Rollett bloggt seinen Senf.
Raw and 100% SEO-free!
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Ungeniert
Die MIPIM versucht es immer wieder. Es ist nicht auszuhalten. Jetzt haben sie den Juni-Termin gecancelt, was ja wenig überraschend ist, nur eine seltsame Sache, dass es erst jetzt geschieht. Wie bitte soll sich ein globaler Markt in einer Stadt in Südfrankreich treffen, wenn es keinen Flugverkehr gibt, und schon gar keine Klarheit, was bis dahin alles passiert? Ich bin ja ein Positivdenker, halte aber so dreiste Versuche, doch noch ein Geschäft machen zu können, für einfach nur demaskierend. Next try: Der Herbst-Termin. Extra eingeführt, vielleicht kommt ja doch wer.
Jetzt einen Hotelpächter finden?

Eine gute Frage, die Christie & Co da aufgebracht hat: Ist die Pächtersuche für Hotels im Moment ein unmögliches Unterfangen? „Nicht unbedingt, sofern man als Verpächter etwas Flexibilität mitbringt und weiß, welche Hotelbetreiber (noch) aktiv sind“, lautet die Kurzantwort. Da ich ungern Pressemeldungen abschreiben, lesen Sie doch gleich das Original, wenn es Sie interessiert.
Ein Stück Kunst:
Wie nennt sich das Kunstwerk? Shelter (high touch)
Wo ist das? MED CAMPUS Graz
Von wem? KünstlerIn: Manfred Erjautz, Architektur: Riegler Riewe Architekten
Ja, und warum? Die Installation von Manfred Erjautz thematisiert den Lebenszyklus des Menschen. An der Unterseite des architektonischen Durchbruchs auf der Campusebene liegen und stehen verkehrt herum, je in einem grauen Kader, folgende Plastiken: Fötus, Neugeborenes, Kind, Jugendliche, schwangere Frau, Mann, gebrechlicher Mensch, Skelett. Die Figuren wachsen gleichsam aus der Fassade heraus. Die BetrachterInnen und die Plastiken sehen sich an. Hier geht es nicht um Didaktik sondern um den, ab und zu unausweichlichen Moment des Zurückwerfens auf das eigene Selbst und das gleichzeitige vergegenwärtigte Vorwärtsblicken. Grundlage für die Figuren waren modifizierte Schaufensterfiguren aus Aluminiumguss. Sie sind „unbekleidet“, aber mit einer Lackschicht und manuellen Applikationen überzogen. Ihre jeweilige Farbgebung entspricht jener der Fassadenfelder, auf denen sie montiert sind – die Skulpturen verschwinden in der Oberfläche und wachsen zugleich aus ihr hervor. Durch diese inhaltliche und materielle Verschiebung zwischen den „Pixeln“ der Fassade und den Figuren werden Architektur und Kunst zu Teilen einer digitalen Wolke, die Verbindung zwischen Mensch und Wissenschaft wird sichtbar.
Mehr Bilder, mehr Infos? Hier.
Die Kombination von Kunst und Immobilien finde ich gewaltig – und unterschätzt! Kunst am Bau nennt sich das banal und hat mit Baustelle nichts zu tun. Und weil ich da aus dem Schwärmen gar nicht rauskomme, stelle ich im Rahmen einer Kooperation den immobranche-UserInnen hier regelmäßig Kunstwerke der Initiative BIG ART vor.
Foto: David Schreyer
Mit Daten zum Büroalltag
Die Frage quält derzeit Unternehmen: Wie kann man wieder im Büro arbeiten? Wie stellt man die Hygienestandards sicher?

Mittels Sensoren und Daten – lautet eine Antwort. Mehr dazu hier.
Die neue Immobilienwirtschaft zum Downloaden
Neue Ideen für alte Handelsflächen
Alpine Architektur Abseits des Zirbenbarocks
Die ersten Co-Dörfer entstehen
Waaas? Das Wiener Hilton serviert kein Club-Sandwich mehr
Ein Turm für Bad Gastein

Jetzt ist es raus. Die Leaks stimmen, nach einer halben Stunde allgemeinen Nettigkeiten in der Pressekonferenz hat das Architekturbüro BWM zum ersten Mal offiziell ganz kurz und ganz klein das Rendering des Hochhauses, des Zubaus des Badeschlosses in Bad Gastein gezeigt. Danach ging es noch weiter mit viel Anderem, gewiss Wichtigem, aber die Katze ist auch nach 45 Minuten noch nicht aus dem Sack. Als ob man sich nicht traut, zum Wesentlichen zu kommen.
Dann endlich. Klares Urteil meinerseits: naja.
Architektur und Geschmack sind subjektiv. Ich persönlich kann dem brutalistischen Kongresszentrum durchaus etwas abgewinnen, müsste aber nicht dortstehen. Würde ich es nochmal in die Mitte des Dorfes setzen? Nein. Das Pärchen Parkhaus und Kongresszentrum reichen.
BWM haben ihren Neubau dennoch gut verteidigt. Ein Kunststein als felsig anmutende Fassade, mit funkelnden Fenstern, in denen dann Badewannen zu sehen sein sollen. Am Dach ein Pool, das bei Wanderern Sehnsucht auslösen soll. Das Gebäude soll sich aber nicht in den Vordergrund stellen.
Naja, eben. Die beiden gezeigten Visus (siehe Screenshots) sind zu wenig, um den Zubau wirklich beurteilen zu können. Bitte um mehr Info! Mehr Transparenz, weniger Blabla.

Im Mittel sei der Turm 35 Meter hoch, 88 Zimmer werde er beinhalten, die BGF werde 13.000 m2 betragen.
Screenshots: Heimo Rollett
Architekturskandal ante portas?
Wollen sie jetzt in Bad Gastein ein Hochhaus in Betonoptik hochziehen? Die Salzburger Nachrichten zeigten in ihrer Ausgabe am 9. Februar 2021 ein Foto einer Visualisierung (ja, ein Foto, also offensichtlich heimlich aufgenommen) auf dem ein entsprechend aufregendes Projekt hinter dem Straubingerplatz in die Höhe ragt. Nun stellen sich gleich mehrere Fragen: Ist das der von der Hirmer-Gruppe angekündigte Zubau? Wird Bad Gasteins historische Architektur nun um moderne Hochhäuser ergänzt? Wie sieht die Strategie des Ortes aus, wie der Masterplan?
Vielleicht werden zumindest einige Fragen am 24. Februar beantwortet. Da gibt es anlässlich des Hotelprojekts am Straubinger Platz eine Pressekonferenz mit dem Landeshauptmann Wilfried Haslauer und der Hirmer Gruppe. Bin gespannt, werde berichten …
Oben abhängen

Vergiss das Stockbett! So schaut ein Kinder-Hotelzimmer heute aus, unten schlafen, oben abhängen. Gefunden im neu gestalteten Stammhaus von Falkensteiner, einer ehemaligen 9-Betten Pension in der Erich Falkensteiner geboren wurde.
Foto: Hannes Niederkofler
Fassaden der Zukunft

Eine Arbeitsgruppe der ÖGNI beschäftigte sich ein Jahr intensiv mit der Frage nach den Anforderungen einer Fassade der Zukunft. In Zusammenarbeit mit branchenübergreifenden Experten aus den Bereichen Architektur, Stadtplanung, Immobilienentwicklung, Bauphysik, Herstellung, Innovationsmanagement, Landschaftsplanung und Fassadenbegrünung wurde ein Positionspapier für die Gestaltung der Fassade der Zukunft erarbeitet, das Denkanstöße sowie mögliche Lösungsansätze für Entscheidungsträger der Branche bieten soll.
Das Papier kann hier kostenlos heruntergeladen werden.
Wohl wahr
Geh bitte. Wann hört denn der Unsinn mit den Ziffern auf? Baumit präsentierte gestern den „GO2morrow Recycling Beton“, die Maklerplattform für Endkunden sollte Immo4You heißen, ja sogar eine Weiterbildung über Proptechs von der Haufe Akademie ist inhaltlich super, schmückt sich aber mit „Fit 4 Proptechs“. Brrr.
Ich bin der Letzte, der kreatives Schreiben öd findet. Aber das ist so Neunziger. So Jet2Web …
Sechs Thesen zur Zukunft der Innenstädte
Letzte Woche bin ich wieder mal in meiner steirischen Heimat durch Liezen gefahren. Ich glaube die Wochenzeitschrift Falter hat Liezen häßlichste Stadt Österreichs genannt. Wie wahr! Eine Umfahrung hat die Innenstadt gekillt, jetzt staut es sich auf eben dieser Umfahrung, an der Burgerläden, Auto- und Möbelhäuser entlangtangieren, und es braucht eine Umfahren der Umfahrung.
Iris Schöberl, Managing Director bei BMO Real Estate Partners Germany, und Dr. Michael Held, CEO der Terragon AG haben 6 Thesen zu verwaisten Innenstädten zusammengefasst:
1
Neue Gestaltungsmöglichkeiten insbesondere in den Mittelstädten
Anders als in den Großstädten sind die Einkaufsstraßen in Mittelstädten durch einen geringeren Filialisierungsgrad gekennzeichnet und stärker auf ein Zentrum fokussiert. Nicht selten bilden ein oder wenige große Filialisten den Kern der Highstreet – flankiert von lokalen Retailern. Durch den Wegfall zentraler Ankermieter ist der Handlungsdruck in diesen Städten akuter, aber die Gestaltungsmöglichkeit aufgrund des geringeren Miet- bzw. Preislevels auch realistischer.
2
Mixed-Use-Konzepte müssen in bestehende Stadtstrukturen integriert werden
Die verfügbaren Flächen bieten die Möglichkeit, die noch oftmals vorhandene Trennung von Einkaufen, Wohnen und Leben in der „klassischen“, durch Einzelhandel dominierten Innenstadt aufzuheben. Insbesondere die Umstrukturierung von nicht mehr bzw. nur teilweise genutzten großen Warenhäusern kann hier als Chance und Impulsgeber verstanden werden.
3
Umnutzung weiterdenken: Servicewohnen zieht in leerstehende Kaufhäuser
Innenstädte bieten eine hohe Lebensqualität für Senioren. Die Stadt der kurzen Wege bietet nahe gelegene Serviceleistungen, die den Bedürfnissen von Senioren besonders entgegenkommen, und verbindet aktuelle Herausforderungen wie den demografischen Wandel und das Kaufhaussterben miteinander – Demografie und Leerstand als Teile eines Diskurses.
4
Innenstädte wandeln sich aufgrund ihrer neuen Bewohnerschaft
Wenn wieder mehr Wohnraum in den Innenstädten entsteht und auch alternative Wohnkonzepte wie z.B. betreutes Wohnen Einzug erhalten, wird die Innenstadt auch für Dienstleister wieder attraktiver. Aus dem neuen Besatz ergeben sich Synergien, die sich an den Kernbedürfnissen der Nutzer orientieren. Innenstädte profitieren von der gesteigerten Aufenthaltsqualität und werden auch nach Ladenschluss zu einem lebendigen Ort.
5
Impact Investing wird immer attraktiver
Investoren sehen vermehrt Chancen in der Umnutzung von Handelsimmobilien und gestalten ihre Anlageentscheidungen flexibler. Nicht mehr die Rendite steht einzig im Fokus der Investition, sondern auch ein Mehrwert für die Gesellschaft und die Umwelt – Value für alle Stakeholder.
6
Städte brauchen neue Konzepte für Innenstadtnutzung
Städte und Kommunen müssen ihre Innenstadtkonzepte überdenken und einen Kurswechsel anstreben. Hierzu bedarf es einer Lockerung baurechtlicher und -technischer Regelungen, um Synergien zu schaffen und für eine Belebung zu sorgen.
Das es nicht vergebens ist, tote Ortszentren wach zu küssen zeigen erfolgreiche Beispiele (im Bild etwa Trofaiach). Natürlich ist es ein langer Weg bis dorthin, aber es hilft nicht, wie Nonconfrom-Chef Roland Gruber sagt: „Es braucht mehr Krapfen!“
20 Prozent der Wiener Wohnungen haben Außenflächen

Untersucht wurden Eigentumswohnungen. Jede fünfte verfügt über 5 oder mehr Quadratmeter Außenfläche, so die Untersuchung von OTTO Immobilien und IMMOUnited. Am meisten Frischluft lässt sich dabei in den Bezirken 21 und 22 schnuppern – über 40 Prozent der Wohnungen verfügen über Außenflächen, in den inneren Bezirken (1 bis 9) sind das nur neun Prozent. Großzügig lebt es sich in 13, 19, 22 und 23, denn dort sind die Freiflächen am größten, heißt es in der Bericht #Wien, dem Wohnmarktmagazin von OTTO Immobilien.
Das ist übrigens nicht nur außerordentlich hübsch gemacht und fasst Trends und Marktdaten zusammen, es gewährt auch persönliche Einblicke in die Corona-Zeit von Prominenten wie wie Juan-Diego Flóres, Danielle Spera, Manfred Stallmajer oder Lilli Hollein.
So erzählt Manfred Stallmajer, Hoteldirektor des Guesthouse, über seine Liebe zu gutem Design, sein neues Projekt (ein Hotel im 6. Bezirk im Stil der 20er-Jahre) und dass er Corona auch etwas Positives abgewinnen kann: „Dass wir Dinge tun, für die wir sonst keine Zeit haben, weil wir permanent im Hamsterrad stecken“. DKT und Mühle spielen, Musik hören gehören für Stallmajer etwa dazu.
Mei, wie romantisch!

Verträumt zu zweit in den Bergen, am Strand die Füße ins warme, Türkise Wasser halten … es gibt viel Romantisches. Sehr viel! Die „Achat Hotels“ bieten gemeinsam mit dem SV Sandhausen eine Nacht in einem nachgebauten Hotel-Zimmer im Fußballstadion. Das ist mal kreatives Marketing, nur bin ich mir nicht ganz sicher, ob sich auch wirklich beide Teile des Pärchens gleich über das Valentinstaggeschenk beim zweiten Zweitligisten freuen.
Foto: ACHAT Hotels
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Ungeniert
Die MIPIM versucht es immer wieder. Es ist nicht auszuhalten. Jetzt haben sie den Juni-Termin gecancelt, was ja wenig überraschend ist, nur eine seltsame Sache, dass es erst jetzt geschieht. Wie bitte soll sich ein globaler Markt in einer Stadt in Südfrankreich treffen, wenn es keinen Flugverkehr gibt, und schon gar keine Klarheit, was bis dahin alles passiert? Ich bin ja ein Positivdenker, halte aber so dreiste Versuche, doch noch ein Geschäft machen zu können, für einfach nur demaskierend. Next try: Der Herbst-Termin. Extra eingeführt, vielleicht kommt ja doch wer.
Jetzt einen Hotelpächter finden?

Eine gute Frage, die Christie & Co da aufgebracht hat: Ist die Pächtersuche für Hotels im Moment ein unmögliches Unterfangen? „Nicht unbedingt, sofern man als Verpächter etwas Flexibilität mitbringt und weiß, welche Hotelbetreiber (noch) aktiv sind“, lautet die Kurzantwort. Da ich ungern Pressemeldungen abschreiben, lesen Sie doch gleich das Original, wenn es Sie interessiert.
Ein Stück Kunst:
Wie nennt sich das Kunstwerk? Shelter (high touch)
Wo ist das? MED CAMPUS Graz
Von wem? KünstlerIn: Manfred Erjautz, Architektur: Riegler Riewe Architekten
Ja, und warum? Die Installation von Manfred Erjautz thematisiert den Lebenszyklus des Menschen. An der Unterseite des architektonischen Durchbruchs auf der Campusebene liegen und stehen verkehrt herum, je in einem grauen Kader, folgende Plastiken: Fötus, Neugeborenes, Kind, Jugendliche, schwangere Frau, Mann, gebrechlicher Mensch, Skelett. Die Figuren wachsen gleichsam aus der Fassade heraus. Die BetrachterInnen und die Plastiken sehen sich an. Hier geht es nicht um Didaktik sondern um den, ab und zu unausweichlichen Moment des Zurückwerfens auf das eigene Selbst und das gleichzeitige vergegenwärtigte Vorwärtsblicken. Grundlage für die Figuren waren modifizierte Schaufensterfiguren aus Aluminiumguss. Sie sind „unbekleidet“, aber mit einer Lackschicht und manuellen Applikationen überzogen. Ihre jeweilige Farbgebung entspricht jener der Fassadenfelder, auf denen sie montiert sind – die Skulpturen verschwinden in der Oberfläche und wachsen zugleich aus ihr hervor. Durch diese inhaltliche und materielle Verschiebung zwischen den „Pixeln“ der Fassade und den Figuren werden Architektur und Kunst zu Teilen einer digitalen Wolke, die Verbindung zwischen Mensch und Wissenschaft wird sichtbar.
Mehr Bilder, mehr Infos? Hier.
Die Kombination von Kunst und Immobilien finde ich gewaltig – und unterschätzt! Kunst am Bau nennt sich das banal und hat mit Baustelle nichts zu tun. Und weil ich da aus dem Schwärmen gar nicht rauskomme, stelle ich im Rahmen einer Kooperation den immobranche-UserInnen hier regelmäßig Kunstwerke der Initiative BIG ART vor.
Foto: David Schreyer
Mit Daten zum Büroalltag
Die Frage quält derzeit Unternehmen: Wie kann man wieder im Büro arbeiten? Wie stellt man die Hygienestandards sicher?

Mittels Sensoren und Daten – lautet eine Antwort. Mehr dazu hier.
Die neue Immobilienwirtschaft zum Downloaden
Neue Ideen für alte Handelsflächen
Alpine Architektur Abseits des Zirbenbarocks
Die ersten Co-Dörfer entstehen
Waaas? Das Wiener Hilton serviert kein Club-Sandwich mehr
Ein Turm für Bad Gastein

Jetzt ist es raus. Die Leaks stimmen, nach einer halben Stunde allgemeinen Nettigkeiten in der Pressekonferenz hat das Architekturbüro BWM zum ersten Mal offiziell ganz kurz und ganz klein das Rendering des Hochhauses, des Zubaus des Badeschlosses in Bad Gastein gezeigt. Danach ging es noch weiter mit viel Anderem, gewiss Wichtigem, aber die Katze ist auch nach 45 Minuten noch nicht aus dem Sack. Als ob man sich nicht traut, zum Wesentlichen zu kommen.
Dann endlich. Klares Urteil meinerseits: naja.
Architektur und Geschmack sind subjektiv. Ich persönlich kann dem brutalistischen Kongresszentrum durchaus etwas abgewinnen, müsste aber nicht dortstehen. Würde ich es nochmal in die Mitte des Dorfes setzen? Nein. Das Pärchen Parkhaus und Kongresszentrum reichen.
BWM haben ihren Neubau dennoch gut verteidigt. Ein Kunststein als felsig anmutende Fassade, mit funkelnden Fenstern, in denen dann Badewannen zu sehen sein sollen. Am Dach ein Pool, das bei Wanderern Sehnsucht auslösen soll. Das Gebäude soll sich aber nicht in den Vordergrund stellen.
Naja, eben. Die beiden gezeigten Visus (siehe Screenshots) sind zu wenig, um den Zubau wirklich beurteilen zu können. Bitte um mehr Info! Mehr Transparenz, weniger Blabla.

Im Mittel sei der Turm 35 Meter hoch, 88 Zimmer werde er beinhalten, die BGF werde 13.000 m2 betragen.
Screenshots: Heimo Rollett
Architekturskandal ante portas?
Wollen sie jetzt in Bad Gastein ein Hochhaus in Betonoptik hochziehen? Die Salzburger Nachrichten zeigten in ihrer Ausgabe am 9. Februar 2021 ein Foto einer Visualisierung (ja, ein Foto, also offensichtlich heimlich aufgenommen) auf dem ein entsprechend aufregendes Projekt hinter dem Straubingerplatz in die Höhe ragt. Nun stellen sich gleich mehrere Fragen: Ist das der von der Hirmer-Gruppe angekündigte Zubau? Wird Bad Gasteins historische Architektur nun um moderne Hochhäuser ergänzt? Wie sieht die Strategie des Ortes aus, wie der Masterplan?
Vielleicht werden zumindest einige Fragen am 24. Februar beantwortet. Da gibt es anlässlich des Hotelprojekts am Straubinger Platz eine Pressekonferenz mit dem Landeshauptmann Wilfried Haslauer und der Hirmer Gruppe. Bin gespannt, werde berichten …
Oben abhängen

Vergiss das Stockbett! So schaut ein Kinder-Hotelzimmer heute aus, unten schlafen, oben abhängen. Gefunden im neu gestalteten Stammhaus von Falkensteiner, einer ehemaligen 9-Betten Pension in der Erich Falkensteiner geboren wurde.
Foto: Hannes Niederkofler
Fassaden der Zukunft

Eine Arbeitsgruppe der ÖGNI beschäftigte sich ein Jahr intensiv mit der Frage nach den Anforderungen einer Fassade der Zukunft. In Zusammenarbeit mit branchenübergreifenden Experten aus den Bereichen Architektur, Stadtplanung, Immobilienentwicklung, Bauphysik, Herstellung, Innovationsmanagement, Landschaftsplanung und Fassadenbegrünung wurde ein Positionspapier für die Gestaltung der Fassade der Zukunft erarbeitet, das Denkanstöße sowie mögliche Lösungsansätze für Entscheidungsträger der Branche bieten soll.
Das Papier kann hier kostenlos heruntergeladen werden.
Wohl wahr
Geh bitte. Wann hört denn der Unsinn mit den Ziffern auf? Baumit präsentierte gestern den „GO2morrow Recycling Beton“, die Maklerplattform für Endkunden sollte Immo4You heißen, ja sogar eine Weiterbildung über Proptechs von der Haufe Akademie ist inhaltlich super, schmückt sich aber mit „Fit 4 Proptechs“. Brrr.
Ich bin der Letzte, der kreatives Schreiben öd findet. Aber das ist so Neunziger. So Jet2Web …
Sechs Thesen zur Zukunft der Innenstädte
Letzte Woche bin ich wieder mal in meiner steirischen Heimat durch Liezen gefahren. Ich glaube die Wochenzeitschrift Falter hat Liezen häßlichste Stadt Österreichs genannt. Wie wahr! Eine Umfahrung hat die Innenstadt gekillt, jetzt staut es sich auf eben dieser Umfahrung, an der Burgerläden, Auto- und Möbelhäuser entlangtangieren, und es braucht eine Umfahren der Umfahrung.
Iris Schöberl, Managing Director bei BMO Real Estate Partners Germany, und Dr. Michael Held, CEO der Terragon AG haben 6 Thesen zu verwaisten Innenstädten zusammengefasst:
1
Neue Gestaltungsmöglichkeiten insbesondere in den Mittelstädten
Anders als in den Großstädten sind die Einkaufsstraßen in Mittelstädten durch einen geringeren Filialisierungsgrad gekennzeichnet und stärker auf ein Zentrum fokussiert. Nicht selten bilden ein oder wenige große Filialisten den Kern der Highstreet – flankiert von lokalen Retailern. Durch den Wegfall zentraler Ankermieter ist der Handlungsdruck in diesen Städten akuter, aber die Gestaltungsmöglichkeit aufgrund des geringeren Miet- bzw. Preislevels auch realistischer.
2
Mixed-Use-Konzepte müssen in bestehende Stadtstrukturen integriert werden
Die verfügbaren Flächen bieten die Möglichkeit, die noch oftmals vorhandene Trennung von Einkaufen, Wohnen und Leben in der „klassischen“, durch Einzelhandel dominierten Innenstadt aufzuheben. Insbesondere die Umstrukturierung von nicht mehr bzw. nur teilweise genutzten großen Warenhäusern kann hier als Chance und Impulsgeber verstanden werden.
3
Umnutzung weiterdenken: Servicewohnen zieht in leerstehende Kaufhäuser
Innenstädte bieten eine hohe Lebensqualität für Senioren. Die Stadt der kurzen Wege bietet nahe gelegene Serviceleistungen, die den Bedürfnissen von Senioren besonders entgegenkommen, und verbindet aktuelle Herausforderungen wie den demografischen Wandel und das Kaufhaussterben miteinander – Demografie und Leerstand als Teile eines Diskurses.
4
Innenstädte wandeln sich aufgrund ihrer neuen Bewohnerschaft
Wenn wieder mehr Wohnraum in den Innenstädten entsteht und auch alternative Wohnkonzepte wie z.B. betreutes Wohnen Einzug erhalten, wird die Innenstadt auch für Dienstleister wieder attraktiver. Aus dem neuen Besatz ergeben sich Synergien, die sich an den Kernbedürfnissen der Nutzer orientieren. Innenstädte profitieren von der gesteigerten Aufenthaltsqualität und werden auch nach Ladenschluss zu einem lebendigen Ort.
5
Impact Investing wird immer attraktiver
Investoren sehen vermehrt Chancen in der Umnutzung von Handelsimmobilien und gestalten ihre Anlageentscheidungen flexibler. Nicht mehr die Rendite steht einzig im Fokus der Investition, sondern auch ein Mehrwert für die Gesellschaft und die Umwelt – Value für alle Stakeholder.
6
Städte brauchen neue Konzepte für Innenstadtnutzung
Städte und Kommunen müssen ihre Innenstadtkonzepte überdenken und einen Kurswechsel anstreben. Hierzu bedarf es einer Lockerung baurechtlicher und -technischer Regelungen, um Synergien zu schaffen und für eine Belebung zu sorgen.
Das es nicht vergebens ist, tote Ortszentren wach zu küssen zeigen erfolgreiche Beispiele (im Bild etwa Trofaiach). Natürlich ist es ein langer Weg bis dorthin, aber es hilft nicht, wie Nonconfrom-Chef Roland Gruber sagt: „Es braucht mehr Krapfen!“
20 Prozent der Wiener Wohnungen haben Außenflächen

Untersucht wurden Eigentumswohnungen. Jede fünfte verfügt über 5 oder mehr Quadratmeter Außenfläche, so die Untersuchung von OTTO Immobilien und IMMOUnited. Am meisten Frischluft lässt sich dabei in den Bezirken 21 und 22 schnuppern – über 40 Prozent der Wohnungen verfügen über Außenflächen, in den inneren Bezirken (1 bis 9) sind das nur neun Prozent. Großzügig lebt es sich in 13, 19, 22 und 23, denn dort sind die Freiflächen am größten, heißt es in der Bericht #Wien, dem Wohnmarktmagazin von OTTO Immobilien.
Das ist übrigens nicht nur außerordentlich hübsch gemacht und fasst Trends und Marktdaten zusammen, es gewährt auch persönliche Einblicke in die Corona-Zeit von Prominenten wie wie Juan-Diego Flóres, Danielle Spera, Manfred Stallmajer oder Lilli Hollein.
So erzählt Manfred Stallmajer, Hoteldirektor des Guesthouse, über seine Liebe zu gutem Design, sein neues Projekt (ein Hotel im 6. Bezirk im Stil der 20er-Jahre) und dass er Corona auch etwas Positives abgewinnen kann: „Dass wir Dinge tun, für die wir sonst keine Zeit haben, weil wir permanent im Hamsterrad stecken“. DKT und Mühle spielen, Musik hören gehören für Stallmajer etwa dazu.
Mei, wie romantisch!

Verträumt zu zweit in den Bergen, am Strand die Füße ins warme, Türkise Wasser halten … es gibt viel Romantisches. Sehr viel! Die „Achat Hotels“ bieten gemeinsam mit dem SV Sandhausen eine Nacht in einem nachgebauten Hotel-Zimmer im Fußballstadion. Das ist mal kreatives Marketing, nur bin ich mir nicht ganz sicher, ob sich auch wirklich beide Teile des Pärchens gleich über das Valentinstaggeschenk beim zweiten Zweitligisten freuen.
Foto: ACHAT Hotels
