Rollett bloggt seinen Senf.
Raw and 100% SEO-free!
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Gemma zum Minus?
Also Handelsmarketing geht mich ja in diesem Blog eigentlich nichts an, aber ich muss es los werden: Wie dämlich ist bitte die Idee, Merkur in Billa Plus umzubenennen? Stecken da die gleichen Kreativlinge dahinter, wie bei Jet2Web oder Kaufhaus Österreich? Hier meine Prognose für REWE, ganz ohne Honorar: Wo plus, da minus. Da wird der “normale” Billa im Alltagssprachgebrauch huxtifluxti zum “Billa Minus” downgegradet werden.
Update: Ein Leser hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass „Billa minus“ möglicherweise schon für Penny reserviert ist. 😅
Online-Plattform für Finanzierung
Mit corefimatch ist jetzt in Deutschland eine Online-Plattform für die gewerbliche Immobilienfinanzierung an den Start gegangen, die Kreditnehmer mit Finanzierungsberatern verbindet. Auf der Plattform mit dabei sind Admodus, Apertus, Capcora, Neuwirth Finance, RECON und die youmex AG. In den nächsten Wochen werden weitere Finanzierungsexperten hinzukommen, um das bestehende Angebot zu erweitern. Mitgründer Daniel Rodriguez:
„Unsere Lösung verbindet Kapitalnehmer und –geber, also beispielsweise Banken, nicht direkt miteinander, sondern indirekt über unabhängige Finanzierungsspezialisten. In den Markt für gewerbliche Immobilienfinanzierung drängen immer mehr Player, so dass er immer heterogener und intransparenter wird. Die Finanzierungsspezialisten übernehmen hierbei eine wertvolle Rolle. Sie verbinden Angebot und Nachfragen miteinander.“
MITGRÜNDER DANIEL RODRIGUEZ
Alle aktuell sechs teilnehmenden Finanzierungsspezialisten stehen auf der Plattform im Wettbewerb und verfügen über Kontakte zu mehr als 500 aktiven Finanzierern im Markt, wie Banken, Versicherungen, Pensionskassen, Family Offices und Kreditfonds im deutschsprachigen Raum.
Neue Flächenformate
„Try before you buy“ sind neue Flächenformate, die in Deutschland statt Stefanel oder Kaufhof mieten. Heute hat Otto Immobilien bekannt gegeben, dass HypeNeedz in der Wiener Rauhensteingasse aufmacht – ein Geschäft, das bislang nur über Blogger und Instagram lief, dann in München einen „echten“ Standort wagte und nun auch in Wien 2nd-Hand-Sammlerstücke aus dem Mode zu unglaublichen Preisen weiterverkauft.
Mehr über neue Retailformate lesen Sie in dieser Online-Story.
Und wieder ein Stück Kunst:
Wie nennt sich das Kunstwerk? Gelatin „MYX“
Wo ist das? BRG/BORG Lessinggasse Wien, 2020
Von wem? KünstlerIn: Gelatin, Architektur: Burtscher-Durig Architekten
Ja, und warum? MYX ist eine dreidimensionale, farbkräftige Skulptur, die den Schülern und Schülerinnen ein Maskottchen zur Seite stellt. Als eine Art identitätsstiftendes Überwesen soll es die Jugendlichen begleiten und mit ihnen den Schulalltag bewältigen. Angesprochen werden sollen die Phantasie, der Humor und die Leichtigkeit, die es neben dem Lernen und Arbeiten braucht. Es steht auch für den Mut, Außergewöhnliches – über die „Norm-Maße“ hinaus – zu denken und zu schaffen und erlaubt einen spielerischen Zugang zu Mythologie, Literatur und deduktivem Denken. Der Titel MYX leitet sich vom Wort „Myxa“ (griech. „Schleim“) ab und spielt damit auf die Lehre von den Körpersäften an, in denen die Antike den Humor lokalisierte.
Mehr Bilder, mehr Infos? Hier.
Die Kombination von Kunst und Immobilien finde ich gewaltig – und unterschätzt! Kunst am Bau nennt sich das banal und hat mit Baustelle nichts zu tun. Und weil ich da aus dem Schwärmen gar nicht rauskomme, stelle ich im Rahmen einer Kooperation den immobranche-UserInnen hier regelmäßig Kunstwerke der Initiative BIG ART vor.
Foto: Manfred Seidl
Keine Inflation, keine Büros
Interessante Thesen von Privatbanker Willibald Katzenschlager in einem neuen Buch: Er erwartet deutlich mehr Pleiten, aber eine niedrigere Inflation. Hinsichtlich Immobilien glaubt Katzenschlager an eine Verschiebung von Hotel- und Gewerbeflächen und Luxuswohnungen zu leistbaren Wohnungen für Singles und Mindestsicherungsbezieher. Auch die Stadtränder gewinnen im Vergleich zur Innenstadt. Für Büros sieht er keine rosige Zukunft.
„Fest steht damit, dass die Corona-Krise dem klassischen Büro Bedeutung nimmt, was Folgen für die Immobilienmärkte und für das gesamte Ökosystem Stadt hat. Denn betroffen sind von diesem Wandel nicht nur Immobilien-Investoren, -Entwickler und -Besitzer, sondern wie schon gesagt auch innerstädtische Gastronomie-Betriebe sowie Shops, was wiederum Rückwirkungen auf die Immobilienpreise in diesem Sektor hat.“
Und was ist mit der Inflation? Vo der warnen ja die ersten, das Thema wird uns – so glaube ich – die nächsten Wochen beschäftigen. Katzenschlager nimmt aber die Angst vor der Geldentwertung. Er meint, dass das neue Geld nicht wie „Helikoptergeld“ in Umlauf kommt und deswegen nicht die Kaufkraft erhöht (ergo es zu keiner Entwertung kommt). Vielmehr gehe es an Unternehmen, die das gleiche wie immer tun, nur diesmal mit Hilfsgeld statt mit erwirtschafteten Mitteln. Ein höheres Arbeitslosengeld wäre sofort inflationswirksam gewesen, Hilfszahlungen an Unternehmen eben nicht im selben Ausmaß.

Willibald Katzenschlager ist Director Sales Trading & Capital Markets bei der Privatbank Liechtensteinische Landesbank Österreich. Das Buch (ISBN: 978-3-99001-514-8) ist in der edition a erschienen, hat 144 Seiten und kostet 18 Euro.
Catella baut mit Modulen
Am einen Ende der Baustelle der Seestadt mg+ (nein, nicht unsere Wiener Seestadt) wird noch abgerissen, am anderen Ende stehen schon die ersten Wohnungen, berichtet der Entwickler Catella Project Management. Wie schon aus der Überschrift ersichtlich, möglich wird das durch die Modulbauweise. Und das ist das bemerkenswerte, weil Catella und seine Tochterunternehmen, ist ja nicht irgendwer.
Bereits 110 Module sind gefertigt – ca. 3 Wohnungen werden so pro Tag fertig.
“Auf Basis der digitalen Planung wurde mit der Vorfertigung parallel zur Herstellung der Baugrube und Tiefgarage bereits begonnen. Die fertigen Module werden termingerecht im Südviertel angeliefert und können witterungsunabhängig, unter Einhaltung aller Corona bedingten Distanzregeln montiert werden. On top erfolgt die Installation geräusch- und schmutzreduziert, so dass die Anwohnerinnen und Bürgerinnen von Mönchengladbach kaum durch die Bauarbeiten gestört werden. Kein unnötig entstehender Abfall und deutlich weniger Baustellenverkehr sind die klaren Vorteile des Modulbaus, wovon letztendlich alle Beteiligten und Anwohner/Bürgerinnen profitieren“, meint Markus Richthammer (Vorstand Industrie der Firmengruppe Max Bögl) die Vorteile dieser Bauweise.
Tante Frida
Lust ein neues Hotelkonzept kennen zu lernen? Also, so viel verrät die Website von Tante Frida (Eder Collection in Maria Alm) noch nicht, aber ich finde allein die Website ist sehenswert. Gut gemacht!!
Ungeniert
Die MIPIM versucht es immer wieder. Es ist nicht auszuhalten. Jetzt haben sie den Juni-Termin gecancelt, was ja wenig überraschend ist, nur eine seltsame Sache, dass es erst jetzt geschieht. Wie bitte soll sich ein globaler Markt in einer Stadt in Südfrankreich treffen, wenn es keinen Flugverkehr gibt, und schon gar keine Klarheit, was bis dahin alles passiert? Ich bin ja ein Positivdenker, halte aber so dreiste Versuche, doch noch ein Geschäft machen zu können, für einfach nur demaskierend. Next try: Der Herbst-Termin. Extra eingeführt, vielleicht kommt ja doch wer.
Jetzt einen Hotelpächter finden?

Eine gute Frage, die Christie & Co da aufgebracht hat: Ist die Pächtersuche für Hotels im Moment ein unmögliches Unterfangen? „Nicht unbedingt, sofern man als Verpächter etwas Flexibilität mitbringt und weiß, welche Hotelbetreiber (noch) aktiv sind“, lautet die Kurzantwort. Da ich ungern Pressemeldungen abschreiben, lesen Sie doch gleich das Original, wenn es Sie interessiert.
Ein Stück Kunst:
Wie nennt sich das Kunstwerk? Shelter (high touch)
Wo ist das? MED CAMPUS Graz
Von wem? KünstlerIn: Manfred Erjautz, Architektur: Riegler Riewe Architekten
Ja, und warum? Die Installation von Manfred Erjautz thematisiert den Lebenszyklus des Menschen. An der Unterseite des architektonischen Durchbruchs auf der Campusebene liegen und stehen verkehrt herum, je in einem grauen Kader, folgende Plastiken: Fötus, Neugeborenes, Kind, Jugendliche, schwangere Frau, Mann, gebrechlicher Mensch, Skelett. Die Figuren wachsen gleichsam aus der Fassade heraus. Die BetrachterInnen und die Plastiken sehen sich an. Hier geht es nicht um Didaktik sondern um den, ab und zu unausweichlichen Moment des Zurückwerfens auf das eigene Selbst und das gleichzeitige vergegenwärtigte Vorwärtsblicken. Grundlage für die Figuren waren modifizierte Schaufensterfiguren aus Aluminiumguss. Sie sind „unbekleidet“, aber mit einer Lackschicht und manuellen Applikationen überzogen. Ihre jeweilige Farbgebung entspricht jener der Fassadenfelder, auf denen sie montiert sind – die Skulpturen verschwinden in der Oberfläche und wachsen zugleich aus ihr hervor. Durch diese inhaltliche und materielle Verschiebung zwischen den „Pixeln“ der Fassade und den Figuren werden Architektur und Kunst zu Teilen einer digitalen Wolke, die Verbindung zwischen Mensch und Wissenschaft wird sichtbar.
Mehr Bilder, mehr Infos? Hier.
Die Kombination von Kunst und Immobilien finde ich gewaltig – und unterschätzt! Kunst am Bau nennt sich das banal und hat mit Baustelle nichts zu tun. Und weil ich da aus dem Schwärmen gar nicht rauskomme, stelle ich im Rahmen einer Kooperation den immobranche-UserInnen hier regelmäßig Kunstwerke der Initiative BIG ART vor.
Foto: David Schreyer
Mit Daten zum Büroalltag
Die Frage quält derzeit Unternehmen: Wie kann man wieder im Büro arbeiten? Wie stellt man die Hygienestandards sicher?

Mittels Sensoren und Daten – lautet eine Antwort. Mehr dazu hier.
Die neue Immobilienwirtschaft zum Downloaden
Neue Ideen für alte Handelsflächen
Alpine Architektur Abseits des Zirbenbarocks
Die ersten Co-Dörfer entstehen
Waaas? Das Wiener Hilton serviert kein Club-Sandwich mehr
Ein Turm für Bad Gastein

Jetzt ist es raus. Die Leaks stimmen, nach einer halben Stunde allgemeinen Nettigkeiten in der Pressekonferenz hat das Architekturbüro BWM zum ersten Mal offiziell ganz kurz und ganz klein das Rendering des Hochhauses, des Zubaus des Badeschlosses in Bad Gastein gezeigt. Danach ging es noch weiter mit viel Anderem, gewiss Wichtigem, aber die Katze ist auch nach 45 Minuten noch nicht aus dem Sack. Als ob man sich nicht traut, zum Wesentlichen zu kommen.
Dann endlich. Klares Urteil meinerseits: naja.
Architektur und Geschmack sind subjektiv. Ich persönlich kann dem brutalistischen Kongresszentrum durchaus etwas abgewinnen, müsste aber nicht dortstehen. Würde ich es nochmal in die Mitte des Dorfes setzen? Nein. Das Pärchen Parkhaus und Kongresszentrum reichen.
BWM haben ihren Neubau dennoch gut verteidigt. Ein Kunststein als felsig anmutende Fassade, mit funkelnden Fenstern, in denen dann Badewannen zu sehen sein sollen. Am Dach ein Pool, das bei Wanderern Sehnsucht auslösen soll. Das Gebäude soll sich aber nicht in den Vordergrund stellen.
Naja, eben. Die beiden gezeigten Visus (siehe Screenshots) sind zu wenig, um den Zubau wirklich beurteilen zu können. Bitte um mehr Info! Mehr Transparenz, weniger Blabla.

Im Mittel sei der Turm 35 Meter hoch, 88 Zimmer werde er beinhalten, die BGF werde 13.000 m2 betragen.
Screenshots: Heimo Rollett
Architekturskandal ante portas?
Wollen sie jetzt in Bad Gastein ein Hochhaus in Betonoptik hochziehen? Die Salzburger Nachrichten zeigten in ihrer Ausgabe am 9. Februar 2021 ein Foto einer Visualisierung (ja, ein Foto, also offensichtlich heimlich aufgenommen) auf dem ein entsprechend aufregendes Projekt hinter dem Straubingerplatz in die Höhe ragt. Nun stellen sich gleich mehrere Fragen: Ist das der von der Hirmer-Gruppe angekündigte Zubau? Wird Bad Gasteins historische Architektur nun um moderne Hochhäuser ergänzt? Wie sieht die Strategie des Ortes aus, wie der Masterplan?
Vielleicht werden zumindest einige Fragen am 24. Februar beantwortet. Da gibt es anlässlich des Hotelprojekts am Straubinger Platz eine Pressekonferenz mit dem Landeshauptmann Wilfried Haslauer und der Hirmer Gruppe. Bin gespannt, werde berichten …
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Gemma zum Minus?
Also Handelsmarketing geht mich ja in diesem Blog eigentlich nichts an, aber ich muss es los werden: Wie dämlich ist bitte die Idee, Merkur in Billa Plus umzubenennen? Stecken da die gleichen Kreativlinge dahinter, wie bei Jet2Web oder Kaufhaus Österreich? Hier meine Prognose für REWE, ganz ohne Honorar: Wo plus, da minus. Da wird der “normale” Billa im Alltagssprachgebrauch huxtifluxti zum “Billa Minus” downgegradet werden.
Update: Ein Leser hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass „Billa minus“ möglicherweise schon für Penny reserviert ist. 😅
Online-Plattform für Finanzierung
Mit corefimatch ist jetzt in Deutschland eine Online-Plattform für die gewerbliche Immobilienfinanzierung an den Start gegangen, die Kreditnehmer mit Finanzierungsberatern verbindet. Auf der Plattform mit dabei sind Admodus, Apertus, Capcora, Neuwirth Finance, RECON und die youmex AG. In den nächsten Wochen werden weitere Finanzierungsexperten hinzukommen, um das bestehende Angebot zu erweitern. Mitgründer Daniel Rodriguez:
„Unsere Lösung verbindet Kapitalnehmer und –geber, also beispielsweise Banken, nicht direkt miteinander, sondern indirekt über unabhängige Finanzierungsspezialisten. In den Markt für gewerbliche Immobilienfinanzierung drängen immer mehr Player, so dass er immer heterogener und intransparenter wird. Die Finanzierungsspezialisten übernehmen hierbei eine wertvolle Rolle. Sie verbinden Angebot und Nachfragen miteinander.“
MITGRÜNDER DANIEL RODRIGUEZ
Alle aktuell sechs teilnehmenden Finanzierungsspezialisten stehen auf der Plattform im Wettbewerb und verfügen über Kontakte zu mehr als 500 aktiven Finanzierern im Markt, wie Banken, Versicherungen, Pensionskassen, Family Offices und Kreditfonds im deutschsprachigen Raum.
Neue Flächenformate
„Try before you buy“ sind neue Flächenformate, die in Deutschland statt Stefanel oder Kaufhof mieten. Heute hat Otto Immobilien bekannt gegeben, dass HypeNeedz in der Wiener Rauhensteingasse aufmacht – ein Geschäft, das bislang nur über Blogger und Instagram lief, dann in München einen „echten“ Standort wagte und nun auch in Wien 2nd-Hand-Sammlerstücke aus dem Mode zu unglaublichen Preisen weiterverkauft.
Mehr über neue Retailformate lesen Sie in dieser Online-Story.
Und wieder ein Stück Kunst:
Wie nennt sich das Kunstwerk? Gelatin „MYX“
Wo ist das? BRG/BORG Lessinggasse Wien, 2020
Von wem? KünstlerIn: Gelatin, Architektur: Burtscher-Durig Architekten
Ja, und warum? MYX ist eine dreidimensionale, farbkräftige Skulptur, die den Schülern und Schülerinnen ein Maskottchen zur Seite stellt. Als eine Art identitätsstiftendes Überwesen soll es die Jugendlichen begleiten und mit ihnen den Schulalltag bewältigen. Angesprochen werden sollen die Phantasie, der Humor und die Leichtigkeit, die es neben dem Lernen und Arbeiten braucht. Es steht auch für den Mut, Außergewöhnliches – über die „Norm-Maße“ hinaus – zu denken und zu schaffen und erlaubt einen spielerischen Zugang zu Mythologie, Literatur und deduktivem Denken. Der Titel MYX leitet sich vom Wort „Myxa“ (griech. „Schleim“) ab und spielt damit auf die Lehre von den Körpersäften an, in denen die Antike den Humor lokalisierte.
Mehr Bilder, mehr Infos? Hier.
Die Kombination von Kunst und Immobilien finde ich gewaltig – und unterschätzt! Kunst am Bau nennt sich das banal und hat mit Baustelle nichts zu tun. Und weil ich da aus dem Schwärmen gar nicht rauskomme, stelle ich im Rahmen einer Kooperation den immobranche-UserInnen hier regelmäßig Kunstwerke der Initiative BIG ART vor.
Foto: Manfred Seidl
Keine Inflation, keine Büros
Interessante Thesen von Privatbanker Willibald Katzenschlager in einem neuen Buch: Er erwartet deutlich mehr Pleiten, aber eine niedrigere Inflation. Hinsichtlich Immobilien glaubt Katzenschlager an eine Verschiebung von Hotel- und Gewerbeflächen und Luxuswohnungen zu leistbaren Wohnungen für Singles und Mindestsicherungsbezieher. Auch die Stadtränder gewinnen im Vergleich zur Innenstadt. Für Büros sieht er keine rosige Zukunft.
„Fest steht damit, dass die Corona-Krise dem klassischen Büro Bedeutung nimmt, was Folgen für die Immobilienmärkte und für das gesamte Ökosystem Stadt hat. Denn betroffen sind von diesem Wandel nicht nur Immobilien-Investoren, -Entwickler und -Besitzer, sondern wie schon gesagt auch innerstädtische Gastronomie-Betriebe sowie Shops, was wiederum Rückwirkungen auf die Immobilienpreise in diesem Sektor hat.“
Und was ist mit der Inflation? Vo der warnen ja die ersten, das Thema wird uns – so glaube ich – die nächsten Wochen beschäftigen. Katzenschlager nimmt aber die Angst vor der Geldentwertung. Er meint, dass das neue Geld nicht wie „Helikoptergeld“ in Umlauf kommt und deswegen nicht die Kaufkraft erhöht (ergo es zu keiner Entwertung kommt). Vielmehr gehe es an Unternehmen, die das gleiche wie immer tun, nur diesmal mit Hilfsgeld statt mit erwirtschafteten Mitteln. Ein höheres Arbeitslosengeld wäre sofort inflationswirksam gewesen, Hilfszahlungen an Unternehmen eben nicht im selben Ausmaß.

Willibald Katzenschlager ist Director Sales Trading & Capital Markets bei der Privatbank Liechtensteinische Landesbank Österreich. Das Buch (ISBN: 978-3-99001-514-8) ist in der edition a erschienen, hat 144 Seiten und kostet 18 Euro.
Catella baut mit Modulen
Am einen Ende der Baustelle der Seestadt mg+ (nein, nicht unsere Wiener Seestadt) wird noch abgerissen, am anderen Ende stehen schon die ersten Wohnungen, berichtet der Entwickler Catella Project Management. Wie schon aus der Überschrift ersichtlich, möglich wird das durch die Modulbauweise. Und das ist das bemerkenswerte, weil Catella und seine Tochterunternehmen, ist ja nicht irgendwer.
Bereits 110 Module sind gefertigt – ca. 3 Wohnungen werden so pro Tag fertig.
“Auf Basis der digitalen Planung wurde mit der Vorfertigung parallel zur Herstellung der Baugrube und Tiefgarage bereits begonnen. Die fertigen Module werden termingerecht im Südviertel angeliefert und können witterungsunabhängig, unter Einhaltung aller Corona bedingten Distanzregeln montiert werden. On top erfolgt die Installation geräusch- und schmutzreduziert, so dass die Anwohnerinnen und Bürgerinnen von Mönchengladbach kaum durch die Bauarbeiten gestört werden. Kein unnötig entstehender Abfall und deutlich weniger Baustellenverkehr sind die klaren Vorteile des Modulbaus, wovon letztendlich alle Beteiligten und Anwohner/Bürgerinnen profitieren“, meint Markus Richthammer (Vorstand Industrie der Firmengruppe Max Bögl) die Vorteile dieser Bauweise.
Tante Frida
Lust ein neues Hotelkonzept kennen zu lernen? Also, so viel verrät die Website von Tante Frida (Eder Collection in Maria Alm) noch nicht, aber ich finde allein die Website ist sehenswert. Gut gemacht!!
Ungeniert
Die MIPIM versucht es immer wieder. Es ist nicht auszuhalten. Jetzt haben sie den Juni-Termin gecancelt, was ja wenig überraschend ist, nur eine seltsame Sache, dass es erst jetzt geschieht. Wie bitte soll sich ein globaler Markt in einer Stadt in Südfrankreich treffen, wenn es keinen Flugverkehr gibt, und schon gar keine Klarheit, was bis dahin alles passiert? Ich bin ja ein Positivdenker, halte aber so dreiste Versuche, doch noch ein Geschäft machen zu können, für einfach nur demaskierend. Next try: Der Herbst-Termin. Extra eingeführt, vielleicht kommt ja doch wer.
Jetzt einen Hotelpächter finden?

Eine gute Frage, die Christie & Co da aufgebracht hat: Ist die Pächtersuche für Hotels im Moment ein unmögliches Unterfangen? „Nicht unbedingt, sofern man als Verpächter etwas Flexibilität mitbringt und weiß, welche Hotelbetreiber (noch) aktiv sind“, lautet die Kurzantwort. Da ich ungern Pressemeldungen abschreiben, lesen Sie doch gleich das Original, wenn es Sie interessiert.
Ein Stück Kunst:
Wie nennt sich das Kunstwerk? Shelter (high touch)
Wo ist das? MED CAMPUS Graz
Von wem? KünstlerIn: Manfred Erjautz, Architektur: Riegler Riewe Architekten
Ja, und warum? Die Installation von Manfred Erjautz thematisiert den Lebenszyklus des Menschen. An der Unterseite des architektonischen Durchbruchs auf der Campusebene liegen und stehen verkehrt herum, je in einem grauen Kader, folgende Plastiken: Fötus, Neugeborenes, Kind, Jugendliche, schwangere Frau, Mann, gebrechlicher Mensch, Skelett. Die Figuren wachsen gleichsam aus der Fassade heraus. Die BetrachterInnen und die Plastiken sehen sich an. Hier geht es nicht um Didaktik sondern um den, ab und zu unausweichlichen Moment des Zurückwerfens auf das eigene Selbst und das gleichzeitige vergegenwärtigte Vorwärtsblicken. Grundlage für die Figuren waren modifizierte Schaufensterfiguren aus Aluminiumguss. Sie sind „unbekleidet“, aber mit einer Lackschicht und manuellen Applikationen überzogen. Ihre jeweilige Farbgebung entspricht jener der Fassadenfelder, auf denen sie montiert sind – die Skulpturen verschwinden in der Oberfläche und wachsen zugleich aus ihr hervor. Durch diese inhaltliche und materielle Verschiebung zwischen den „Pixeln“ der Fassade und den Figuren werden Architektur und Kunst zu Teilen einer digitalen Wolke, die Verbindung zwischen Mensch und Wissenschaft wird sichtbar.
Mehr Bilder, mehr Infos? Hier.
Die Kombination von Kunst und Immobilien finde ich gewaltig – und unterschätzt! Kunst am Bau nennt sich das banal und hat mit Baustelle nichts zu tun. Und weil ich da aus dem Schwärmen gar nicht rauskomme, stelle ich im Rahmen einer Kooperation den immobranche-UserInnen hier regelmäßig Kunstwerke der Initiative BIG ART vor.
Foto: David Schreyer
Mit Daten zum Büroalltag
Die Frage quält derzeit Unternehmen: Wie kann man wieder im Büro arbeiten? Wie stellt man die Hygienestandards sicher?

Mittels Sensoren und Daten – lautet eine Antwort. Mehr dazu hier.
Die neue Immobilienwirtschaft zum Downloaden
Neue Ideen für alte Handelsflächen
Alpine Architektur Abseits des Zirbenbarocks
Die ersten Co-Dörfer entstehen
Waaas? Das Wiener Hilton serviert kein Club-Sandwich mehr
Ein Turm für Bad Gastein

Jetzt ist es raus. Die Leaks stimmen, nach einer halben Stunde allgemeinen Nettigkeiten in der Pressekonferenz hat das Architekturbüro BWM zum ersten Mal offiziell ganz kurz und ganz klein das Rendering des Hochhauses, des Zubaus des Badeschlosses in Bad Gastein gezeigt. Danach ging es noch weiter mit viel Anderem, gewiss Wichtigem, aber die Katze ist auch nach 45 Minuten noch nicht aus dem Sack. Als ob man sich nicht traut, zum Wesentlichen zu kommen.
Dann endlich. Klares Urteil meinerseits: naja.
Architektur und Geschmack sind subjektiv. Ich persönlich kann dem brutalistischen Kongresszentrum durchaus etwas abgewinnen, müsste aber nicht dortstehen. Würde ich es nochmal in die Mitte des Dorfes setzen? Nein. Das Pärchen Parkhaus und Kongresszentrum reichen.
BWM haben ihren Neubau dennoch gut verteidigt. Ein Kunststein als felsig anmutende Fassade, mit funkelnden Fenstern, in denen dann Badewannen zu sehen sein sollen. Am Dach ein Pool, das bei Wanderern Sehnsucht auslösen soll. Das Gebäude soll sich aber nicht in den Vordergrund stellen.
Naja, eben. Die beiden gezeigten Visus (siehe Screenshots) sind zu wenig, um den Zubau wirklich beurteilen zu können. Bitte um mehr Info! Mehr Transparenz, weniger Blabla.

Im Mittel sei der Turm 35 Meter hoch, 88 Zimmer werde er beinhalten, die BGF werde 13.000 m2 betragen.
Screenshots: Heimo Rollett
Architekturskandal ante portas?
Wollen sie jetzt in Bad Gastein ein Hochhaus in Betonoptik hochziehen? Die Salzburger Nachrichten zeigten in ihrer Ausgabe am 9. Februar 2021 ein Foto einer Visualisierung (ja, ein Foto, also offensichtlich heimlich aufgenommen) auf dem ein entsprechend aufregendes Projekt hinter dem Straubingerplatz in die Höhe ragt. Nun stellen sich gleich mehrere Fragen: Ist das der von der Hirmer-Gruppe angekündigte Zubau? Wird Bad Gasteins historische Architektur nun um moderne Hochhäuser ergänzt? Wie sieht die Strategie des Ortes aus, wie der Masterplan?
Vielleicht werden zumindest einige Fragen am 24. Februar beantwortet. Da gibt es anlässlich des Hotelprojekts am Straubinger Platz eine Pressekonferenz mit dem Landeshauptmann Wilfried Haslauer und der Hirmer Gruppe. Bin gespannt, werde berichten …

