AktUeller Senf vom Rollett
Rechtstipp
MRG-Lagezuschlag
Liegenschaften im Gründerzeitviertel werden weiterhin stiefmütterlich behandelt.
Mozarts Miete und meine Tochter
Heute hat mir meine Tochter abermals erzählt, dass dieser Mozart bitterarm gewesen sei, als er verstarb. Ich gebe zu, ich konnte mich nicht zurückhalten und korrigierte: Da habe ich etwas anderes gelesen.
Nämlich steht im Buch „2000 Jahre Wohnen in Wien“ über Glanz und Elend in der barocken Zeit, dass es sich dabei um eine Legende, ein Geschichtl handle. Mozart war pekuniär immer mehr als sorglos.
Mozart zahlte für seine Wohnung in der Domgasse 38 Gulden Miete pro Monat. Das entspricht fast einem Jahreseinkommen von damals.
Weiteres heißt es (mit Verweis auf das Haus der Musik als Quelle), dass der Schokoladenkugelmusiker etwa 10.000 Gulden Jahreseinkommen hatte.
Warum heißt es dann, dass Mozart arm war? Gute Frage meiner Tochter.
Weil man es sich damals gar nicht anders vorstellen konnte oder wollte, als dass ein so unangepasster Typ, so ein Genie einfach nur Erfolg hatte. Nein, so einer muss doch ein jämmerliches Ende finden, hatte das (übrigens sehr empfehlenswerte) Buch eine Antwort parat.
Stadt oder Land? Haus oder Wohnung?
Das von mir geschätzte (weil seriöse Daten liefernde) IW Köln hat eine spannende Umfrage gestartet. Es geht um den (meiner Meinung nach ja gar nicht so plötzlichen Trend), dass die Leute eher Richtung Land wollen. OK, da hat COVID mitgeholfen, aber das war eben auch schon vorher so – siehe hier von 2016. Besonders spannend die Binnenwanderung in Österreich – die Jungen kommen in die Stadt, ja, aber mit Familie ziehen sie wieder massiv raus…
Das IW Köln hat sich jetzt jedenfalls auf die Suche nach den Motive der Menschen gemacht, die aus der Stadt wollen. Sehr spannend, die Meinungsforscher attestieren etwa eine „eindeutige Präferenz unter allen Gruppen für die verschiedenen Formen von Einfamilienhäusern“. Na bumm. Und noch etwas, das politisch brisant ist: „Anders als in der öffentlichen Diskussion meist angenommen, wird auch eine Wohnkostenbelastung von bis zu 40 Prozent akzeptiert.“
Hier sehen Sie die Ergebnisse zusammengefasst und es gibt auch eine interaktives Tool zum herumspielen 🙂
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