmäßig Kunstwerke der Initiative BIG ART vor.
Foto: Manfred Seidl
Keine Inflation, keine Büros
Interessante Thesen von Privatbanker Willibald Katzenschlager in einem neuen Buch: Er erwartet deutlich mehr Pleiten, aber eine niedrigere Inflation. Hinsichtlich Immobilien glaubt Katzenschlager an eine Verschiebung von Hotel- und Gewerbeflächen und Luxuswohnungen zu leistbaren Wohnungen für Singles und Mindestsicherungsbezieher. Auch die Stadtränder gewinnen im Vergleich zur Innenstadt. Für Büros sieht er keine rosige Zukunft.
„Fest steht damit, dass die Corona-Krise dem klassischen Büro Bedeutung nimmt, was Folgen für die Immobilienmärkte und für das gesamte Ökosystem Stadt hat. Denn betroffen sind von diesem Wandel nicht nur Immobilien-Investoren, -Entwickler und -Besitzer, sondern wie schon gesagt auch innerstädtische Gastronomie-Betriebe sowie Shops, was wiederum Rückwirkungen auf die Immobilienpreise in diesem Sektor hat.“
Und was ist mit der Inflation? Vo der warnen ja die ersten, das Thema wird uns – so glaube ich – die nächsten Wochen beschäftigen. Katzenschlager nimmt aber die Angst vor der Geldentwertung. Er meint, dass das neue Geld nicht wie „Helikoptergeld“ in Umlauf kommt und deswegen nicht die Kaufkraft erhöht (ergo es zu keiner Entwertung kommt). Vielmehr gehe es an Unternehmen, die das gleiche wie immer tun, nur diesmal mit Hilfsgeld statt mit erwirtschafteten Mitteln. Ein höheres Arbeitslosengeld wäre sofort inflationswirksam gewesen, Hilfszahlungen an Unternehmen eben nicht im selben Ausmaß.

Willibald Katzenschlager ist Director Sales Trading & Capital Markets bei der Privatbank Liechtensteinische Landesbank Österreich. Das Buch (ISBN: 978-3-99001-514-8) ist in der edition a erschienen, hat 144 Seiten und kostet 18 Euro.
Catella baut mit Modulen
Am einen Ende der Baustelle der Seestadt mg+ (nein, nicht unsere Wiener Seestadt) wird noch abgerissen, am anderen Ende stehen schon die ersten Wohnungen, berichtet der Entwickler Catella Project Management. Wie schon aus der Überschrift ersichtlich, möglich wird das durch die Modulbauweise. Und das ist das bemerkenswerte, weil Catella und seine Tochterunternehmen, ist ja nicht irgendwer.
Bereits 110 Module sind gefertigt – ca. 3 Wohnungen werden so pro Tag fertig.
“Auf Basis der digitalen Planung wurde mit der Vorfertigung parallel zur Herstellung der Baugrube und Tiefgarage bereits begonnen. Die fertigen Module werden termingerecht im Südviertel angeliefert und können witterungsunabhängig, unter Einhaltung aller Corona bedingten Distanzregeln montiert werden. On top erfolgt die Installation geräusch- und schmutzreduziert, so dass die Anwohnerinnen und Bürgerinnen von Mönchengladbach kaum durch die Bauarbeiten gestört werden. Kein unnötig entstehender Abfall und deutlich weniger Baustellenverkehr sind die klaren Vorteile des Modulbaus, wovon letztendlich alle Beteiligten und Anwohner/Bürgerinnen profitieren“, meint Markus Richthammer (Vorstand Industrie der Firmengruppe Max Bögl) die Vorteile dieser Bauweise.
Tante Frida
Lust ein neues Hotelkonzept kennen zu lernen? Also, so viel verrät die Website von Tante Frida (Eder Collection in Maria Alm) noch nicht, aber ich finde allein die Website ist sehenswert. Gut gemacht!!
