Rollett bloggt seinen Senf.
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60.000-Euro für alleinerziehende Mütter in Wohnungsnot
Na bumm! Das war ein Erfolg, das Benefizkonzert für „immo-humana – Verein für Mütter in Wohnungsnot“, initiiert von EHL Immobilien. 60.000 Euro konnten für den Verein generiert werden, und nicht nur das:
„Das Konzert war nicht nur wegen der hohen Spendensumme ein großer Erfolg, es hat uns auch für unsere weitere Arbeit einen riesigen Auftrieb gegeben“,meinte immo-humana-Obmann Georg Slawik, als er den Scheck von EHL-Chef Michael Ehlmaier überreicht bekommen hat.
Was tun bei Niedrigzinsen?
CEO Ernst Vejdovszky: "Wir haben uns das aktuell niedrige Zinsniveau für 10 Jahre gesichert." #JournalistenAkademie pic.twitter.com/LbYg3yZE0V
— S IMMO (@simmoag) 14. Oktober 2015
Verdichtung und Flüchtlinge auf der EXPO
Über die heurige EXPO REAL können Sie ja in vielen Medien lesen. Ich möchte hier kurz die Aufmerksamkeit auf zwei Soft Facts legen, die zwischen Renditen und Marketing-Trara unterzugehen drohen.
1) Thema Verdichtung
Zur Verdichtung als Chance sowohl für wachsende als auch schrumpfende Städte organisierte das Urban Land Institute (ULI) eine eigene Veranstaltung. Vorgestellt wurde eine Studie zum Thema, sie untersucht beispielhaft anhand von sechs Städten (Birmingham, Dresden, Istanbul, London, Stockholm und Warschau) unterschiedliche Ansätze für Verdichtungsprojekte und greift potenzielle soziale, ökonomische und ökologische Vorteile von Verdichtungsmaßnahmen auf. „Vorgestellt werden Verdichtungsmaßnahmen in Städten, die sich in verschiedenen Entwicklungszyklen befinden. Wir hoffen, dass diese Studie dazu beiträgt Anreize zu schaffen, wie Verdichtungsmaßnahmen Städte heute und in Zukunft attraktiver machen können“, sagte Lisette van Doom, CEO ULI Europe.
2) Flüchtlinge – ganz konkrete Zahlen
Zum einen wurden Black Swan Risiken diskutiert, also nicht vorhersehbare Ereignisse wie der Krieg in der Ukraine oder die Migrationsbewegung, die aber große Auswirkungen auf z.B. Rückversicherer und auf die Immobilienbranche haben. Zum anderen ging eine Podiumsdiskussion sehr konkret auf die Raumbedürfnisse von Flüchtlingen in Deutschland ein:
Die deutsche Bundesregierung erwartet mindestens 800.000 Flüchtlinge, die 2015 nach Deutschland kommen. Hierzu werden nach Analysen von Aengevelt-Research bei einer angenommenen mittleren „Verweildauer“ von 1,5 Monaten kurzfristig ca. 100.000 Plätze mit – bei ca. 15 m² Individual- und Gemeinschaftsfläche pro Person – rund 1,5 Millionen m² Wohn- und Nutzfläche in Erstaufnahme-Einrichtungen (EA) aller Art benötigt. Alleine hierfür dürften die fiktiven Jahres-(Kalt-)Mietkosten wegen des überstürzten Beschaffungscharakters nicht unter 200 Millionen Euro liegen. Außerdem spannend:
– Von 2016 bis 2024 gehen Zuwanderungsexperten nach vorsichtigen Kalkulationen von mindestens weiteren 2,4 Mio. Flüchtlingen aus, die nach Deutschland kommen. – Neben Erstaufnahme-Einrichtungen werden für das „Anschlußwohnen“ weitere Flächen in Gemeinschaftseinrichtungen (GU) und konventionellen Wohnungen (WE) benötigt. – Insgesamt ergibt sich daraus nach Analysen von Aengevelt-Research im best case ein zusätzlicher Bedarf von ca. 35 Millionen m² Nettowohnfläche bzw. bei einer mittleren Wohnungsgröße von 50 bis 80 m² von mehr als 500.000 Wohnungen. Dies bedeutet einen mittleren Netto-Jahresbedarf von 3,5 Millionen m² Wohnfläche bzw. über 50.000 Wohneinheiten und entspricht jährlichen Investitionen von mindestens 8 Milliarden Euro in Neubau bzw. Refurbishment demografiebedingt freiwerdender Einheiten. – Ein sehr großer Teil davon wird allerdings „sofort“ und in den nächsten fünf Jahren benötigt, so dass der akute Bedarf den derzeitigen Wohnungsneubau von rd. 245.000 Einheiten p.a. deutlich um etwa 100.000 Einheiten bzw. 40% übersteigt, zumal nur ein Teil des aus dem Zensus 2011 ermittelten Leerstands von bundesweit 1,7 Millionen Wohnungen nutzbar ist, ebenso wie ein geringer Teil nicht marktfähiger, leerstehender Bürogebäude. – Mehrfach wurden Appelle von Bürgermeistern wurden laut, die Situation nicht auszunützen und die Geschäftemacherei über die Menschlichkeit zu stellen. Schon jetzt gingen Ladenhüter für Schweinegeld über die Theke, hieß es.
(Foto: Creative Commons/zodiac)
Neue Arbeitswelten auf Ö1
Nun hat das Tehma Neuen Arbeitswelten auch Ö1 erreicht. Das heißt, eigentlich eh schon länger und ich danke dafür, denn wie gewohnt baut die Redaktion das wirklich seriös auf und bleibt nicht auf simplen Plattitüden kleben. Als Experte wurde u.a. Andreas Gnesda interviewt. Jedenfalls spannend nachzulesen und zu hören – noch geht das in der Mediathek!
Problemlos: spanische Luxusimmos
Das PGA Catalunya Resort liegt unweit von Barcelona und ist eines dieser komischen modernen Dörfer, das über bzw. neben Golfplätzen verstreut ist. Hier ein paar Häuser, dort ein paar und zwischendrinn auch.
Das Spezielle (außer natürlich sicher eine einzigartige Architektur, die super Lage und der einmalige Platz zum Bälle wegschießen) ist: die Dinger gehen wie die warmen Semmeln. Krise? Nix da. Spanien-Unsicherheit? Mitnichten.
Und jetzt werden schon wieder Reihenhäuser gebaut, die X-te Baustufe. La Balca Townhouses nennen sie sich, alles tipptopp natürlich, preislich liegen die Villen zwischen 710.000 € und 745.000 €. Bin echt gespannt, wie lange es braucht, bis die auch weg sind.
Details zu dem Projekt von GroupEstate
Das Video zu meinem vorigen Post.
Neue Plattform zum gemeinsamen Kauf und Bau
Wieder mal was zum Thema Innovation: GroupEstate ist eine Plattform, auf der sich Konsumenten zusammentun können, um eine Immobilie gemeinsam zu kaufen oder zu bauen. Irgendwie eine Mischung aus Baugruppe und Crowdfunding.
Ein aktuelles Projekt als Beispiel: Zukünftig wird das Gutshaus Rossin in Deutschland u.a. ein Guesthouse, eine gemeinschaftlich genutzte Ferienwohnanlage. Ziel ist es dabei, den Rahmen für eine offene, generations-übergreifende Gemeinschaft zu schaffen, die das Haus für freizeitliche, kulturelle und Studien-Zwecke nutzt.
“Wir denken an einen Ort für produktive und inspirierende Freidenker, Kulturliebhaber und Erholungssuchende, mit Möglichkeiten der individuellen Entfaltung,” so Claudia Franke, Architektin aus Berlin.
Noch ist es ein aus der Zeit gefallener Ort, doch lassen sich zahlreiche Innenräume in den Sommermonaten von der Gemeinschaft bereits jetzt nutzen. Das erfordert Phantasie, Risikobereitschaft und Enthusiasmus. Das Projekt soll durch 12 bis 15 Mitglieder in der Form einer Baugemeinschaft realisiert werden.
Das rennovierungsbedürftige Gutshaus, eines der wenigen hervorragenden Bauwerke im rein klassizistischen Baustil, die heute noch im Anklamer Land erhalten sind, wird von Claudia Franke, Architektin aus Berlin, betreut und umgesetzt. Sie war es, die das Gutshaus entdeckte und das Potenzial des Hauses zu neuem Leben erwecken will.
“Ich habe mich schon längere Zeit nach einer Dependance auf dem Lande umgesehen, welches auch in einer Gruppe zusammen nutzbar und auch realisierbar ist”, sagt Frau Franke. “Nach einer Vielzahl von Besichtigungen verschiedener Gebäude, habe ich das Gutshaus entdeckt und realisiert, das ist es!”
Mehr infos unter: http://www.groupestate.de/gutshaus-rossin.html und in dem Video, das ich gleich noch poste …
„Dass Investoren am österreichischen Immobilienmarkt starkes Interesse haben, sieht man nicht nur an den zurückgekommenen Renditen, sondern auch am Investitionsvolumen. Das Ergebnis des ersten Halbjahres 2015 lag zwar leicht unter jenem des ersten Halbjahres 2014, bei ausgezeichnet gefüllter Pipeline dürfte das Rekordniveau 2014 rund 3 Milliarden Euro zumindest wieder erreicht, wenn nicht sogar übertroffen werden“
Karla Schestauber, Immobilienanalystin der Bank Austria.
Integrierte Facility Services wachsen stärker als der Gesamtmarkt
Dass sich immer mehr Nutzer für die Vergabe von Gebäudedienstleistungen an externe Dienstleister entscheiden ist, nun wahrlich keine große Neuigkeit. Dennoch hat dieses Vergabemodell – und zwar an professionelle Dienstleister und nicht an waghalsige Fensterputzer wie den am Foto – gab immer mehr Anbieter und gleichzeitig auch eine Marktkonsolidierung.
Das Marktforschungsunternehmen Lünendonk untersucht den FM-Markt regelmäßig und kommt derzeit zu dem Schluss, dass Anbieter von integrierten Services von der aktuellen Entwicklung besonders profitieren würden.
Die Studie „Integrierte Services“ 2015 ist kostenfrei und auf Anfrage als Print-Publikation bei Lünendonk und den beteiligten Unternehmen erhältlich.
COVERSTORY: Innovation in der Immo-Wirtschaft
Es war mir ein echtes Anliegen, diese Coverstory zu machen. Morgen (Freitag, 25.9.) erscheint dem Standard beiliegend die neue Ausgabe der Immobilien Wirtschaft und wir haben uns intensiv mit dem Thema Innovation in der Immobranche beschäftigt.
Ich persönlich halte den Immobilien-Sektor ja für einen der innovationsfeindlichsten überhaupt. Das hat natürlich damit zu tun, dass die Entscheidungen über viel Geld auch gerne und Gott sei Dank konservativ getroffen werden. Die Oma gibt dem Enkerl halt für einen ihr unklaren Grundriss kein Geld, wie es Hannes Horvath (jetzt übrigens selbstständig) in einem Round Table Gespräch auf den Punkt bringt.
Erfrischende Ausnahmen gibt es dennoch. Zum Beispiel Alois Reikersdorfer von RE/MAX Austria, der offen über Veränderungen im Provisionssystem für Makler spricht. Sie hätten mit der Umstellung auf rein vermieterseitige Honorierung gute Erfahrungen gemacht. Aber 80 Prozent der Makler hätten gar keine Innovation. „Die wollen, dass alles gleich bleibt. Sie sehen nicht, dass die Felle davonschwimmen und sie selbst schon bald nicht mehr dabei sein werden.“
Außerdem Reikersdorfer mit der unglaublich ehrlichen Aussage:
„Es heißt immer, die Doppelvertretung bringe auch Vorteile. Ja klar, je nachdem, wie sich der Markt dreht, hat der Makler Vorteile, keine Frage.“
Ich bin fest davon überzeugt, dass es ohne Innovation in einem zukünftigen Marktumfeld nicht gehen wird (gesättigte Markte, Vernetzung, Sharing Economy, gestärkte Verbraucher etc.). Viele Innovationen haben wir in der Immobilien Wirtschaft schon erzählt, ich habe jetzt sogar einen eigenen Vortrag dazu gebastelt. Innovation wird die neue Nachhaltigkeit, wetten! Als kleiner Einstieg in das Thema kann die Coverstory der Immobilienwirtschaft gesehen werden.
„Wir sind vollkommen zufrieden. So einen Vermieter muss man sich suchen!“
Christian Krpoun, GF Currycom, erzählt bei einer Pressetour begeistert über seinen Bürovermieter, die IG Immobilien.
Fertighaus-Bungalows mit Einliegerwohnungen
Den Trend zum Fertighaus-Bungalow gibt es schon seit einigen Jahren, vor allem bei den sogenannten „Best Agern“. Das Ganze hat eine überschaubare Größe, keine Treppen und kann komplett barrierefrei gestaltet werden.
Neu ist die steigende Nachfrage nach Fertighaus-Bungalows mit sogenannten Einliegerwohnungen. Also einer getrennt begehbaren Wohnung, die ins Haus integriert ist und je nach Bedarf unterschiedlich genutzt werden kann.
Vario-Haus bietet so etwas nun an. Die 140 Quadratmeter des Bungalows können schon in der Planungsphase in zwei Einheiten aufgeteilt werden. Eine zweite Küche mitsamt den notwendigen Strom- und Wasseranschlüssen kann gleich mitgeplant werden, wenn die „Hauptküche“ einmal nicht gemeinsam genutzt werden soll.
In einer Analyse des IW Köln zur deutschen Mietpreisbremse heißt es: „Vor allem der Wiener Wohnungsmarkt verdeutlicht die Schattenseiten der Intervention.“
Die neue Porreal-Struktur
Ab sofort gibt es zwei Unternehmen unter der PORR, es wird in FM und Proerty Management unterschieden: Die Porreal Immobilien Management, die für Facility Management zuständig ist, und die Strauss Property Management.
Die neue Geschäftsführung:
Porreal: Eva Cabela (Ex-Strabag) und Jürgen Steiner (Porreal)
Gottfried Riedl-Riedenstein und Martin Piribauer (Strauss Property Management)
Was haben die Deutschen, was wir Österreicher nicht haben?
Einen Standard für die Büromarktberichte.
Die gif hat das initiiert und den Leitfaden dafür gibt es hier kostenlos.
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60.000-Euro für alleinerziehende Mütter in Wohnungsnot
Na bumm! Das war ein Erfolg, das Benefizkonzert für „immo-humana – Verein für Mütter in Wohnungsnot“, initiiert von EHL Immobilien. 60.000 Euro konnten für den Verein generiert werden, und nicht nur das:
„Das Konzert war nicht nur wegen der hohen Spendensumme ein großer Erfolg, es hat uns auch für unsere weitere Arbeit einen riesigen Auftrieb gegeben“,
meinte immo-humana-Obmann Georg Slawik, als er den Scheck von EHL-Chef Michael Ehlmaier überreicht bekommen hat.
Mehrere Immobilienprofis waren nicht nur als passive Kunstgenießer dabei: Michael Ehlmaier und Geschäftsführer-Kollegin Sandra Bauernfeind waren als Geiger aktiv, ÖVI-Geschäftsführer Anton Holzapfel brillierte als Solist an der Orgel. Gespielt wurden das Konzert für Orgel, Streicher und Pauke, von Francis Poulenc, die „Carmen Fantasie“ für Violine und Orchester von Franz Waxman (interpretiert vom jungen Stargeiger Emmanuel Tjeknavorian) und die Sinfonie Nr. 9 „Aus der Neuen Welt“ von Antonin Dvorak.
Was tun bei Niedrigzinsen?
CEO Ernst Vejdovszky: "Wir haben uns das aktuell niedrige Zinsniveau für 10 Jahre gesichert." #JournalistenAkademie pic.twitter.com/LbYg3yZE0V
— S IMMO (@simmoag) 14. Oktober 2015
Verdichtung und Flüchtlinge auf der EXPO
Über die heurige EXPO REAL können Sie ja in vielen Medien lesen. Ich möchte hier kurz die Aufmerksamkeit auf zwei Soft Facts legen, die zwischen Renditen und Marketing-Trara unterzugehen drohen.
1) Thema Verdichtung
Zur Verdichtung als Chance sowohl für wachsende als auch schrumpfende Städte organisierte das Urban Land Institute (ULI) eine eigene Veranstaltung. Vorgestellt wurde eine Studie zum Thema, sie untersucht beispielhaft anhand von sechs Städten (Birmingham, Dresden, Istanbul, London, Stockholm und Warschau) unterschiedliche Ansätze für Verdichtungsprojekte und greift potenzielle soziale, ökonomische und ökologische Vorteile von Verdichtungsmaßnahmen auf. „Vorgestellt werden Verdichtungsmaßnahmen in Städten, die sich in verschiedenen Entwicklungszyklen befinden. Wir hoffen, dass diese Studie dazu beiträgt Anreize zu schaffen, wie Verdichtungsmaßnahmen Städte heute und in Zukunft attraktiver machen können“, sagte Lisette van Doom, CEO ULI Europe.
2) Flüchtlinge – ganz konkrete Zahlen
Zum einen wurden Black Swan Risiken diskutiert, also nicht vorhersehbare Ereignisse wie der Krieg in der Ukraine oder die Migrationsbewegung, die aber große Auswirkungen auf z.B. Rückversicherer und auf die Immobilienbranche haben. Zum anderen ging eine Podiumsdiskussion sehr konkret auf die Raumbedürfnisse von Flüchtlingen in Deutschland ein:
Die deutsche Bundesregierung erwartet mindestens 800.000 Flüchtlinge, die 2015 nach Deutschland kommen. Hierzu werden nach Analysen von Aengevelt-Research bei einer angenommenen mittleren „Verweildauer“ von 1,5 Monaten kurzfristig ca. 100.000 Plätze mit – bei ca. 15 m² Individual- und Gemeinschaftsfläche pro Person – rund 1,5 Millionen m² Wohn- und Nutzfläche in Erstaufnahme-Einrichtungen (EA) aller Art benötigt. Alleine hierfür dürften die fiktiven Jahres-(Kalt-)Mietkosten wegen des überstürzten Beschaffungscharakters nicht unter 200 Millionen Euro liegen. Außerdem spannend:
– Von 2016 bis 2024 gehen Zuwanderungsexperten nach vorsichtigen Kalkulationen von mindestens weiteren 2,4 Mio. Flüchtlingen aus, die nach Deutschland kommen. – Neben Erstaufnahme-Einrichtungen werden für das „Anschlußwohnen“ weitere Flächen in Gemeinschaftseinrichtungen (GU) und konventionellen Wohnungen (WE) benötigt. – Insgesamt ergibt sich daraus nach Analysen von Aengevelt-Research im best case ein zusätzlicher Bedarf von ca. 35 Millionen m² Nettowohnfläche bzw. bei einer mittleren Wohnungsgröße von 50 bis 80 m² von mehr als 500.000 Wohnungen. Dies bedeutet einen mittleren Netto-Jahresbedarf von 3,5 Millionen m² Wohnfläche bzw. über 50.000 Wohneinheiten und entspricht jährlichen Investitionen von mindestens 8 Milliarden Euro in Neubau bzw. Refurbishment demografiebedingt freiwerdender Einheiten. – Ein sehr großer Teil davon wird allerdings „sofort“ und in den nächsten fünf Jahren benötigt, so dass der akute Bedarf den derzeitigen Wohnungsneubau von rd. 245.000 Einheiten p.a. deutlich um etwa 100.000 Einheiten bzw. 40% übersteigt, zumal nur ein Teil des aus dem Zensus 2011 ermittelten Leerstands von bundesweit 1,7 Millionen Wohnungen nutzbar ist, ebenso wie ein geringer Teil nicht marktfähiger, leerstehender Bürogebäude. – Mehrfach wurden Appelle von Bürgermeistern wurden laut, die Situation nicht auszunützen und die Geschäftemacherei über die Menschlichkeit zu stellen. Schon jetzt gingen Ladenhüter für Schweinegeld über die Theke, hieß es.
(Foto: Creative Commons/zodiac)
Neue Arbeitswelten auf Ö1
Nun hat das Tehma Neuen Arbeitswelten auch Ö1 erreicht. Das heißt, eigentlich eh schon länger und ich danke dafür, denn wie gewohnt baut die Redaktion das wirklich seriös auf und bleibt nicht auf simplen Plattitüden kleben. Als Experte wurde u.a. Andreas Gnesda interviewt. Jedenfalls spannend nachzulesen und zu hören – noch geht das in der Mediathek!
Problemlos: spanische Luxusimmos
Das PGA Catalunya Resort liegt unweit von Barcelona und ist eines dieser komischen modernen Dörfer, das über bzw. neben Golfplätzen verstreut ist. Hier ein paar Häuser, dort ein paar und zwischendrinn auch.
Das Spezielle (außer natürlich sicher eine einzigartige Architektur, die super Lage und der einmalige Platz zum Bälle wegschießen) ist: die Dinger gehen wie die warmen Semmeln. Krise? Nix da. Spanien-Unsicherheit? Mitnichten.
Und jetzt werden schon wieder Reihenhäuser gebaut, die X-te Baustufe. La Balca Townhouses nennen sie sich, alles tipptopp natürlich, preislich liegen die Villen zwischen 710.000 € und 745.000 €. Bin echt gespannt, wie lange es braucht, bis die auch weg sind.
Details zu dem Projekt von GroupEstate
Das Video zu meinem vorigen Post.
Neue Plattform zum gemeinsamen Kauf und Bau
Wieder mal was zum Thema Innovation: GroupEstate ist eine Plattform, auf der sich Konsumenten zusammentun können, um eine Immobilie gemeinsam zu kaufen oder zu bauen. Irgendwie eine Mischung aus Baugruppe und Crowdfunding.
Ein aktuelles Projekt als Beispiel: Zukünftig wird das Gutshaus Rossin in Deutschland u.a. ein Guesthouse, eine gemeinschaftlich genutzte Ferienwohnanlage. Ziel ist es dabei, den Rahmen für eine offene, generations-übergreifende Gemeinschaft zu schaffen, die das Haus für freizeitliche, kulturelle und Studien-Zwecke nutzt.
“Wir denken an einen Ort für produktive und inspirierende Freidenker, Kulturliebhaber und Erholungssuchende, mit Möglichkeiten der individuellen Entfaltung,” so Claudia Franke, Architektin aus Berlin.
Noch ist es ein aus der Zeit gefallener Ort, doch lassen sich zahlreiche Innenräume in den Sommermonaten von der Gemeinschaft bereits jetzt nutzen. Das erfordert Phantasie, Risikobereitschaft und Enthusiasmus. Das Projekt soll durch 12 bis 15 Mitglieder in der Form einer Baugemeinschaft realisiert werden.
Das rennovierungsbedürftige Gutshaus, eines der wenigen hervorragenden Bauwerke im rein klassizistischen Baustil, die heute noch im Anklamer Land erhalten sind, wird von Claudia Franke, Architektin aus Berlin, betreut und umgesetzt. Sie war es, die das Gutshaus entdeckte und das Potenzial des Hauses zu neuem Leben erwecken will.
“Ich habe mich schon längere Zeit nach einer Dependance auf dem Lande umgesehen, welches auch in einer Gruppe zusammen nutzbar und auch realisierbar ist”, sagt Frau Franke. “Nach einer Vielzahl von Besichtigungen verschiedener Gebäude, habe ich das Gutshaus entdeckt und realisiert, das ist es!”
Mehr infos unter: http://www.groupestate.de/gutshaus-rossin.html und in dem Video, das ich gleich noch poste …
„Dass Investoren am österreichischen Immobilienmarkt starkes Interesse haben, sieht man nicht nur an den zurückgekommenen Renditen, sondern auch am Investitionsvolumen. Das Ergebnis des ersten Halbjahres 2015 lag zwar leicht unter jenem des ersten Halbjahres 2014, bei ausgezeichnet gefüllter Pipeline dürfte das Rekordniveau 2014 rund 3 Milliarden Euro zumindest wieder erreicht, wenn nicht sogar übertroffen werden“
Karla Schestauber, Immobilienanalystin der Bank Austria.
Integrierte Facility Services wachsen stärker als der Gesamtmarkt
Dass sich immer mehr Nutzer für die Vergabe von Gebäudedienstleistungen an externe Dienstleister entscheiden ist, nun wahrlich keine große Neuigkeit. Dennoch hat dieses Vergabemodell – und zwar an professionelle Dienstleister und nicht an waghalsige Fensterputzer wie den am Foto – gab immer mehr Anbieter und gleichzeitig auch eine Marktkonsolidierung.
Das Marktforschungsunternehmen Lünendonk untersucht den FM-Markt regelmäßig und kommt derzeit zu dem Schluss, dass Anbieter von integrierten Services von der aktuellen Entwicklung besonders profitieren würden.
Die Studie „Integrierte Services“ 2015 ist kostenfrei und auf Anfrage als Print-Publikation bei Lünendonk und den beteiligten Unternehmen erhältlich.
COVERSTORY: Innovation in der Immo-Wirtschaft
Es war mir ein echtes Anliegen, diese Coverstory zu machen. Morgen (Freitag, 25.9.) erscheint dem Standard beiliegend die neue Ausgabe der Immobilien Wirtschaft und wir haben uns intensiv mit dem Thema Innovation in der Immobranche beschäftigt.
Ich persönlich halte den Immobilien-Sektor ja für einen der innovationsfeindlichsten überhaupt. Das hat natürlich damit zu tun, dass die Entscheidungen über viel Geld auch gerne und Gott sei Dank konservativ getroffen werden. Die Oma gibt dem Enkerl halt für einen ihr unklaren Grundriss kein Geld, wie es Hannes Horvath (jetzt übrigens selbstständig) in einem Round Table Gespräch auf den Punkt bringt.
Erfrischende Ausnahmen gibt es dennoch. Zum Beispiel Alois Reikersdorfer von RE/MAX Austria, der offen über Veränderungen im Provisionssystem für Makler spricht. Sie hätten mit der Umstellung auf rein vermieterseitige Honorierung gute Erfahrungen gemacht. Aber 80 Prozent der Makler hätten gar keine Innovation. „Die wollen, dass alles gleich bleibt. Sie sehen nicht, dass die Felle davonschwimmen und sie selbst schon bald nicht mehr dabei sein werden.“
Außerdem Reikersdorfer mit der unglaublich ehrlichen Aussage:
„Es heißt immer, die Doppelvertretung bringe auch Vorteile. Ja klar, je nachdem, wie sich der Markt dreht, hat der Makler Vorteile, keine Frage.“
Ich bin fest davon überzeugt, dass es ohne Innovation in einem zukünftigen Marktumfeld nicht gehen wird (gesättigte Markte, Vernetzung, Sharing Economy, gestärkte Verbraucher etc.). Viele Innovationen haben wir in der Immobilien Wirtschaft schon erzählt, ich habe jetzt sogar einen eigenen Vortrag dazu gebastelt. Innovation wird die neue Nachhaltigkeit, wetten! Als kleiner Einstieg in das Thema kann die Coverstory der Immobilienwirtschaft gesehen werden.
„Wir sind vollkommen zufrieden. So einen Vermieter muss man sich suchen!“
Christian Krpoun, GF Currycom, erzählt bei einer Pressetour begeistert über seinen Bürovermieter, die IG Immobilien.
Fertighaus-Bungalows mit Einliegerwohnungen
Den Trend zum Fertighaus-Bungalow gibt es schon seit einigen Jahren, vor allem bei den sogenannten „Best Agern“. Das Ganze hat eine überschaubare Größe, keine Treppen und kann komplett barrierefrei gestaltet werden.
Neu ist die steigende Nachfrage nach Fertighaus-Bungalows mit sogenannten Einliegerwohnungen. Also einer getrennt begehbaren Wohnung, die ins Haus integriert ist und je nach Bedarf unterschiedlich genutzt werden kann.
Vario-Haus bietet so etwas nun an. Die 140 Quadratmeter des Bungalows können schon in der Planungsphase in zwei Einheiten aufgeteilt werden. Eine zweite Küche mitsamt den notwendigen Strom- und Wasseranschlüssen kann gleich mitgeplant werden, wenn die „Hauptküche“ einmal nicht gemeinsam genutzt werden soll.
In einer Analyse des IW Köln zur deutschen Mietpreisbremse heißt es: „Vor allem der Wiener Wohnungsmarkt verdeutlicht die Schattenseiten der Intervention.“
Die neue Porreal-Struktur
Ab sofort gibt es zwei Unternehmen unter der PORR, es wird in FM und Proerty Management unterschieden: Die Porreal Immobilien Management, die für Facility Management zuständig ist, und die Strauss Property Management.
Die neue Geschäftsführung:
Porreal: Eva Cabela (Ex-Strabag) und Jürgen Steiner (Porreal)
Gottfried Riedl-Riedenstein und Martin Piribauer (Strauss Property Management)
Was haben die Deutschen, was wir Österreicher nicht haben?
Einen Standard für die Büromarktberichte.
Die gif hat das initiiert und den Leitfaden dafür gibt es hier kostenlos.



