AktUeller Senf vom Rollett
BK werden zentrales Thema
Der MVDI (Marketing‑Vereinigung deutscher Immobilienunternehmen) hat gemeinsam mit der Bauakademie Performance GmbH den ImmoBench‑Marktbericht 2025 veröffentlicht, der zeigt, dass die durchschnittlichen Betriebskosten für Wohnimmobilien im Median von 2,32 €/m²·Monat im Vorjahr auf 2,69 €/m²·Monat gestiegen sind – ein Anstieg von rund 16 % und insbesondere bei warmen Betriebskosten um etwa 42 %. Diese Entwicklung macht Betriebskosten zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor für Wohnungsunternehmen.
Klassifizierung für Green Leases
Die gif Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e.V. hat ein neues System zur Bewertung nachhaltiger gewerblicher Mietverträge vorgestellt. Die „Green Lease Klassifizierung nach gif“ soll ESG-Regelungen in Mietverträgen erstmals standardisiert, vergleichbar und nachvollziehbar bewerten.
Das Modell basiert auf einem Sterne-System und berücksichtigt sowohl die rechtliche Verbindlichkeit als auch die ökologische Relevanz einzelner Vertragsklauseln.
★ Green Lease (50–65 % der Punkte): grundlegende Maßnahmen mit Sensibilisierungscharakter
★★ Green Lease (65–80 %): verbindliche Vereinbarungen mit messbaren Nachhaltigkeitseffekten
★★★ Green Lease (ab 80 %): besonders ambitionierte Vertragsgestaltung mit klaren KPIs und Vorbildfunktion im Markt
Die Methodik basiert auf einem differenzierten Punktesystem, das zwischen unverbindlichen Bemühungsklauseln (1 Punkt) und rechtlich bindenden Verpflichtungsklauseln (2 Punkte) unterscheidet. Ergänzend erfolgt eine Gewichtung nach ökologischer Relevanz der jeweiligen Regelung. Das Online-Tool ist ab sofort verfügbar.
3D-Druck trifft Modulbau
Jetzt habe ich etwas Tolles gelesen, das zwei Technologien verbindet: Modulbau und 3D-Druck.
Das Architekturbüro KTGY hat ein Konzept namens Hexagon House entwickelt, das genau diese Kombination konsequent durchdenkt. Bisher war 3D-Druck im Wohnbau fast ausschließlich bei eingeschossigen Einfamilienhäusern im Einsatz. Der Grund: Beton als Material ist schwer, trocknungsintensiv und lässt sich schwer transportieren. Das Konzept löst dieses Problem elegant, indem die Module nicht auf der Baustelle gedruckt werden, sondern in der Fabrik. Dort kommen neue Materialien zum Einsatz, zum Beispiel Geopolymere, Biokunststoffe und Recyclingmaterialien. Die fertigen Module werden dann gestapelt, zu drei- oder viergeschossigen Mehrfamilienhäusern.
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