Architektur aus Österreich in Afrika und Asien 1955–1989
Die Ausstellung „Global – Neutral“ folgt den
Spuren österreichischer Architekt*innen, die zwischen 1955 und 1989 in
afrikanischen und asiatischen Ländern tätig
Veranstaltungsdetails
Architektur aus Österreich in Afrika und Asien 1955–1989
Die Ausstellung „Global – Neutral“ folgt den
Spuren österreichischer Architekt*innen, die zwischen 1955 und 1989 in
afrikanischen und asiatischen Ländern tätig waren – in einer Zeit
weltpolitischer Umbrüche, in der viele Staaten ihre Unabhängigkeit von
Kolonialmächten erlangten und internationale Kooperationen vom Kalten
Krieg geprägt waren.
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts
rückte Architektur zunehmend in einen globalen Zusammenhang. Politische
Umbrüche und neue Allianzen veränderten die Welt – viele neu gegründete
Staaten in Asien und Afrika wurden zu wichtigen Schauplätzen
internationaler Architektur- und Städtebauprojekte. Dabei spiegelten
Architektur und Stadtplanung auch politische Haltungen in einer neu
entstehenden Weltordnung wider. Österreichische Architektinnen agierten
in diesem Zusammenhang aus einer besonderen Position heraus: Aufgrund
der politischen Neutralität ihres Landes traten sie nicht als
Vertreterinnen eines ideologischen Blocks auf, sondern als scheinbar
unabhängige Partner*innen ohne koloniale Vergangenheit. Doch auch ihre
Projekte – unter anderem in Ländern wie Burkina Faso, Indien, Iran,
Irak, Kuwait, Nepal oder Tansania – waren in politische, wirtschaftliche
und kulturelle Interessen verwoben: Sie waren Teil von
Entwicklungsprogrammen, dienten als Symbole diplomatischer Annäherung
und waren Schauplätze transnationaler Zusammenarbeit.
Pläne,
Fotografien und Modelle aus der umfangreichen Sammlung des Az W machen
diese vielschichtigen Verbindungen sichtbar. Anhand realisierter und
geplanter Projekte von rund 25 österreichischen Architekt*innen,
darunter Carl Auböck, Djamshid Farassat, Eugen Gross, Eva Mang-Frimmel
und Karl Mang, Norbert Heltschl, Hans Hollein, Helene Koller-Buchwieser,
Shahrzad Seradj- Kraupp, Hannes Lintl, Carl Pruscha, Roland Rainer und
Anton Schweighofer, eröffnet die Ausstellung „Global – Neutral“ neue
Perspektiven auf österreichische Architektur im Spannungsfeld von
Politik, Kultur und Globalisierung.
Global – Neutral
12Mai17:0018:00Global – NeutralKuratorinnenführung
Veranstaltungsdetails
Architektur aus Österreich in Afrika und Asien 1955–1989
Die Ausstellung „Global – Neutral“ folgt den
Spuren österreichischer Architekt*innen, die zwischen 1955 und 1989 in
afrikanischen und asiatischen Ländern tätig waren – in einer Zeit
weltpolitischer Umbrüche, in der viele Staaten ihre Unabhängigkeit von
Kolonialmächten erlangten und internationale Kooperationen vom Kalten
Krieg geprägt waren.
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts
rückte Architektur zunehmend in einen globalen Zusammenhang. Politische
Umbrüche und neue Allianzen veränderten die Welt – viele neu gegründete
Staaten in Asien und Afrika wurden zu wichtigen Schauplätzen
internationaler Architektur- und Städtebauprojekte. Dabei spiegelten
Architektur und Stadtplanung auch politische Haltungen in einer neu
entstehenden Weltordnung wider. Österreichische Architektinnen agierten
in diesem Zusammenhang aus einer besonderen Position heraus: Aufgrund
der politischen Neutralität ihres Landes traten sie nicht als
Vertreterinnen eines ideologischen Blocks auf, sondern als scheinbar
unabhängige Partner*innen ohne koloniale Vergangenheit. Doch auch ihre
Projekte – unter anderem in Ländern wie Burkina Faso, Indien, Iran,
Irak, Kuwait, Nepal oder Tansania – waren in politische, wirtschaftliche
und kulturelle Interessen verwoben: Sie waren Teil von
Entwicklungsprogrammen, dienten als Symbole diplomatischer Annäherung
und waren Schauplätze transnationaler Zusammenarbeit.
Pläne,
Fotografien und Modelle aus der umfangreichen Sammlung des Az W machen
diese vielschichtigen Verbindungen sichtbar. Anhand realisierter und
geplanter Projekte von rund 25 österreichischen Architekt*innen,
darunter Carl Auböck, Djamshid Farassat, Eugen Gross, Eva Mang-Frimmel
und Karl Mang, Norbert Heltschl, Hans Hollein, Helene Koller-Buchwieser,
Shahrzad Seradj- Kraupp, Hannes Lintl, Carl Pruscha, Roland Rainer und
Anton Schweighofer, eröffnet die Ausstellung „Global – Neutral“ neue
Perspektiven auf österreichische Architektur im Spannungsfeld von
Politik, Kultur und Globalisierung.
Kuratorinnen: Monika Platzer, Susanne Rick
Eintrittspreise
Führung: € 5 zuzügl. Eintritt (€ 12 / € 9)
medium- und large-Partner*innen gratis
Anmeldung erforderlich: anmeldung@azw.at
Rückfragen
Corinna Glatzer
43-1-522 31 15-15
office@azw.at
Zeit
Location
Architekturzentrum Wien
Museumsplatz 1, 1070 Wien
Veranstalter
Architekturzentrum Wien
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Kosten
17
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