AktUeller Senf vom Rollett
Verhüttelungsanalyse. Lesenswert!
„Raum ohne Ordnung“ lautet die Überschrift eines ausgezeichneten Artikel von Martin Putschögl am Wochenende im Standard. Er analysiert darin die seltsame Bürokratie der österreichischen Widmungen, der Raumplanung und deren Kontrolle. Neben Chalet-Wucher und Verhüttung am Ortsrand zeigt er auch auf, dass es eigentlich unheimlich viel Bauland gibt – das ja die Basis für leitbares Wohnen wäre. Unbedingt lesen! (hier online)
Maklerfotos aus der Hölle
Danke Andy Donaldson!
Der Typ hat nämlich ein buch herausgebracht, bei dem ich mich regelmäßig zerkugel vor lachen. Es heißt „Maklerfotos aus der Hölle“ und zeigt echte Maklerfotos von Objekten, die mit seinen außerordentlich trockenen Kommentaren versehen sind.
Und weil es offensichtlich so viele publizierenswerte Fotos gibt, folgt nun Band: „Noch mehr Maklerfotos aus der Hölle„. Ein Traum!!! Zum Beispiel das hier:
Credit: Andy Donaldson
Und wieder ein Stück Kunst:
Wie nennt sich das Kunstwerk? Canvas Rubbing Project
Wo ist das? MED CAMPUS Graz
Von wem? KünstlerIn: Matt Mullican, Architektur: Riegler Riewe Architekten
Ja, und warum?
Gelb grundierte Leinwände sind über die drei Wände des zweigeschoßigen Aula-Foyers raumübergreifend angebracht. Der Farbe Gelb ordnet Mullican in seiner Systematik der Welt die bewusst gesteuerten Denkprozesse zu, damit auch das gesammelte medizinische Wissen. Die Motive, die er für und mit dem MED CAMPUS hier entwickelte, verweisen in ihrer Symbolik auf Kommunikationsprozesse in der Medizin und innerhalb des Körpers. Sie zeigen die vielfältige Schönheit des menschlichen Daseins und changieren zwischen Mikro- und Makroebene. Mullican wandte, wie bei vielen seiner Werke, auch hier die Technik des „Rubbings“ oder der „Frottage“ an: Die Motive wurden mittels Schablonen und Ölkreide auf den farbigen Untergrund aufgebracht. Es entstanden strukturierte Oberflächen, die Bilder weisen den Charakter von Handzeichnungen auf. Das Ergebnis ist ein großformatiges Feld aus Symbolen und Chiffren zur subjektiven Erforschung der Welt.
Mehr Bilder, mehr Infos? Hier.
Die Kombination von Kunst und Immobilien finde ich gewaltig – und unterschätzt! Kunst am Bau nennt sich das banal und hat mit Baustelle nichts zu tun. Und weil ich da aus dem Schwärmen gar nicht rauskomme, stelle ich im Rahmen einer Kooperation den immobranche-UserInnen hier regelmäßig Kunstwerke der Initiative BIG ART vor.
Foto: David Schreyer
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