Trumps umstrittener Wiederaufbauplan für Gaza wurde nun in einem von der Washington Post veröffentlichten Dokument konkreter.
Über Netanjahus Idee, Gaza mit einer Zugstrecke nach Saudi Arabien wieder aufzubauen hatte ich in diesem Blog kurz im Mai 2025 berichtet. Das war schon schräg, mittlerweile bombardiert er ja schon Katar.
In einem internen Papier, das der Washington Post vorliegt, entwirft Donald Trump Gaza nicht als humanitäres Projekt, sondern als künftige Luxusmeile mit Yachthäfen, künstlichen Inseln und Smart Cities. Der Name für das Ganze: „Riviera des Nahen Ostens“.
Das Konzept sieht vor, dass ein US‑Treuhandfonds namens GREAT Trust den Gazastreifen für rund zehn Jahre verwaltet, bevor eine „reformierte“ palästinensische Selbstverwaltung übernehmen könnte. In dieser Zeit sollen nicht nur zerstörte Gebäude ersetzt, sondern völlig neue urbane Strukturen geschaffen werden: KI‑gestützte Verwaltung, Industrie- und Technologiezentren, Resorts für zahlungskräftige Gäste. Finanziert werden soll das überwiegend durch privates Kapital, ergänzt um staatliche Zuschüsse – ohne direkte US‑Bundesmittel.
Besonders umstritten ist der Umgang mit der Bevölkerung. Etwa zwei Millionen Palästinenser sollen das Gebiet „freiwillig“ verlassen, gelockt durch Bargeld, Mietzuschüsse und Lebensmittelhilfe. Landrechte würden in digitale Token umgewandelt, die sich gegen Wohnungen in den geplanten Städten oder gegen Geld eintauschen ließen. Kritiker sprechen von einer faktischen Enteignung und warnen vor einer dauerhaften Vertreibung, während Menschenrechtsorganisationen den Plan als völkerrechtswidrig und als Versuch einer ethnischen Säuberung bezeichnen.