Wohnungskäufe legen zu
Laut Deloitte Property Index stiegen die Wohnungskäufe in Österreich 2025 um 18 %, der stärkste Anstieg seit über einem Jahrzehnt. Die Baubewilligungen fielen zugleich auf den niedrigsten Stand seit 2010, Neubauwohnungen kosten im Schnitt 5.199 Euro pro m², in Wien 6.711 Euro.
Comeback der Anlagewohnung
Beim Pressefrühstück von PREMIUM-LIVING.COM war die Rückkehr der Anlagewohnung Thema. 2025 wurden rund 20 % mehr Wohnungen verkauft als 2024, das Volumen neuer Wohnbaukredite stieg laut Oesterreichischer Nationalbank von 10,4 Mrd. Euro (2023) auf 16,8 Mrd. Euro (2025).
Ackerland wird teurer
Der Agrar-Marktbericht von Colliers meldet für Deutschland einen Preisanstieg bei Ackerland von rund 30 % seit 2020, im Schnitt 40.500 Euro je Hektar. Die gehandelte Fläche sank seit 2015 um 34 %, das Transaktionsvolumen erreichte 2024 mit 3,1 Mrd. Euro ein Zehnjahreshoch.
225 Mio. Euro für Glasfaser
Die öGIG hat eine Finanzierungsrunde über 225 Mio. Euro abgeschlossen, 75 Mio. Euro kommen von der Europäischen Investitionsbank. Das Geld fließt in den Ausbau offener Glasfasernetze in sechs Bundesländern und ist die erste Fremdkapitalfinanzierung der Gesellschaft.
Berlin Hyp Trendbarometer
Bei der Umfrage der Berlin Hyp unter mehr als 600 Immobilienprofis erwarten 35 % eine abwartende und 32 % eine schwache Marktentwicklung. 26 % sehen Deutschlands Stärke bei risikoarmen Core-Investments, bei Infrastrukturprojekten wiegen regulatorische Vorgaben am schwersten.
Rechenzentren und Genehmigungen
Beim CMS Business Breakfast wurden Netzanschluss und UVP-Pflicht als Hürden für Rechenzentren in Österreich genannt. Geplant ist eine UVP-Pflicht ab 100 MW Anschlussleistung, die Länder legen die Regeln bisher unterschiedlich aus, etwa bei den Projekten in Kronstorf und Leopoldsdorf.
Mieten in deutschen Metropolen
Der Deloitte Property Index meldet für Hamburg ein Mietplus von 23,6 %, für Frankfurt 14,6 % und für München 11,5 %. Die Fertigstellung neuer Wohnungen in Deutschland sank um 17,9 %, Deloitte spricht von einem strukturellen Angebotsdefizit.
Neue Regeln für Kurzzeitvermietung
Das Wiener Parlament hat das Kurzzeitvermietungsregistergesetz beschlossen, es tritt am 1. Jänner 2027 in Kraft. Die Änderung der Bauordnung erweitert die Beschränkungen auf Bereiche außerhalb von Wohnzonen und definiert Hotels neu.
Klimarisiko und Versicherung
Laut Wüest Partner könnte die Zahl unzureichend versicherter Gebäude in Risikolagen in Deutschland bis 2080 um 70 % auf rund 2,5 Millionen steigen. Haupttreiber ist Starkregen, besonders betroffen sind die Nordseeküste und der bayerische Alpenrand.
Einfacher bauen mit Gebäudetyp E
Die ARGE Eigenheim Niederösterreich hat in München Pilotprojekte zum Gebäudetyp E besichtigt, dort wurden Baukosteneinsparungen von 11 bis 16 % erzielt. In Niederösterreich ist ein eigenes Pilotprojekt geplant, dazu soll ein Wohnbauforschungsprojekt die rechtlichen Fragen klären.