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Hundekacke und Makler: Sag niemals nie!
Größte CEE-Transaktion
Die bislang größte Transaktion im CEE-Bereich ging über die Bühne. Der Immo-Entwickler Skanska hat ein Portfolio mit vier Bürogebäuden in zwei polnischen Städten (Krakau und Katowice) an den schwedischen Fonds Niam verkauft. Der Fonds hat Immos im Wert von 2,7 Mrd. Euro under management. Der Verkauf ist auch der größte in der Geschichte von Skanska in dieser Region. Die Gebäude haben zusammen mehr als 63.000 Quadratmeter. Übrigens: Mehr als 60 Prozent der Transaktionen fanden heuer außerhalb Warschaus statt – also in B-Städten.
Eine Richtlinie für E-Ladestationen
Die deutschen haben was Interessantes! Und zwar eine Richtlinie die zeigt, was bei der Planung von Ladestationen sowie von neuen Elektroinstallationen in öffentlichen und privaten Gebäuden zu beachten ist. Die Richtlinie soll Planer, Architekten und Bauherrn dabei unterstützen, Ladeinfrastrukturen für E-Autos und E-Bikes in oder an Gebäuden zu integrieren. Die Ausführung und Ausstattung von und mit Ladeplätzen kann je nach Gebäudetyp oder Nutzung abweichen. Jedenfalls gibt das Werk schwerpunktmäßig Empfehlungen für Wohngebäude, Verkaufs- und Arbeitsstätten sowie Parkhäuser und Tiefgaragen. Näheres dazu hier.
Warum ich Starbucks hasse und trotzdem dort sitze
Ich mag mich nicht anstellen, damit ich was bekomme. Ich mag die Preise bei Starbucks nicht. Ich mag auch keine komischen Varianten Super-Frozen-Anabolica-Chai-Latte ohne Soja bestellen müssen.
Und trotzdem sitze ich gerade wieder in einer Filiale dieses US-Giganten. Und zwar, weil die verlässlich einen Tisch mit Steckdosen haben, bei dem man kurz mal arbeiten kann. Das WiFi funktioniert auch.
Alle reden sie die ganze Zeit von neuen Arbeitswelten, Third Places und dergleichen. Und dann haben neue Lokale oft gerade einmal eine Steckdose für den Staubsauger. Da stimmt doch was nicht!
60.000-Euro für alleinerziehende Mütter in Wohnungsnot
Na bumm! Das war ein Erfolg, das Benefizkonzert für „immo-humana – Verein für Mütter in Wohnungsnot“, initiiert von EHL Immobilien. 60.000 Euro konnten für den Verein generiert werden, und nicht nur das:
„Das Konzert war nicht nur wegen der hohen Spendensumme ein großer Erfolg, es hat uns auch für unsere weitere Arbeit einen riesigen Auftrieb gegeben“,
meinte immo-humana-Obmann Georg Slawik, als er den Scheck von EHL-Chef Michael Ehlmaier überreicht bekommen hat.
Mehrere Immobilienprofis waren nicht nur als passive Kunstgenießer dabei: Michael Ehlmaier und Geschäftsführer-Kollegin Sandra Bauernfeind waren als Geiger aktiv, ÖVI-Geschäftsführer Anton Holzapfel brillierte als Solist an der Orgel. Gespielt wurden das Konzert für Orgel, Streicher und Pauke, von Francis Poulenc, die „Carmen Fantasie“ für Violine und Orchester von Franz Waxman (interpretiert vom jungen Stargeiger Emmanuel Tjeknavorian) und die Sinfonie Nr. 9 „Aus der Neuen Welt“ von Antonin Dvorak.
Was tun bei Niedrigzinsen?
CEO Ernst Vejdovszky: "Wir haben uns das aktuell niedrige Zinsniveau für 10 Jahre gesichert." #JournalistenAkademie pic.twitter.com/LbYg3yZE0V
— S IMMO (@simmoag) 14. Oktober 2015
Verdichtung und Flüchtlinge auf der EXPO
Über die heurige EXPO REAL können Sie ja in vielen Medien lesen. Ich möchte hier kurz die Aufmerksamkeit auf zwei Soft Facts legen, die zwischen Renditen und Marketing-Trara unterzugehen drohen.
1) Thema Verdichtung
Zur Verdichtung als Chance sowohl für wachsende als auch schrumpfende Städte organisierte das Urban Land Institute (ULI) eine eigene Veranstaltung. Vorgestellt wurde eine Studie zum Thema, sie untersucht beispielhaft anhand von sechs Städten (Birmingham, Dresden, Istanbul, London, Stockholm und Warschau) unterschiedliche Ansätze für Verdichtungsprojekte und greift potenzielle soziale, ökonomische und ökologische Vorteile von Verdichtungsmaßnahmen auf. „Vorgestellt werden Verdichtungsmaßnahmen in Städten, die sich in verschiedenen Entwicklungszyklen befinden. Wir hoffen, dass diese Studie dazu beiträgt Anreize zu schaffen, wie Verdichtungsmaßnahmen Städte heute und in Zukunft attraktiver machen können“, sagte Lisette van Doom, CEO ULI Europe.
2) Flüchtlinge – ganz konkrete Zahlen
Zum einen wurden Black Swan Risiken diskutiert, also nicht vorhersehbare Ereignisse wie der Krieg in der Ukraine oder die Migrationsbewegung, die aber große Auswirkungen auf z.B. Rückversicherer und auf die Immobilienbranche haben. Zum anderen ging eine Podiumsdiskussion sehr konkret auf die Raumbedürfnisse von Flüchtlingen in Deutschland ein:
Die deutsche Bundesregierung erwartet mindestens 800.000 Flüchtlinge, die 2015 nach Deutschland kommen. Hierzu werden nach Analysen von Aengevelt-Research bei einer angenommenen mittleren „Verweildauer“ von 1,5 Monaten kurzfristig ca. 100.000 Plätze mit – bei ca. 15 m² Individual- und Gemeinschaftsfläche pro Person – rund 1,5 Millionen m² Wohn- und Nutzfläche in Erstaufnahme-Einrichtungen (EA) aller Art benötigt. Alleine hierfür dürften die fiktiven Jahres-(Kalt-)Mietkosten wegen des überstürzten Beschaffungscharakters nicht unter 200 Millionen Euro liegen. Außerdem spannend:
– Von 2016 bis 2024 gehen Zuwanderungsexperten nach vorsichtigen Kalkulationen von mindestens weiteren 2,4 Mio. Flüchtlingen aus, die nach Deutschland kommen. – Neben Erstaufnahme-Einrichtungen werden für das „Anschlußwohnen“ weitere Flächen in Gemeinschaftseinrichtungen (GU) und konventionellen Wohnungen (WE) benötigt. – Insgesamt ergibt sich daraus nach Analysen von Aengevelt-Research im best case ein zusätzlicher Bedarf von ca. 35 Millionen m² Nettowohnfläche bzw. bei einer mittleren Wohnungsgröße von 50 bis 80 m² von mehr als 500.000 Wohnungen. Dies bedeutet einen mittleren Netto-Jahresbedarf von 3,5 Millionen m² Wohnfläche bzw. über 50.000 Wohneinheiten und entspricht jährlichen Investitionen von mindestens 8 Milliarden Euro in Neubau bzw. Refurbishment demografiebedingt freiwerdender Einheiten. – Ein sehr großer Teil davon wird allerdings „sofort“ und in den nächsten fünf Jahren benötigt, so dass der akute Bedarf den derzeitigen Wohnungsneubau von rd. 245.000 Einheiten p.a. deutlich um etwa 100.000 Einheiten bzw. 40% übersteigt, zumal nur ein Teil des aus dem Zensus 2011 ermittelten Leerstands von bundesweit 1,7 Millionen Wohnungen nutzbar ist, ebenso wie ein geringer Teil nicht marktfähiger, leerstehender Bürogebäude. – Mehrfach wurden Appelle von Bürgermeistern wurden laut, die Situation nicht auszunützen und die Geschäftemacherei über die Menschlichkeit zu stellen. Schon jetzt gingen Ladenhüter für Schweinegeld über die Theke, hieß es.
(Foto: Creative Commons/zodiac)
Neue Arbeitswelten auf Ö1
Nun hat das Tehma Neuen Arbeitswelten auch Ö1 erreicht. Das heißt, eigentlich eh schon länger und ich danke dafür, denn wie gewohnt baut die Redaktion das wirklich seriös auf und bleibt nicht auf simplen Plattitüden kleben. Als Experte wurde u.a. Andreas Gnesda interviewt. Jedenfalls spannend nachzulesen und zu hören – noch geht das in der Mediathek!
Problemlos: spanische Luxusimmos

Das Spezielle (außer natürlich sicher eine einzigartige Architektur, die super Lage und der einmalige Platz zum Bälle wegschießen) ist: die Dinger gehen wie die warmen Semmeln. Krise? Nix da. Spanien-Unsicherheit? Mitnichten.
Und jetzt werden schon wieder Reihenhäuser gebaut, die X-te Baustufe. La Balca Townhouses nennen sie sich, alles tipptopp natürlich, preislich liegen die Villen zwischen 710.000 € und 745.000 €. Bin echt gespannt, wie lange es braucht, bis die auch weg sind.
Details zu dem Projekt von GroupEstate
Das Video zu meinem vorigen Post.
Neue Plattform zum gemeinsamen Kauf und Bau
Wieder mal was zum Thema Innovation: GroupEstate ist eine Plattform, auf der sich Konsumenten zusammentun können, um eine Immobilie gemeinsam zu kaufen oder zu bauen. Irgendwie eine Mischung aus Baugruppe und Crowdfunding.
Ein aktuelles Projekt als Beispiel: Zukünftig wird das Gutshaus Rossin in Deutschland u.a. ein Guesthouse, eine gemeinschaftlich genutzte Ferienwohnanlage. Ziel ist es dabei, den Rahmen für eine offene, generations-übergreifende Gemeinschaft zu schaffen, die das Haus für freizeitliche, kulturelle und Studien-Zwecke nutzt.
“Wir denken an einen Ort für produktive und inspirierende Freidenker, Kulturliebhaber und Erholungssuchende, mit Möglichkeiten der individuellen Entfaltung,” so Claudia Franke, Architektin aus Berlin.
Noch ist es ein aus der Zeit gefallener Ort, doch lassen sich zahlreiche Innenräume in den Sommermonaten von der Gemeinschaft bereits jetzt nutzen. Das erfordert Phantasie, Risikobereitschaft und Enthusiasmus. Das Projekt soll durch 12 bis 15 Mitglieder in der Form einer Baugemeinschaft realisiert werden.
Das rennovierungsbedürftige Gutshaus, eines der wenigen hervorragenden Bauwerke im rein klassizistischen Baustil, die heute noch im Anklamer Land erhalten sind, wird von Claudia Franke, Architektin aus Berlin, betreut und umgesetzt. Sie war es, die das Gutshaus entdeckte und das Potenzial des Hauses zu neuem Leben erwecken will.
“Ich habe mich schon längere Zeit nach einer Dependance auf dem Lande umgesehen, welches auch in einer Gruppe zusammen nutzbar und auch realisierbar ist”, sagt Frau Franke. “Nach einer Vielzahl von Besichtigungen verschiedener Gebäude, habe ich das Gutshaus entdeckt und realisiert, das ist es!”
Mehr infos unter: http://www.groupestate.de/gutshaus-rossin.html und in dem Video, das ich gleich noch poste …
„Dass Investoren am österreichischen Immobilienmarkt starkes Interesse haben, sieht man nicht nur an den zurückgekommenen Renditen, sondern auch am Investitionsvolumen. Das Ergebnis des ersten Halbjahres 2015 lag zwar leicht unter jenem des ersten Halbjahres 2014, bei ausgezeichnet gefüllter Pipeline dürfte das Rekordniveau 2014 rund 3 Milliarden Euro zumindest wieder erreicht, wenn nicht sogar übertroffen werden“
Karla Schestauber, Immobilienanalystin der Bank Austria.
Integrierte Facility Services wachsen stärker als der Gesamtmarkt

Das Marktforschungsunternehmen Lünendonk untersucht den FM-Markt regelmäßig und kommt derzeit zu dem Schluss, dass Anbieter von integrierten Services von der aktuellen Entwicklung besonders profitieren würden.
Die Studie „Integrierte Services“ 2015 ist kostenfrei und auf Anfrage als Print-Publikation bei Lünendonk und den beteiligten Unternehmen erhältlich.
COVERSTORY: Innovation in der Immo-Wirtschaft

Ich persönlich halte den Immobilien-Sektor ja für einen der innovationsfeindlichsten überhaupt. Das hat natürlich damit zu tun, dass die Entscheidungen über viel Geld auch gerne und Gott sei Dank konservativ getroffen werden. Die Oma gibt dem Enkerl halt für einen ihr unklaren Grundriss kein Geld, wie es Hannes Horvath (jetzt übrigens selbstständig) in einem Round Table Gespräch auf den Punkt bringt.
Erfrischende Ausnahmen gibt es dennoch. Zum Beispiel Alois Reikersdorfer von RE/MAX Austria, der offen über Veränderungen im Provisionssystem für Makler spricht. Sie hätten mit der Umstellung auf rein vermieterseitige Honorierung gute Erfahrungen gemacht. Aber 80 Prozent der Makler hätten gar keine Innovation. „Die wollen, dass alles gleich bleibt. Sie sehen nicht, dass die Felle davonschwimmen und sie selbst schon bald nicht mehr dabei sein werden.“
Außerdem Reikersdorfer mit der unglaublich ehrlichen Aussage:
„Es heißt immer, die Doppelvertretung bringe auch Vorteile. Ja klar, je nachdem, wie sich der Markt dreht, hat der Makler Vorteile, keine Frage.“
Ich bin fest davon überzeugt, dass es ohne Innovation in einem zukünftigen Marktumfeld nicht gehen wird (gesättigte Markte, Vernetzung, Sharing Economy, gestärkte Verbraucher etc.). Viele Innovationen haben wir in der Immobilien Wirtschaft schon erzählt, ich habe jetzt sogar einen eigenen Vortrag dazu gebastelt. Innovation wird die neue Nachhaltigkeit, wetten! Als kleiner Einstieg in das Thema kann die Coverstory der Immobilienwirtschaft gesehen werden.
„Wir sind vollkommen zufrieden. So einen Vermieter muss man sich suchen!“
Christian Krpoun, GF Currycom, erzählt bei einer Pressetour begeistert über seinen Bürovermieter, die IG Immobilien.



