CBRE hat einen Report zu der Bedeutung der Kennzahl der Investitionskosten im Pflegeimmobilienmarkt in Deutschland veröffentlicht. Nach dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung wird im Vergleich zu 2015 die Anzahl an Pflegebedürftigen bis 2030 um 27 Prozent auf 3,62 Millionen Menschen und bis 2060 sogar um 70 Prozent auf 4,82 Millionen Menschen steigen, heißt es auch in dem Report zum Thema von Cushman & Wakefield. Beide Berichte sind ein guter Input für den noch unterentwickelten Markt in Österreich.
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EXPO REAL beflügelt Immobilienklima nicht
Zum Auftakt des vierten Quartals bleibt die Experteneinschätzung in der Befragung zum 130. Deutsche Hypo Immobilienklima nahezu unverändert: Es liegt im Oktober – nach einem minimalen Rückgang um 0,6 Prozent – jetzt bei 125 Zählerpunkten. Die diesjährige EXPO REAL, die von einem Teilnehmer- und Besucherrekord und insgesamt guter Stimmung geprägt gewesen ist, hat das Immobilienklima somit nicht positiv beeinflusst. Bemerkenswert ist, dass sich die beiden Teilindizes durchaus unterschiedlich entwickelt haben. Während das Investmentklima mit einem Plus von 0,1 Prozent quasi stagniert, verlor das Ertragsklima 1,3 Prozent. Das Investmentklima liegt aktuell somit bei 125,7 Zählerpunkten und das Ertragsklima bei 124,3 Zählerpunkten.
Digitalisierung am Kongress
Digitalisation (5G, IoT, ML, AI, Big Data, ect) und Immobilienbetrieb: 5G vernetzt alles auch im Gebäude, damit wird Service on Demand und der WOW Effekt möglich, aber auch andere Technologien bieten viele Lösungen und rechnen sich schon heute. Der erste tag des heurigen FM Kongresses widmet sich ganz dem Thema, es sprechen unter anderem:
- Jan Tionow CEO Hutchison
- Herwig Teufelsdorfer, COO BUWOG (AUT)
- DI Wolfgang Gleisner MD BIG (AUT)
- Nancy Sanquist VP Planon (USA)
Hier gibt es das gesamte Programm und die Anmeldemöglichkeit zum 11.IFM-Kongress 2018.
Drooms mit Blockchain
Erst war der Datenraum, dann der virtuelle Datenraum und jetzt kommt der Blockchain-Datenraum. Drooms setzt die Technologie für die langfristige und sicher Archivierung von Transaktionsdaten ein, wie es heute verkündete.
„Während bislang nach Abschluss einer Transaktion alle Daten auf physischen Datenträgern verwahrt werden, lassen sich diese nun im virtuellen Datenraum Drooms NXG mit Blockchain-Absicherung archivieren“, heißt es.
Wimdu wird eingestellt

Neue Proptechs sprießen wie Schwammerl aus dem Boden, andere sperrech schon wieder zu. Der Ferienhausvermittler Wimdu zum Beispiel. Rocket Internet hatte Wimdu 2010 gegründet – und offenbar haben die Samwer-Brüder (jaja, das sind die mit Zalando) kein erfolgreiches Händchen mit Immobilien-Dingen. Schon mit dem Makler-Start-Up Vendomo sind sie trotz Medienhypes grandios gescheitert. Und nun also auch Wimdu. Wobei: Rocket hat Wimdu schon längst abgestoßen und an Novasol verkauft, die wiederum verscherbelten es Anfang des Jahres an Platinum Equity.
Amazon beteiligt sich an Hausbauer
Amazon beteiligt sich dem Modul-Hausbau-Unternehmen Prefab Plant. Mehr dazu hier: https://www.digitaltrends.com/home/amazon-alexa-fund-plant-prefab-investment/.
Bestellerprinzip für den Kauf und die Deckelung der Honorar
So soll das Bestellerprinzip für den Kauf aussehen.
Lage, Lage, Ausblick
An gute Grundstücke zu kommen, das ist wohl derzeit das Schwierigste für Bauträger in Wien. Verzweiflung macht sich langsam breit, was die Befüllung der weiteren Pipeline betrifft. Aktuell gibt es zumindest noch gute Lagen, wie das Projekt Bellevue Sonnleiten von SEESTE etwa zeigt. Im Hang, oben über der Krottenbachstraße, hat sich das Unternehmen ein Filetstückerl gesichert und errichtet hier nun der Lage angemessene Wohnungen. Das Wort Exklusivität ist für Johanna Seeber, Geschäftsführerin der SEESTE, eigentlich zu abgedroschen, es trifft aber durchaus zu. Große Räume, etwas mutigere Architektur und selbst im EG eine Wahnsinnsaussicht: der Blick über Döbling wird vom Kahlenberg, Leopoldsberg und Hermannskogel eingerahmt. Beim Spatenstich gestern bedankte sich Architekt Ernst Unterluggauer von uma, artig und gleichermaßen demütig: „Hier wurde uns der Druck von Anfang an genommen, dass wir alles bis aufs Letzte ausreizen. Das ist nicht überall so.“ Dementsprechend sind auch nur 10 oder 11 Einheiten geplant. Unterluggauer ganz ehrlich:
„Üblicherweise bringen wir bei so einem Projekt 38 Wohnungen unter und die meisten davon haben kein Licht.“
Das ganze hat freilich auch seinen Preis. Für die kleinste Wohnung mit rund 67 Quadratmeter darf man 650.000 Euro überweisen. Dafür bekommt der zukünftige Eigentümer beste Ausstattung und sogar Kunst, die noch in das Haus integriert werden soll. Bei weitem nicht so elegant kommen da die beiden benachbarten Bauprojekte daher: Eines von der SÜBA, das andere Breiteneder Immobilien. Dennoch, die Lage im 19. bzw. der Markt rechtfertigen schmalzige Quadratmeterpreise auch bei diesen Projekten. Und der Verkauf läuft gut. Bleibt abzuwarten, was passiert, wenn die Grundstücke noch knapper werden und wann das Ende der Preissensibilität kommt.
Foto: Cordes Werbeconsulting GmbH
Kettenbruck – die virtuelle Blockchain-Gemeinde

Werden Sie Einwohner von Kettenbruck! Das ist ein rein virtuelle Gemeinde, die man unter www.kettenbruck.at besuchen kann, und in dem man die unterschiedlichsten Anwendungen von Blockchains verstehen lernt und andere digitale Verwaltungsszenarien sieht. Super gemacht, finde ich. Das Ganze ist ein Projekt des Bundesrechenzentrums, gemeinsam mit einigen Projektpartnern (z.B. SAP, Cisco, Stadt Wien), die die einzelnen Sub-Projekte wie Digital Construction oder digitale Essensmarke dann weiter bearbeiten bzw. vielleicht sogar ausführen.
Das wird wieder spannend! Am 28. November 2018 findet die zweite FUTURE:PropTech in Wien statt, und seit letztem Jahr hat sich viel getan!
„Die Balance zwischen Theorie auf der Hauptbühne und Praxis in den Pitchboxen ist wichtig für den inhaltlichen Spannungsbogen der Konferenz. Das fachkundige Publikum hat somit reichlich Gesprächsstoff und das Netzwerken geht fast von alleine“, meint Ferdinand Dietrich, vom Veranstalter apti und Co-Founder von StoreMe.
Speaker werden u.a. sein:
- Achim Jedelsky, Leiter Processes/IT bei Daimler Real Estate
- Sebastian Kohts, Director Business Development von Wiredscore
- Thomas Herr EMEA Head of Digital Innovation bei CBRE
- Martin Bittner, Partner von Acccoi Partners
- Or Perelman Co-Founder und COO von ChromaWay
- Brendan Wallace, Co-Founder und Managing Partner von Fifth Wall
- Taylor Wescoatt, Product Expert für Seedcamp
apti rechnet mit über 400 Teilnehmern, Details gibts hier.
Familien im Zirkus, 45.000 Euro für einen guten Zweck
EHL lud Familien in den Zirkus Roncalli ein und schaffte es in der Benefizvorstellung einen Erlös von 45.000 Euro an den Verein CONCORDIA Sozialprojekte zu spenden. Ganz großartige Sache, wie auch das Immoflash Video zeigt.
Ohne ordentlichem Team, kein Digitalisierungserfolg
Man braucht die richtigen Leute, sonst bringt die Digitalisierung gar nichts
Zweite Nische: Studenten neben Senioren
Das Unternehmen Silver Living hat sich ja einen Namen gemacht, als Experte für betreutes Senioren-Wohnen. Jetzt hat man eine weitere Zielgruppe entdeckt – altersmäßig am anderen Ende der Skala: Studenten. In der Grazer Moserhofgasse investiert Silver Living gemeinsam mit dem Projektpartner ÖKO-Wohnbau SAW GmbH fast 31 Mio. Euro, um Mikrowohnungen für rund 220 Studierende zu bauen.
„Die Entwicklung der letzten Jahre in Österreich zeigt, dass Studentenwohnheime eindeutig im Trend liegen und nicht nur bei Studienanfängern, sondern auch bei Investoren als neue Assetklasse gefragt sind“
erklären unisono Walter Eichinger, Geschäftsführer vom Projektentwickler Silver Living GmbH, und Mag. Wolfgang P. Stabauer, Geschäftsführer der ÖKO-Wohnbau SAW GmbH.
Foto: Silver Living/www.sehorst.com
SO/ statt Sofitel Vienna: Ich kapier‘ es nicht
Ach, ich versuche es wirklich zu verstehen, allein, es gelingt mir nicht. Nun ist es offiziell eröffnet, das umgebaute Sofitel Vienna, das nun ein SO/ Hotel ist. Ich hatte das vor einem halben Jahr bereits erwähnt, aber dass es so wird, naja, das habe ich im Detail auch noch nicht gewusst.
Also, was es sein soll: ein „verspieltes, aber auch bewusst rebellisches Verständnis von Luxushotellerie“. Hm. Klingt wie aus einer Persiflage eines Marketingkonzepts. Ebenso die Zielgruppe der mit „edgy Designs“ ausgestatteten Revitalisierung: „Socializer aus aller Welt“. Nächster Gag: „Auch DAS LOFT, seit Jahren eine feste Größe in der Wiener Foodie-Szene …“ – ich mein, das kann doch nicht ernst gemeint sein, oder?
Auch ob bei der Namenswahl irgendwer an Suchmaschinen-Optimierung gedacht hat – ich weiß es nicht. Kann ja jeder selbst googlen, was bei „SO/“ rauskommt. Immerhin, das ausgesprochen unangebrachte, weil komplett falsche „Stephansdom“ ist aus dem Hotelnamen verschwunden.
Und sonst gibt es auch noch Hoffnungsschimmer. Ein neuer Chef de Cuisine versucht sein Glück in dem Lokal unter der Pippilotti-Rist Installation, es hat schon so viele Köche gesehen, da wäre es doch an der Zeit einmal einen länger zu binden. Sehr sinnvoll erscheint es, das Erdgeschoß mit einer Bar auszustatten. Das ist geschehen.
Also, wer sich selbst eine Meinung bilden will, der geht halt mal hin. Schaut sich an, ob die dezenten Farbakzenten die psychotische Monotonie der schwarz-oder-grau-oder-weiß-Idee von Jean Nouvell aufbrechen können. Oder besucht die Website, auf der unter anderem ein Zitat über das „avantgardistische Meisterwerk“ zu lesen ist. Es stammt – und auch das zitiere ich wörtlich – vom „Generaldirektor“. Jetzt bin ich mir nicht sicher, aber irgendwie geht der Trend doch wo anders hin, oder?
Fotos: Abaca Corporate/Didier Delmas
Placemaking als Immobilienjob
Jonathan Doughty hat einen interessanten Job, der – wie ich finde – wegweisend ist. Er ist neu bei der ECE für den Bereich Placemaking zuständig. Darunter versteht man die Schaffung von Freizeit- und Erlebnisorten. In seiner neuen Rolle soll er wesentlich dazu beitragen, die Non-Retail-Aktivitäten der ECE für ihr gesamtes Portfolio effektiver zu planen, zu integrieren und durchzuführen. Dazu zählen Sport-, Freizeit- und Entertainmentangebote wie Kinos, Bowlingcenter, Kletterwände, Sportflächen oder Trampolinhallen, die für noch mehr Entertainment und Erlebnischarakter in den Centern sorgen und diese, zusammen mit dem Gastronomieangebot, noch stärker als Orte zum Shoppen, Essen, Erleben und zur Freizeitgestaltung etablieren sollen. Klare Richtung: mehr Third Places, mehr Mischung aus öffentlichem Raum und EKZ oder auch Büro, mehr inhaltliches Programm für Immobilien. Spannend!
Foto: ECE

