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Hotel wird zu Wohnungen
Auf der Rigi im Kanton Schwyz wird das historische Hotel des Alpes zu hochwertigen Wohnungen umgebaut. Das traditionsreiche Berghotel wurde 1899 errichtet und zählte einst zu den klassischen Grandhotels der frühen Schweizer Tourismusära. Nach der Einstellung des Hotelbetriebs im Jahr 2002 stand das Gebäude rund 20 Jahre lang leer. Nun soll die Liegenschaft im Rahmen des Projekts „Rigi des Alpes“ revitalisiert werden.
Investor und Projektentwickler ist der Schweizer Unternehmer Christoph Schoop, der das Gebäude bereits vor einigen Jahren erworben hat. Geplant ist eine umfassende Sanierung des denkmalgeschützten Bestandsgebäudes sowie eine Ergänzung durch zusätzliche Neubauten auf dem Areal. Insgesamt entstehen 17 Eigentumswohnungen im gehobenen Segment.
Ein Teil der Wohnungen wird im historischen Hotelgebäude untergebracht, während weitere Einheiten in neuen Gebäudeteilen realisiert werden. Ziel des Projekts ist es, die architektonische Substanz des traditionsreichen Hauses zu erhalten und gleichzeitig eine zeitgemäße Nutzung zu ermöglichen. Mit der Umnutzung soll das lange ungenutzte Gebäude wieder belebt werden und sich künftig als exklusiver Wohnstandort mit Blick auf den Vierwaldstättersee und die Zentralschweizer Alpen positionieren.
Bildcredit: Screenshot, https://www.rigidesalpes.ch/
KI für Beton – zur besseren Einschätzung nämlich
Gar nicht schlecht, dass hier erstmals künstliche Intelligenz dabei helfen soll, schon vor der Produktion abzuschätzen, wie sich Recyclingmaterial auf Asphalt und Beton auswirkt.
Die PORR AG startet nämlich gemeinsam mit der Universität Innsbruck das Forschungsprojekt „SmartStreet“. Ziel ist es, mithilfe künstlicher Intelligenz die Materialeigenschaften von Asphalt und Beton mit Recyclinganteil vorab zu prognostizieren. Das von der FFG geförderte Projekt läuft von Oktober 2025 bis Oktober 2028.
Ein höherer Recyclinganteil in Baustoffen kann Emissionen senken und natürliche Ressourcen schonen. Allerdings verändern sich durch den Ersatz natürlicher Gesteinskörnungen mit Rezyklaten die mechanischen Eigenschaften von Asphalt und Beton. Bislang konnten diese Effekte nur durch aufwändige Laborversuche mit unterschiedlichen Mischungen und Körnungen getestet werden.
Im Projekt „SmartStreet“ wird ein neuronales Netz trainiert, um auf Basis verschiedener Parameter – darunter Berechnungsergebnisse und Versuchsdaten – die zu erwartenden mechanischen Eigenschaften des Endprodukts zu bestimmen. Künftige Datensätze sollen laufend integriert werden, um das Modell weiterzuentwickeln.
PORR-CEO Karl-Heinz Strauss spricht nach eigenen Angaben vom „ersten Forschungsprojekt dieser Art“. Ziel sei es, das Kreislaufwirtschaftspotenzial von Beton und Asphalt besser auszuschöpfen und Recyclingmaterial gezielter einzusetzen. Gerade im Tiefbau würden projektspezifische Rezepturen benötigt.
Nach Unternehmensangaben produziert die PORR gruppenweit rund 1,5 Mio. Tonnen Recyclingmaterial pro Jahr. Am Standort Wien-Simmering betreibt das Unternehmen eine Asphaltmischanlage, die einen Recyclinganteil von bis zu 100 Prozent ermöglicht. Das Projekt ist Teil der konzernweiten Innovations- und Nachhaltigkeitsstrategie und soll zur Dekarbonisierung beitragen.
Hintergrund ist die hohe Klimarelevanz der Baustoffproduktion: Zement ist aufgrund seiner energieintensiven Herstellung für rund 8 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. In Österreich wurden 2024 rund 12,3 Mio. m³ Beton produziert.
Heute neu: IW 1 2026
Unter anderem mit folgenden Themen:
Ukraine: Der Wiederaufbau wird schon organisiert. Und es wird bereits gebaut.
Zürich: Banker waren gestern. Tech-Guys haben die Stadt erobert.
Austauschbar: Das Design von Luxushotels unterscheidet sich kaum noch, meint der Oberboss von Mandarin Oriental.
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