AktUeller Senf vom Rollett
Skiimmobilien: -11%
Österreich hatte zuletzt bei Skiimmobilien mit Gegenwind zu kämpfen, berichtet Savills in seinem aktuellen Savills Ski Report. Im Segment der erstklassigen gingen die Preise im vergangenen Jahr um 11 Prozent zurück, über fünf Jahre ergibt sich ein Minus von 7 Prozent. Langfristig zeigt sich die Entwicklung mit einem Zuwachs von 34 Prozent über zehn Jahre und 95 Prozent über zwanzig Jahre zwar solide, im Vergleich zu anderen Skimärkten aber verhalten.
Trotz anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheit hätten sich die Märkte insgesamt widerstandsfähig gezeigt, so Savills. Die durchschnittlichen Preise für hochwertige Skiimmobilien stiegen demnach im vergangenen Jahr um 3 Prozent. Sie liegen damit weiterhin 4 Prozent unter dem Höchststand von 2022, jedoch 12 Prozent über dem Niveau von 2021 und 27 Prozent über dem Vor-Pandemie-Wert.
Im internationalen Vergleich zeigt der Report deutliche Unterschiede: Über alle untersuchten Skigebiete hinweg sind die Preise in den vergangenen 20 Jahren durchschnittlich um 150 Prozent gestiegen. Die Schweiz verzeichnete binnen eines Jahres ein Plus von 7 Prozent, über fünf Jahre 20 Prozent. Das Wachstum der vergangenen zehn Jahre fiel mit 19 Prozent moderater aus, über zwanzig Jahre stiegen die Werte jedoch um 94 Prozent. In den USA zeigt sich ein stärker schwankendes Bild: Nach kurzfristigen Rückgängen stiegen die Preise dort über zehn Jahre um 84 Prozent und über zwanzig Jahre um 228 Prozent.
Spannend in dem Report finde ich persönlich den Resilienz-Index. Da schneidet Österreich auch nicht gut ab. An bester Stelle liegt auf Platz 15 (!) Obertauern. Kitzbühel liegt auf Platz 54!
Hier der Link zu Online-Version.
Bildcredit: Screenshot / Savills Ski Report
Lebenswelten statt Zimmerzahlen
Die Zukunft der Hotellerie wird nicht mehr in Zimmern gezählt, sondern in Wirkung, Haltung und Vernetzung. Das wurde beim Future Hospitality Summit World 2025 in Dubai deutlich, wo sich knapp 1.600 Branchenvertreter aus über 70 Ländern trafen. Die zentrale Botschaft. Hospitality entwickelt sich vom klassischen Beherbergungsmodell hin zu integrierten Lebenswelten, die Wohnen, Arbeiten, Erholung und Community verbinden.
FHS World 2025 – Five Key Take Aways
Besonders sichtbar ist dieser Wandel im Boom der branded residences. Lifestyle- und Luxusmarken aus Automobil- oder Designbranchen drängen in den Immobilienmarkt und schaffen emotionale Mehrwerte jenseits klassischer Hotelservices. Erfolgsentscheidend bleibt jedoch die professionelle Hospitality-DNA. Ohne erstklassiges Management verlieren selbst ikonische Marken an Strahlkraft.
Parallel dazu hat sich die Debatte rund um Künstliche Intelligenz professionalisiert. Nicht mehr das Ob, sondern das Wie steht im Fokus. AI automatisiert Routinen, steigert Effizienz und Erträge, soll aber vor allem eines ermöglichen. Mehr Zeit für echte Gastfreundschaft. Technologie als leiser Enabler, nicht als Selbstzweck.
Auch Nachhaltigkeit ist endgültig im ökonomischen Kern angekommen. Klimarisiken, Versicherbarkeit und Finanzierung machen ökologische Standards zu einem harten Standortfaktor. Zertifizierungen wie DGNB und BREEAM werden zunehmend zur Voraussetzung, um Investoren und Gäste gleichermaßen zu überzeugen.
Der Mittlere Osten positioniert sich dabei als globales Reallabor. Während westliche Märkte mit Kosten und Regulatorik kämpfen, treiben Länder wie Saudi-Arabien und die VAE mit hoher Liquidität, Reformen und Vision-2030-Projekten neue Hospitality-Modelle voran.
Abgerundet wird der Wandel durch Wellness 2.0. Mentale Gesundheit, Schlafqualität und Longevity rücken in den Mittelpunkt. Gefragt sind ganzheitliche Konzepte, die Regeneration und Resilienz fördern. Der Fitnessraum für den Körper bekommt ein Pendant für den Geist.
Bildcredit: Hotel Post Bezau
Kunstuni Linz: eigenes Institut Architektur-Institut
Geleitet von Sigi Atteneder gliedert sich das Institut in vier Entwurfsstudios (BASEhabitat, Raumkultur, Städtebau, Typologie) sowie die Fachbereiche Baukultur, Konstruktion und Überholz mit sechs Professuren. Es bietet Bachelor- und Masterstudien für Architektur sowie die Postgraduiertenprogramme „BASEhabitat I Postgraduate“ und „überholz“ an. Schwerpunkt ist ökologisches und CO₂-armes Bauen mit lokalen Materialien und Techniken, unterstützt durch den UNESCO-Lehrstuhl „Earthern Architectures“.
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