AktUeller Senf vom Rollett
KI für Immobilienmakler
Der Makleralltag ist dicht getaktet: Besichtigungen, Telefonate, Exposés, Preisverhandlungen. Künstliche Intelligenz kann genau dort ansetzen, wo Zeit verloren geht. Nicht als Ersatz für Markterfahrung, sondern als strategischer Assistent im Hintergrund. So wie ich es schon mal vor kurzem angedeutet habe …
Exposés schneller schreiben – professioneller auftreten
Objektbeschreibungen, Newsletter oder Social Posts lassen sich mit KI in Minuten erstellen. Mehrere Varianten helfen dabei, Tonalität und Zielgruppe präzise zu treffen. Das spart Zeit und erhöht die Qualität der Außenwirkung.
Quelle: Agent Image – Real Estate AI Tools
Leadgenerierung automatisieren und qualifizieren
Website-Chatbots beantworten Erstfragen, erfassen Budgets und Wunschlagen. So entstehen qualifizierte Kontakte, auch außerhalb der Bürozeiten. Wichtig bleibt die persönliche Übergabe an den Makler.
Praxisbeispiel: Crescendo AI im Immobilienbereich
Marktanalyse und Preisargumentation datenbasiert stärken
KI kann Vergleichsdaten strukturieren, Trends erkennen und Argumentationshilfen liefern. Gerade im österreichischen Markt ist jedoch die eigene Datenbasis entscheidend. Die Technik unterstützt – die finale Bewertung bleibt Ihre Expertise.
Brancehleader: ImmoUnited
Virtual Staging und Bildoptimierung kosteneffizient nutzen
Leere Wohnungen lassen sich virtuell möblieren, Fotos automatisch optimieren. Das steigert Klickzahlen und Besichtigungsanfragen, ohne hohe Produktionskosten.
Beispiel: AI Stager – Real Estate Tools
Und bitte nicht aufschreien: Nein, das geht bei mir nicht. Ich denke, man sollte sich inspirieren lassen, KI ersetzt nicht die Kreativität oder das Denken, sorry. Wer sie überlegt einsetzt, reduziert Routineaufgaben und gewinnt Zeit für Beratung und Abschluss. Entscheidend sind aber auch DSGVO-Konformität, Qualitätskontrolle und eben die strategische Integration.
Bildcredit: KI generiert mit CHatGPT, sieht man eh, denke ich 🙂
Herbert Petz geht zu OPTIN
OPTIN baut sein Leistungsspektrum aus und startet eine eigene Investment-Abteilung mit Herbert Petz als Partner, der internationale Erfahrung aus Stationen bei JLL, CBRE, ÖRAG und Arnold Immobilien mitbringt. Mit der strategischen Kooperation von OPTIN Immobilien GmbH und iO Partners stärkt das Unternehmen gezielt den Bereich Investment und Capital Markets und positioniert sich als Schnittstelle zu internationalen Investoren in Österreich und der CEE-Region.
KI in der Immobilienbewertung: Arbeitspapier
Die gif Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e.V. (gif) hat ein Arbeitspapier zu automatisierten Bewertungsmodellen (Automated Valuation Models, AVM) vorgelegt. Die Publikation definiert Standards für den Einsatz von KI in der Immobilienbewertung und ordnet Nutzen sowie Grenzen der Verfahren ein.
Mit dem Papier „Nutzen und Grenzen von automatisierten Bewertungsmodellen (AVM) in der Immobilienwirtschaft“ will die gif ein einheitliches Begriffsverständnis in der Branche schaffen. AVMs werden in Anlehnung an internationale Standards als Modelle definiert, die mathematische Verfahren nutzen, um den Wert einer Immobilie zu einem bestimmten Stichtag automatisiert zu schätzen – inklusive einer Angabe zur Prognosegenauigkeit. Ziel sei es, Anwender an den Einsatz solcher Hilfsmittel heranzuführen, so Dominik Brunner, Leiter der gif-Kompetenzgruppe Datenmanagement.
Erstmals erläutert die Publikation Methoden wie künstliche neuronale Netze (Deep Learning) und Random-Forest-Algorithmen im Kontext der Immobilienbewertung. Diese Verfahren können nicht-lineare Zusammenhänge in großen Datenmengen erkennen und die Prognosegüte steigern. Laut Arbeitspapier erhöht der Einsatz von KI die Genauigkeit von Mietprognosen im Vergleich zu klassischen Regressionsmodellen um mehr als 35 Prozent.
Gleichzeitig weist die gif auf Grenzen hin. Neben Effizienzgewinnen durch Zeit- und Kosteneinsparungen bestehen Herausforderungen etwa bei der Datenverfügbarkeit und -qualität sowie bei der Transparenz der Algorithmen. Die Autoren betonen, dass die Immobilienbewertung ein persönlicher Prozess mit menschlicher Verantwortung bleibe. AVMs seien unterstützende Werkzeuge, die Sachverständige ergänzen, aber nicht ersetzen.
Und bei dem Thema kam ich nicht umhin, ein banales Deppen-KI-Bild für oben generieren zu lassen. Übel, ich weiß. Sorry!
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