Rollett bloggt seinen Senf.
Raw and 100% SEO-free!
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Data Center erreichen 2025 rund fünf Prozent Anteil am gewerblichen Transaktionsvolumen in Deutschland.
KI für Immobilienmakler
Der Makleralltag ist dicht getaktet: Besichtigungen, Telefonate, Exposés, Preisverhandlungen. Künstliche Intelligenz kann genau dort ansetzen, wo Zeit verloren geht. Nicht als Ersatz für Markterfahrung, sondern als strategischer Assistent im Hintergrund. So wie ich es schon mal vor kurzem angedeutet habe …
Exposés schneller schreiben – professioneller auftreten
Objektbeschreibungen, Newsletter oder Social Posts lassen sich mit KI in Minuten erstellen. Mehrere Varianten helfen dabei, Tonalität und Zielgruppe präzise zu treffen. Das spart Zeit und erhöht die Qualität der Außenwirkung.
Quelle: Agent Image – Real Estate AI Tools
Leadgenerierung automatisieren und qualifizieren
Website-Chatbots beantworten Erstfragen, erfassen Budgets und Wunschlagen. So entstehen qualifizierte Kontakte, auch außerhalb der Bürozeiten. Wichtig bleibt die persönliche Übergabe an den Makler.
Praxisbeispiel: Crescendo AI im Immobilienbereich
Marktanalyse und Preisargumentation datenbasiert stärken
KI kann Vergleichsdaten strukturieren, Trends erkennen und Argumentationshilfen liefern. Gerade im österreichischen Markt ist jedoch die eigene Datenbasis entscheidend. Die Technik unterstützt – die finale Bewertung bleibt Ihre Expertise.
Brancehleader: ImmoUnited
Virtual Staging und Bildoptimierung kosteneffizient nutzen
Leere Wohnungen lassen sich virtuell möblieren, Fotos automatisch optimieren. Das steigert Klickzahlen und Besichtigungsanfragen, ohne hohe Produktionskosten.
Beispiel: AI Stager – Real Estate Tools
Und bitte nicht aufschreien: Nein, das geht bei mir nicht. Ich denke, man sollte sich inspirieren lassen, KI ersetzt nicht die Kreativität oder das Denken, sorry. Wer sie überlegt einsetzt, reduziert Routineaufgaben und gewinnt Zeit für Beratung und Abschluss. Entscheidend sind aber auch DSGVO-Konformität, Qualitätskontrolle und eben die strategische Integration.
Bildcredit: KI generiert mit CHatGPT, sieht man eh, denke ich 🙂
Epstein wollte Céline Dions Luxusvilla in Florida besichtigen
Neue, vom US Department of Justice veröffentlichte E-Mails bringen eine überraschende Immobilien-Note in den Fall Jeffrey Epstein. Demnach bemühte sich Epstein 2014 und 2015 um eine diskrete Besichtigung der Luxusvilla von Céline Dion auf Jupiter Island.
Die Korrespondenz zeigt, dass ein mutmaßlicher Vertreter Dions mehrere „off-the-record“-Termine arrangieren wollte. Ob es tatsächlich zu einer Besichtigung kam, ist nicht belegt. Die Villa stand damals für rund 72,5 Millionen Dollar zum Verkauf und wechselte Jahre später deutlich günstiger den Eigentümer. Epstein zählte letztlich nicht zu den Käufern.
Wohnkosten
Was kostet ein Quadratmeter Wohnen laut Global Property Guide in den größten europäischen Städten?
🇨🇭 Zürich: €18.104
🇫🇷 Paris: €9.678
🇩🇪 München: €9.174
🇳🇱 Amsterdam: €9.171
🇬🇧 London: €8.466
🇦🇹 Wien: €7.854
🇪🇸 Madrid: €5.666
🇮🇹 Rom: €3.634
Wie jetzt Wohnraum geschaffen werden könnte
So, nun ein wenig zum Inhalt der im vorigen Post genannten Pressekonferenz. Die Zahlen, die belegen, wie es um unseren Wohnbau steht, liefern sicher andere Medien und ich werde sie hier auch noch aufarbeiten. Aber viel wichtiger scheint mir, zusammenzufassen, wie man jetzt Wohnraum schaffen kann.
Die Unternehmensvertreter(in) waren in ihren Forderungen eigentlich recht implizit bzw. ganz und gar nicht aggressiv, sie wirkten auf mich eher fast resigniert. Ich habe dennoch alle Forderungen und Ideen zusammengefasst:
1. Schnellere und einfachere Genehmigungsverfahren
Kernforderung: Bürokratie abbauen.
Beschleunigte Bauverfahren
Schnellere Umwidmungen
Raschere Baubewilligungen
Digitale Behördenprozesse
Begründung: Lange Verfahren verteuern Projekte massiv. Je schneller gebaut werden kann, desto günstiger wird es – und desto eher kann bezahlbarer Wohnraum entstehen.
2. Deregulierung im Mietrecht
Forderung: Vereinfachung bzw. „Ausmisten“ des Mietrechts.
Weniger regulatorische Eingriffe
Vermeidung kurzfristiger politischer Eingriffe (z.B. Mietpreisdeckel)
Mehr Rechtssicherheit für Investoren
Argument: Politische Ankündigungen ohne klare Umsetzung erzeugen Unsicherheit. Unsicherheit hemmt Investitionen.
3. Erleichterter Zugang zu Finanzierung
Obwohl die KIM-Verordnung formal ausgelaufen ist, argumentieren die Sprecher, dass Banken weiterhin restriktiv vergeben.
Gefordert wird:
Erleichterter Kreditzugang
Absetzbarkeit von Finanzierungszinsen
Steuerliche Anreize für Eigentumsbildung
Einfachere, weniger komplexe Förderlandschaften
Begründung: Ohne Finanzierung kein Eigentumserwerb und ohne Eigentumsmarkt fehlt ein wichtiger Baustein im Gesamtsystem.
4. Anpassung 2/3-Regelung
Ein besonders konkreter Punkt: Die verpflichtende Quote (bei z.B. Neuwidmungen) 2/3 geförderten Wohnungen zu errichten, sei wirtschaftlich nicht darstellbar.
Forderung:
Anpassung des Verhältnisses geförderter zu freifinanzierten Wohnungen
Begründung: Freifinanzierter Wohnraum querfinanziert geförderten Wohnbau. Wenn das Verhältnis nicht wirtschaftlich darstellbar ist, wird gar nicht gebaut.
5. Antizyklisches Bauen politisch unterstützen
Die Branche fordert Rahmenbedingungen, die antizyklisches Bauen ermöglichen.
Argument:
Jetzt sei das Zeitfenster, um Projekte zu starten, damit in drei bis vier Jahren kein massiver Angebotsmangel entsteht.
6. Kostensenkung durch Systembau
Gefordert wird:
Bundesweite Typengenehmigungen für Systembau (Serielle Bauweise)
7. Steuerliche und finanzielle Anreize für Investoren
Förderung nachhaltiger Bauweisen
Anreize für Modernisierung und Sanierung
Attraktivere Rahmenbedingungen für institutionelle Investoren
Viele institutionelle Investoren hätten sich zurückgezogen. Diese müssten zurückgewonnen werden
EHL und BUWOG: Prognosen zum Wohnen
Ein eher dramatisches Bild zeichnet die eben stattfindende Pressekonferenz von EHL und BUWOG, die die neueste Ausgabe des Ersten Wiener Wohnungsberichts präsentiert. Bis 2029 gäbe es keine Erholung beim Neubau, die Angebotslücke bei Mietwohnungen bleibe aufrecht. Aber immerhin die institutionellen Investoren kommen langsam zurück und die Kaufpreise steigen mit der Inflationsrate. Dennoch: Ohne Anreize für Investitionen und Bürokratieabbau und mit hinderlichen Markteingriffen der Politik sieht es düster aus.
Details folgen in einem extra Beitrag.
KI für Beton – zur besseren Einschätzung nämlich
Gar nicht schlecht, dass hier erstmals künstliche Intelligenz dabei helfen soll, schon vor der Produktion abzuschätzen, wie sich Recyclingmaterial auf Asphalt und Beton auswirkt.
Die PORR AG startet nämlich gemeinsam mit der Universität Innsbruck das Forschungsprojekt „SmartStreet“. Ziel ist es, mithilfe künstlicher Intelligenz die Materialeigenschaften von Asphalt und Beton mit Recyclinganteil vorab zu prognostizieren. Das von der FFG geförderte Projekt läuft von Oktober 2025 bis Oktober 2028.
Ein höherer Recyclinganteil in Baustoffen kann Emissionen senken und natürliche Ressourcen schonen. Allerdings verändern sich durch den Ersatz natürlicher Gesteinskörnungen mit Rezyklaten die mechanischen Eigenschaften von Asphalt und Beton. Bislang konnten diese Effekte nur durch aufwändige Laborversuche mit unterschiedlichen Mischungen und Körnungen getestet werden.
Im Projekt „SmartStreet“ wird ein neuronales Netz trainiert, um auf Basis verschiedener Parameter – darunter Berechnungsergebnisse und Versuchsdaten – die zu erwartenden mechanischen Eigenschaften des Endprodukts zu bestimmen. Künftige Datensätze sollen laufend integriert werden, um das Modell weiterzuentwickeln.
PORR-CEO Karl-Heinz Strauss spricht nach eigenen Angaben vom „ersten Forschungsprojekt dieser Art“. Ziel sei es, das Kreislaufwirtschaftspotenzial von Beton und Asphalt besser auszuschöpfen und Recyclingmaterial gezielter einzusetzen. Gerade im Tiefbau würden projektspezifische Rezepturen benötigt.
Nach Unternehmensangaben produziert die PORR gruppenweit rund 1,5 Mio. Tonnen Recyclingmaterial pro Jahr. Am Standort Wien-Simmering betreibt das Unternehmen eine Asphaltmischanlage, die einen Recyclinganteil von bis zu 100 Prozent ermöglicht. Das Projekt ist Teil der konzernweiten Innovations- und Nachhaltigkeitsstrategie und soll zur Dekarbonisierung beitragen.
Hintergrund ist die hohe Klimarelevanz der Baustoffproduktion: Zement ist aufgrund seiner energieintensiven Herstellung für rund 8 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. In Österreich wurden 2024 rund 12,3 Mio. m³ Beton produziert.
Rekordumsatz im Immobilienmarkt Dubai
15,6 Milliarden AED an einem Tag
Am 26. Januar 2026 erreichte der Immobilienmarkt in Dubai einen historischen Höchstwert mit 15,6 Milliarden AED (ca. 4,25 Milliarden USD) bei 1.501 Immobilientransaktionen. Badar Rashid AlBlooshi, Vorsitzender von Arabian Gulf Properties, kommentierte, dass diese Rekordzahlen die hohe Marktreife und Stabilität des Emirats unterstreichen und Dubais Position als eines der führenden globalen Immobilienziele festigen. Die Transaktionen umfassten Verkäufe im Wert von 11,4 Milliarden AED sowie bedeutende Grundstücke, Wohneinheiten und Gebäude.
Deutschland: nix gut
Der neue Gebäudereport der Deutschen Energie-Agentur zeigt, dass der Gebäudesektor weiterhin über dem vorgesehenen Emissionspfad liegt und seine Klimaziele erneut verfehlt. Eine Reduktion auf 65 Mio. Tonnen CO₂ bis 2030 gilt zwar als erreichbar, allerdings nur mit stabilen politischen Rahmenbedingungen, Förderkontinuität und weniger Bürokratie.
Besonders problematisch ist der Gebäudebestand. Mehr als fünf Millionen Heizungen sind älter als 30 Jahre, der Anteil erneuerbarer Energien bleibt niedrig und der Hochlauf von Wärmepumpen ist zu langsam. Zwar hat sich ihr Anteil seit 2019 nahezu verdoppelt, lag 2024 aber erst bei 4,3 Prozent. Gleichzeitig ging der Ausbau von Dach-Photovoltaik 2025 zurück, während Batteriespeicher stark zulegten und die installierte Gesamtleistung auf rund 15,6 GW stieg.
Ökonomisch bleibt der Sektor bedeutend: Rund 3,7 Millionen Jobs hängen in Deutschland direkt an Bau, Industrie und Handwerk, doch die Neubautätigkeit ist rückläufig. Immerhin sank der Bauüberhang von etwa 858.000 genehmigten, aber nicht fertiggestellten Wohnungen im Jahr 2022 auf rund 738.000 im Jahr 2024.
Aus österreichischer Perspektive sind die Ergebnisse ein warnendes Signal. Die strukturellen Herausforderungen – alter Gebäudebestand, schleppende Sanierungsraten, Förderabhängigkeit und Fachkräftedruck – sind in vielen Punkten vergleichbar. Der Report unterstreicht damit, dass die Gebäudewende weniger eine Frage technischer Lösungen ist als eine der politischen Planungssicherheit und Marktdynamik im gesamten DACH-Raum.
Zuckerberg flieht und kauft in Florida
Mark Zuckerberg, der Mitbegründer von Facebook, hat Berichten zufolge eine beeindruckende Wasserfrontvilla auf dem als „Billionaire Bunker“ bekannten Indian Creek Island in Miami erworben. Mit einem Preis von 150 Millionen US-Dollar wird er zum neuesten Technologie-Milliardär, der Kalifornien verlässt, bevor eine vorgeschlagene Vermögenssteuer für die reichsten Einwohner des Bundesstaates in Kraft tritt.
Zuckerberg, 41 Jahre alt, und seine Frau Priscilla Chan, 40, befinden sich im Prozess des Erwerbs dieser neugebauten Megavilla, die nur wenige Türen von einem weitläufigen Anwesen entfernt liegt, das Amazon-CEO Jeff Bezos gehört. Indian Creek Island ist bekannt für die enormen Vermögen seiner Bewohner und zieht zunehmend prominente Persönlichkeiten an.
Herbert Petz geht zu OPTIN
OPTIN baut sein Leistungsspektrum aus und startet eine eigene Investment-Abteilung mit Herbert Petz als Partner, der internationale Erfahrung aus Stationen bei JLL, CBRE, ÖRAG und Arnold Immobilien mitbringt. Mit der strategischen Kooperation von OPTIN Immobilien GmbH und iO Partners stärkt das Unternehmen gezielt den Bereich Investment und Capital Markets und positioniert sich als Schnittstelle zu internationalen Investoren in Österreich und der CEE-Region.
Gendergap: 11.000 Euro Gehaltsunterschied
Puh! Frauen verdienen in der Immobilienwirtschaft im Durchschnitt 76.000 Euro brutto jährlich, Männer 87.000 Euro (in Deutschland, so eine Studie der Personalberatung Cobalt). Der Gender Pay Gap von rund 11.000 Euro ist stark funktionsabhängig und besonders ausgeprägt in Bereichen mit Budget-, Ergebnis- und Personalverantwortung wie Asset- und Property Management. In spezialisierten Funktionen, etwa ESG oder Projektentwicklung, fallen die Unterschiede geringer aus.
Im Bauwesen ergibt sich auf aggregierter Ebene ein ausgeglichenes Bild mit durchschnittlich rund 80.000 Euro Jahresgehalt für beide Geschlechter. Eine Differenzierung nach Berufsgruppen zeigt jedoch deutliche Abweichungen: Männer verdienen unter anderem in Architektur- sowie projektsteuernden und technischen Funktionen mehr, während Frauen in stark technischen Segmenten wie TGA/TGM teilweise höhere Gehälter erzielen. Die Unterschiede spiegeln laut Studie aktuelle Marktdynamiken wider.
Unzufriedenheit wird in beiden Branchen nur selten primär mit der Bezahlung begründet. Häufiger nennen Befragte Defizite bei Führung, Kommunikation, Anerkennung und der Transparenz von Karrierewegen. Frauen bewerten ihre Entwicklungschancen insgesamt kritischer als Männer, was die Studienautorinnen als Hinweis auf strukturelle und informelle Barrieren werten.
Neuer Lehrgang für Gutachtenprüfung
Die Liegenschafts Bewertungs Akademie (LBA) startet mit „Plausibilisierung von Verkehrswertgutachten“ erstmals in Österreich einen eigenständigen Online-Lehrgang für Banken. Hintergrund sind strengere regulatorische Anforderungen, wachsende Marktvolatilität sowie der Einsatz KI-gestützter Bewertungsmodelle, die eine fundierte Prüfung von Immobiliengutachten zunehmend erforderlich machen. Der berufsbegleitende Kurs richtet sich an Fachkräfte aus Kreditprüfung, Risikomanagement und Sicherheitenbewertung und schließt laut Anbieter eine bisherige Qualifikationslücke. Der erste Lehrgang beginnt im April 2026.
Wenn Technologien Gebäude verändern
OK, das wird länger. Weil aber spannend! Jedes Jahr veröffentlicht das MIT Technology Review eine Liste jener Technologien, die unsere Zukunft maßgeblich prägen könnten. Die aktuelle Auswahl für 2026 liest sich weniger wie ein Blick in ferne Science-Fiction-Welten, sondern vielmehr wie eine konkrete Gebrauchsanweisung für die kommenden Jahrzehnte. Auffällig dabei ist: Viele dieser Innovationen entfalten ihre größte Wirkung nicht in Apps oder Laboren, sondern im physischen Raum. Also dort, wo Städte wachsen, Quartiere entstehen und Immobilien langfristige Werte bilden.
Für die Bau- und Immobilienbranche ergibt sich daraus eine zwar eher stille, aber tiefgreifende Verschiebung. Gebäude entwickeln sich zunehmend von statischen Objekten zu intelligenten Infrastrukturknoten. Energie, Daten, Mobilität und Gesundheit verschmelzen. Wer heute plant, plant nicht mehr nur Grundrisse, er entwirft eher Systeme.
Die spannende Erkenntnis lautet daher: Die nächste Immobiliengeneration wird weniger durch Architekturmoden geprägt sein als durch technologische Rahmenbedingungen.
Rückschlüsse für Bau und Immobilien
Datacenter werden zur Schlüsselimmobilie
Der Boom künstlicher Intelligenz verlangt nach gigantischer Rechenleistung. Diese braucht Platz, Strom und Kühlung. Rechenzentren entwickeln sich damit zu einer der strategisch wichtigsten Assetklassen überhaupt. Regionen mit stabiler Energieversorgung könnten stärker profitieren als klassische Innenstadtlagen.
Energie verändert die Standortfrage
Neue Batterietechnologien und Fortschritte bei der Kernenergie könnten eine teilweise lokale Energieproduktion ermöglichen. Das relativiert traditionelle Lagefaktoren. Wenn Energie dort entsteht, wo sie gebraucht wird, gewinnen auch periphere Standorte an Attraktivität.
KI beschleunigt Planung und Bau
Generative Software kann Entwürfe simulieren, Kosten präziser berechnen und Fehler früh erkennen. Planungszeiten dürften sinken, Projekte kalkulierbarer werden. Der Wettbewerb verschiebt sich damit ein Stück weit von der reinen Gestaltungskompetenz hin zur technologischen Expertise.
Autonome Mobilität reduziert Parkflächen
Sollten fahrerlose Fahrzeuge tatsächlich skalieren, verliert ein zentraler Baustein heutiger Gebäude an Bedeutung: der Stellplatz. Parkgaragen werden zu potenziellen Umnutzungsflächen. Gleichzeitig lassen sich Quartiere dichter denken.
Longevity schafft neue Wohnformen
Medizinische Fortschritte verlängern nicht nur das Leben, sondern vor allem die gesunden Jahre. Gefragt sein werden flexible Grundrisse, betreubare Wohnmodelle und Architektur, die Gesundheit unterstützt. Das klassische Pflegeheim könnte langfristig an Bedeutung verlieren.
Technologie transferiert sich in Materialien
Innovation aus Raumfahrt und Hochtechnologie findet erfahrungsgemäß ihren Weg in den Bau. Robustere Werkstoffe, bessere Dämmungen oder intelligente Fassaden könnten Standards verändern, ohne dass es der spätere Bewohner bewusst wahrnimmt.
Hier noch quick und dirty die zentralen Technologiethesen vom MIT:
KI-Infrastruktur wächst zur globalen Grundversorgung heran.
Generative KI automatisiert zunehmend komplexe Wissensarbeit.
Neue Kernkraftkonzepte versprechen stabilere Energie.
Natrium-Ionen-Batterien könnten Speicher deutlich günstiger machen.
Emotionale KI verändert das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine.
Fortschritte im Gene Editing eröffnen neue medizinische Möglichkeiten.
Synthetische Biologie nutzt genetische Daten völlig neu.
Kommerzielle Raumstationen markieren den Beginn einer orbitalen Wirtschaft.
Verkörperte KI bringt autonome Systeme in die reale Welt.
Quantentechnologien treiben die nächste Generation digitaler Netze.
Kaufpreise steigen, Mieten legen deutlich zu
König Charles macht auf Immo-Entwickler
Wer schon immer davon geträumt hat, fast wie ein Royal zu heiraten – aber ohne Balkonkuss und Militärparade – bekommt bald die Chance dazu. König Charles III. lässt nämlich Teile seines schottischen Landsitzes Dumfries House in Ayrshire zu einer luxuriösen Hochzeits- und Eventlocation umbauen.
Für rund 8,7 Millionen US-Dollar (etwa 8 Millionen Euro) entsteht dort der neue Veranstaltungssaal „The King’s Hall“ – ein Name, der wenig Raum für Missverständnisse lässt. Der Neubau soll den bisherigen Festzelt-Ersatz ablösen und künftig Platz für rund 200 Gäste bieten. Eröffnet wird voraussichtlich im Sommer 2027.
Die denkmalgeschützte Villa aus dem 18. Jahrhundert ist Teil des King’s Foundation Estate, dessen Einnahmen in Bildungs- und Naturschutzprojekte fließen sollen. Mit anderen Worten: Wer dort feiert, tut zugleich etwas Gutes – zumindest laut Stiftung.
Kulinarisch dürfte es bei den künftigen Hochzeiten königlich, aber bodenständig zugehen: regionale Zutaten, Bio-Produkte, vermutlich kein Fast Food, aber vielleicht ein Hauch von Haggis auf Porzellan.
Also: Wer sich eine royale Note für den eigenen großen Tag wünscht – und das nötige Budget mitbringt – kann bald auf Dumfries House „Ja“ sagen. Macht sich zumindest gut auf den Einladungen …
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Data Center erreichen 2025 rund fünf Prozent Anteil am gewerblichen Transaktionsvolumen in Deutschland.
KI für Immobilienmakler
Der Makleralltag ist dicht getaktet: Besichtigungen, Telefonate, Exposés, Preisverhandlungen. Künstliche Intelligenz kann genau dort ansetzen, wo Zeit verloren geht. Nicht als Ersatz für Markterfahrung, sondern als strategischer Assistent im Hintergrund. So wie ich es schon mal vor kurzem angedeutet habe …
Exposés schneller schreiben – professioneller auftreten
Objektbeschreibungen, Newsletter oder Social Posts lassen sich mit KI in Minuten erstellen. Mehrere Varianten helfen dabei, Tonalität und Zielgruppe präzise zu treffen. Das spart Zeit und erhöht die Qualität der Außenwirkung.
Quelle: Agent Image – Real Estate AI Tools
Leadgenerierung automatisieren und qualifizieren
Website-Chatbots beantworten Erstfragen, erfassen Budgets und Wunschlagen. So entstehen qualifizierte Kontakte, auch außerhalb der Bürozeiten. Wichtig bleibt die persönliche Übergabe an den Makler.
Praxisbeispiel: Crescendo AI im Immobilienbereich
Marktanalyse und Preisargumentation datenbasiert stärken
KI kann Vergleichsdaten strukturieren, Trends erkennen und Argumentationshilfen liefern. Gerade im österreichischen Markt ist jedoch die eigene Datenbasis entscheidend. Die Technik unterstützt – die finale Bewertung bleibt Ihre Expertise.
Brancehleader: ImmoUnited
Virtual Staging und Bildoptimierung kosteneffizient nutzen
Leere Wohnungen lassen sich virtuell möblieren, Fotos automatisch optimieren. Das steigert Klickzahlen und Besichtigungsanfragen, ohne hohe Produktionskosten.
Beispiel: AI Stager – Real Estate Tools
Und bitte nicht aufschreien: Nein, das geht bei mir nicht. Ich denke, man sollte sich inspirieren lassen, KI ersetzt nicht die Kreativität oder das Denken, sorry. Wer sie überlegt einsetzt, reduziert Routineaufgaben und gewinnt Zeit für Beratung und Abschluss. Entscheidend sind aber auch DSGVO-Konformität, Qualitätskontrolle und eben die strategische Integration.
Bildcredit: KI generiert mit CHatGPT, sieht man eh, denke ich 🙂
Epstein wollte Céline Dions Luxusvilla in Florida besichtigen
Neue, vom US Department of Justice veröffentlichte E-Mails bringen eine überraschende Immobilien-Note in den Fall Jeffrey Epstein. Demnach bemühte sich Epstein 2014 und 2015 um eine diskrete Besichtigung der Luxusvilla von Céline Dion auf Jupiter Island.
Die Korrespondenz zeigt, dass ein mutmaßlicher Vertreter Dions mehrere „off-the-record“-Termine arrangieren wollte. Ob es tatsächlich zu einer Besichtigung kam, ist nicht belegt. Die Villa stand damals für rund 72,5 Millionen Dollar zum Verkauf und wechselte Jahre später deutlich günstiger den Eigentümer. Epstein zählte letztlich nicht zu den Käufern.
Wohnkosten
Was kostet ein Quadratmeter Wohnen laut Global Property Guide in den größten europäischen Städten?
🇨🇭 Zürich: €18.104
🇫🇷 Paris: €9.678
🇩🇪 München: €9.174
🇳🇱 Amsterdam: €9.171
🇬🇧 London: €8.466
🇦🇹 Wien: €7.854
🇪🇸 Madrid: €5.666
🇮🇹 Rom: €3.634
Wie jetzt Wohnraum geschaffen werden könnte
So, nun ein wenig zum Inhalt der im vorigen Post genannten Pressekonferenz. Die Zahlen, die belegen, wie es um unseren Wohnbau steht, liefern sicher andere Medien und ich werde sie hier auch noch aufarbeiten. Aber viel wichtiger scheint mir, zusammenzufassen, wie man jetzt Wohnraum schaffen kann.
Die Unternehmensvertreter(in) waren in ihren Forderungen eigentlich recht implizit bzw. ganz und gar nicht aggressiv, sie wirkten auf mich eher fast resigniert. Ich habe dennoch alle Forderungen und Ideen zusammengefasst:
1. Schnellere und einfachere Genehmigungsverfahren
Kernforderung: Bürokratie abbauen.
Beschleunigte Bauverfahren
Schnellere Umwidmungen
Raschere Baubewilligungen
Digitale Behördenprozesse
Begründung: Lange Verfahren verteuern Projekte massiv. Je schneller gebaut werden kann, desto günstiger wird es – und desto eher kann bezahlbarer Wohnraum entstehen.
2. Deregulierung im Mietrecht
Forderung: Vereinfachung bzw. „Ausmisten“ des Mietrechts.
Weniger regulatorische Eingriffe
Vermeidung kurzfristiger politischer Eingriffe (z.B. Mietpreisdeckel)
Mehr Rechtssicherheit für Investoren
Argument: Politische Ankündigungen ohne klare Umsetzung erzeugen Unsicherheit. Unsicherheit hemmt Investitionen.
3. Erleichterter Zugang zu Finanzierung
Obwohl die KIM-Verordnung formal ausgelaufen ist, argumentieren die Sprecher, dass Banken weiterhin restriktiv vergeben.
Gefordert wird:
Erleichterter Kreditzugang
Absetzbarkeit von Finanzierungszinsen
Steuerliche Anreize für Eigentumsbildung
Einfachere, weniger komplexe Förderlandschaften
Begründung: Ohne Finanzierung kein Eigentumserwerb und ohne Eigentumsmarkt fehlt ein wichtiger Baustein im Gesamtsystem.
4. Anpassung 2/3-Regelung
Ein besonders konkreter Punkt: Die verpflichtende Quote (bei z.B. Neuwidmungen) 2/3 geförderten Wohnungen zu errichten, sei wirtschaftlich nicht darstellbar.
Forderung:
Anpassung des Verhältnisses geförderter zu freifinanzierten Wohnungen
Begründung: Freifinanzierter Wohnraum querfinanziert geförderten Wohnbau. Wenn das Verhältnis nicht wirtschaftlich darstellbar ist, wird gar nicht gebaut.
5. Antizyklisches Bauen politisch unterstützen
Die Branche fordert Rahmenbedingungen, die antizyklisches Bauen ermöglichen.
Argument:
Jetzt sei das Zeitfenster, um Projekte zu starten, damit in drei bis vier Jahren kein massiver Angebotsmangel entsteht.
6. Kostensenkung durch Systembau
Gefordert wird:
Bundesweite Typengenehmigungen für Systembau (Serielle Bauweise)
7. Steuerliche und finanzielle Anreize für Investoren
Förderung nachhaltiger Bauweisen
Anreize für Modernisierung und Sanierung
Attraktivere Rahmenbedingungen für institutionelle Investoren
Viele institutionelle Investoren hätten sich zurückgezogen. Diese müssten zurückgewonnen werden
EHL und BUWOG: Prognosen zum Wohnen
Ein eher dramatisches Bild zeichnet die eben stattfindende Pressekonferenz von EHL und BUWOG, die die neueste Ausgabe des Ersten Wiener Wohnungsberichts präsentiert. Bis 2029 gäbe es keine Erholung beim Neubau, die Angebotslücke bei Mietwohnungen bleibe aufrecht. Aber immerhin die institutionellen Investoren kommen langsam zurück und die Kaufpreise steigen mit der Inflationsrate. Dennoch: Ohne Anreize für Investitionen und Bürokratieabbau und mit hinderlichen Markteingriffen der Politik sieht es düster aus.
Details folgen in einem extra Beitrag.
KI für Beton – zur besseren Einschätzung nämlich
Gar nicht schlecht, dass hier erstmals künstliche Intelligenz dabei helfen soll, schon vor der Produktion abzuschätzen, wie sich Recyclingmaterial auf Asphalt und Beton auswirkt.
Die PORR AG startet nämlich gemeinsam mit der Universität Innsbruck das Forschungsprojekt „SmartStreet“. Ziel ist es, mithilfe künstlicher Intelligenz die Materialeigenschaften von Asphalt und Beton mit Recyclinganteil vorab zu prognostizieren. Das von der FFG geförderte Projekt läuft von Oktober 2025 bis Oktober 2028.
Ein höherer Recyclinganteil in Baustoffen kann Emissionen senken und natürliche Ressourcen schonen. Allerdings verändern sich durch den Ersatz natürlicher Gesteinskörnungen mit Rezyklaten die mechanischen Eigenschaften von Asphalt und Beton. Bislang konnten diese Effekte nur durch aufwändige Laborversuche mit unterschiedlichen Mischungen und Körnungen getestet werden.
Im Projekt „SmartStreet“ wird ein neuronales Netz trainiert, um auf Basis verschiedener Parameter – darunter Berechnungsergebnisse und Versuchsdaten – die zu erwartenden mechanischen Eigenschaften des Endprodukts zu bestimmen. Künftige Datensätze sollen laufend integriert werden, um das Modell weiterzuentwickeln.
PORR-CEO Karl-Heinz Strauss spricht nach eigenen Angaben vom „ersten Forschungsprojekt dieser Art“. Ziel sei es, das Kreislaufwirtschaftspotenzial von Beton und Asphalt besser auszuschöpfen und Recyclingmaterial gezielter einzusetzen. Gerade im Tiefbau würden projektspezifische Rezepturen benötigt.
Nach Unternehmensangaben produziert die PORR gruppenweit rund 1,5 Mio. Tonnen Recyclingmaterial pro Jahr. Am Standort Wien-Simmering betreibt das Unternehmen eine Asphaltmischanlage, die einen Recyclinganteil von bis zu 100 Prozent ermöglicht. Das Projekt ist Teil der konzernweiten Innovations- und Nachhaltigkeitsstrategie und soll zur Dekarbonisierung beitragen.
Hintergrund ist die hohe Klimarelevanz der Baustoffproduktion: Zement ist aufgrund seiner energieintensiven Herstellung für rund 8 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. In Österreich wurden 2024 rund 12,3 Mio. m³ Beton produziert.
Rekordumsatz im Immobilienmarkt Dubai
15,6 Milliarden AED an einem Tag
Am 26. Januar 2026 erreichte der Immobilienmarkt in Dubai einen historischen Höchstwert mit 15,6 Milliarden AED (ca. 4,25 Milliarden USD) bei 1.501 Immobilientransaktionen. Badar Rashid AlBlooshi, Vorsitzender von Arabian Gulf Properties, kommentierte, dass diese Rekordzahlen die hohe Marktreife und Stabilität des Emirats unterstreichen und Dubais Position als eines der führenden globalen Immobilienziele festigen. Die Transaktionen umfassten Verkäufe im Wert von 11,4 Milliarden AED sowie bedeutende Grundstücke, Wohneinheiten und Gebäude.
Deutschland: nix gut
Der neue Gebäudereport der Deutschen Energie-Agentur zeigt, dass der Gebäudesektor weiterhin über dem vorgesehenen Emissionspfad liegt und seine Klimaziele erneut verfehlt. Eine Reduktion auf 65 Mio. Tonnen CO₂ bis 2030 gilt zwar als erreichbar, allerdings nur mit stabilen politischen Rahmenbedingungen, Förderkontinuität und weniger Bürokratie.
Besonders problematisch ist der Gebäudebestand. Mehr als fünf Millionen Heizungen sind älter als 30 Jahre, der Anteil erneuerbarer Energien bleibt niedrig und der Hochlauf von Wärmepumpen ist zu langsam. Zwar hat sich ihr Anteil seit 2019 nahezu verdoppelt, lag 2024 aber erst bei 4,3 Prozent. Gleichzeitig ging der Ausbau von Dach-Photovoltaik 2025 zurück, während Batteriespeicher stark zulegten und die installierte Gesamtleistung auf rund 15,6 GW stieg.
Ökonomisch bleibt der Sektor bedeutend: Rund 3,7 Millionen Jobs hängen in Deutschland direkt an Bau, Industrie und Handwerk, doch die Neubautätigkeit ist rückläufig. Immerhin sank der Bauüberhang von etwa 858.000 genehmigten, aber nicht fertiggestellten Wohnungen im Jahr 2022 auf rund 738.000 im Jahr 2024.
Aus österreichischer Perspektive sind die Ergebnisse ein warnendes Signal. Die strukturellen Herausforderungen – alter Gebäudebestand, schleppende Sanierungsraten, Förderabhängigkeit und Fachkräftedruck – sind in vielen Punkten vergleichbar. Der Report unterstreicht damit, dass die Gebäudewende weniger eine Frage technischer Lösungen ist als eine der politischen Planungssicherheit und Marktdynamik im gesamten DACH-Raum.
Zuckerberg flieht und kauft in Florida
Mark Zuckerberg, der Mitbegründer von Facebook, hat Berichten zufolge eine beeindruckende Wasserfrontvilla auf dem als „Billionaire Bunker“ bekannten Indian Creek Island in Miami erworben. Mit einem Preis von 150 Millionen US-Dollar wird er zum neuesten Technologie-Milliardär, der Kalifornien verlässt, bevor eine vorgeschlagene Vermögenssteuer für die reichsten Einwohner des Bundesstaates in Kraft tritt.
Zuckerberg, 41 Jahre alt, und seine Frau Priscilla Chan, 40, befinden sich im Prozess des Erwerbs dieser neugebauten Megavilla, die nur wenige Türen von einem weitläufigen Anwesen entfernt liegt, das Amazon-CEO Jeff Bezos gehört. Indian Creek Island ist bekannt für die enormen Vermögen seiner Bewohner und zieht zunehmend prominente Persönlichkeiten an.
Herbert Petz geht zu OPTIN
OPTIN baut sein Leistungsspektrum aus und startet eine eigene Investment-Abteilung mit Herbert Petz als Partner, der internationale Erfahrung aus Stationen bei JLL, CBRE, ÖRAG und Arnold Immobilien mitbringt. Mit der strategischen Kooperation von OPTIN Immobilien GmbH und iO Partners stärkt das Unternehmen gezielt den Bereich Investment und Capital Markets und positioniert sich als Schnittstelle zu internationalen Investoren in Österreich und der CEE-Region.
Gendergap: 11.000 Euro Gehaltsunterschied
Puh! Frauen verdienen in der Immobilienwirtschaft im Durchschnitt 76.000 Euro brutto jährlich, Männer 87.000 Euro (in Deutschland, so eine Studie der Personalberatung Cobalt). Der Gender Pay Gap von rund 11.000 Euro ist stark funktionsabhängig und besonders ausgeprägt in Bereichen mit Budget-, Ergebnis- und Personalverantwortung wie Asset- und Property Management. In spezialisierten Funktionen, etwa ESG oder Projektentwicklung, fallen die Unterschiede geringer aus.
Im Bauwesen ergibt sich auf aggregierter Ebene ein ausgeglichenes Bild mit durchschnittlich rund 80.000 Euro Jahresgehalt für beide Geschlechter. Eine Differenzierung nach Berufsgruppen zeigt jedoch deutliche Abweichungen: Männer verdienen unter anderem in Architektur- sowie projektsteuernden und technischen Funktionen mehr, während Frauen in stark technischen Segmenten wie TGA/TGM teilweise höhere Gehälter erzielen. Die Unterschiede spiegeln laut Studie aktuelle Marktdynamiken wider.
Unzufriedenheit wird in beiden Branchen nur selten primär mit der Bezahlung begründet. Häufiger nennen Befragte Defizite bei Führung, Kommunikation, Anerkennung und der Transparenz von Karrierewegen. Frauen bewerten ihre Entwicklungschancen insgesamt kritischer als Männer, was die Studienautorinnen als Hinweis auf strukturelle und informelle Barrieren werten.
Neuer Lehrgang für Gutachtenprüfung
Die Liegenschafts Bewertungs Akademie (LBA) startet mit „Plausibilisierung von Verkehrswertgutachten“ erstmals in Österreich einen eigenständigen Online-Lehrgang für Banken. Hintergrund sind strengere regulatorische Anforderungen, wachsende Marktvolatilität sowie der Einsatz KI-gestützter Bewertungsmodelle, die eine fundierte Prüfung von Immobiliengutachten zunehmend erforderlich machen. Der berufsbegleitende Kurs richtet sich an Fachkräfte aus Kreditprüfung, Risikomanagement und Sicherheitenbewertung und schließt laut Anbieter eine bisherige Qualifikationslücke. Der erste Lehrgang beginnt im April 2026.
Wenn Technologien Gebäude verändern
OK, das wird länger. Weil aber spannend! Jedes Jahr veröffentlicht das MIT Technology Review eine Liste jener Technologien, die unsere Zukunft maßgeblich prägen könnten. Die aktuelle Auswahl für 2026 liest sich weniger wie ein Blick in ferne Science-Fiction-Welten, sondern vielmehr wie eine konkrete Gebrauchsanweisung für die kommenden Jahrzehnte. Auffällig dabei ist: Viele dieser Innovationen entfalten ihre größte Wirkung nicht in Apps oder Laboren, sondern im physischen Raum. Also dort, wo Städte wachsen, Quartiere entstehen und Immobilien langfristige Werte bilden.
Für die Bau- und Immobilienbranche ergibt sich daraus eine zwar eher stille, aber tiefgreifende Verschiebung. Gebäude entwickeln sich zunehmend von statischen Objekten zu intelligenten Infrastrukturknoten. Energie, Daten, Mobilität und Gesundheit verschmelzen. Wer heute plant, plant nicht mehr nur Grundrisse, er entwirft eher Systeme.
Die spannende Erkenntnis lautet daher: Die nächste Immobiliengeneration wird weniger durch Architekturmoden geprägt sein als durch technologische Rahmenbedingungen.
Rückschlüsse für Bau und Immobilien
Datacenter werden zur Schlüsselimmobilie
Der Boom künstlicher Intelligenz verlangt nach gigantischer Rechenleistung. Diese braucht Platz, Strom und Kühlung. Rechenzentren entwickeln sich damit zu einer der strategisch wichtigsten Assetklassen überhaupt. Regionen mit stabiler Energieversorgung könnten stärker profitieren als klassische Innenstadtlagen.
Energie verändert die Standortfrage
Neue Batterietechnologien und Fortschritte bei der Kernenergie könnten eine teilweise lokale Energieproduktion ermöglichen. Das relativiert traditionelle Lagefaktoren. Wenn Energie dort entsteht, wo sie gebraucht wird, gewinnen auch periphere Standorte an Attraktivität.
KI beschleunigt Planung und Bau
Generative Software kann Entwürfe simulieren, Kosten präziser berechnen und Fehler früh erkennen. Planungszeiten dürften sinken, Projekte kalkulierbarer werden. Der Wettbewerb verschiebt sich damit ein Stück weit von der reinen Gestaltungskompetenz hin zur technologischen Expertise.
Autonome Mobilität reduziert Parkflächen
Sollten fahrerlose Fahrzeuge tatsächlich skalieren, verliert ein zentraler Baustein heutiger Gebäude an Bedeutung: der Stellplatz. Parkgaragen werden zu potenziellen Umnutzungsflächen. Gleichzeitig lassen sich Quartiere dichter denken.
Longevity schafft neue Wohnformen
Medizinische Fortschritte verlängern nicht nur das Leben, sondern vor allem die gesunden Jahre. Gefragt sein werden flexible Grundrisse, betreubare Wohnmodelle und Architektur, die Gesundheit unterstützt. Das klassische Pflegeheim könnte langfristig an Bedeutung verlieren.
Technologie transferiert sich in Materialien
Innovation aus Raumfahrt und Hochtechnologie findet erfahrungsgemäß ihren Weg in den Bau. Robustere Werkstoffe, bessere Dämmungen oder intelligente Fassaden könnten Standards verändern, ohne dass es der spätere Bewohner bewusst wahrnimmt.
Hier noch quick und dirty die zentralen Technologiethesen vom MIT:
KI-Infrastruktur wächst zur globalen Grundversorgung heran.
Generative KI automatisiert zunehmend komplexe Wissensarbeit.
Neue Kernkraftkonzepte versprechen stabilere Energie.
Natrium-Ionen-Batterien könnten Speicher deutlich günstiger machen.
Emotionale KI verändert das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine.
Fortschritte im Gene Editing eröffnen neue medizinische Möglichkeiten.
Synthetische Biologie nutzt genetische Daten völlig neu.
Kommerzielle Raumstationen markieren den Beginn einer orbitalen Wirtschaft.
Verkörperte KI bringt autonome Systeme in die reale Welt.
Quantentechnologien treiben die nächste Generation digitaler Netze.
Kaufpreise steigen, Mieten legen deutlich zu
König Charles macht auf Immo-Entwickler
Wer schon immer davon geträumt hat, fast wie ein Royal zu heiraten – aber ohne Balkonkuss und Militärparade – bekommt bald die Chance dazu. König Charles III. lässt nämlich Teile seines schottischen Landsitzes Dumfries House in Ayrshire zu einer luxuriösen Hochzeits- und Eventlocation umbauen.
Für rund 8,7 Millionen US-Dollar (etwa 8 Millionen Euro) entsteht dort der neue Veranstaltungssaal „The King’s Hall“ – ein Name, der wenig Raum für Missverständnisse lässt. Der Neubau soll den bisherigen Festzelt-Ersatz ablösen und künftig Platz für rund 200 Gäste bieten. Eröffnet wird voraussichtlich im Sommer 2027.
Die denkmalgeschützte Villa aus dem 18. Jahrhundert ist Teil des King’s Foundation Estate, dessen Einnahmen in Bildungs- und Naturschutzprojekte fließen sollen. Mit anderen Worten: Wer dort feiert, tut zugleich etwas Gutes – zumindest laut Stiftung.
Kulinarisch dürfte es bei den künftigen Hochzeiten königlich, aber bodenständig zugehen: regionale Zutaten, Bio-Produkte, vermutlich kein Fast Food, aber vielleicht ein Hauch von Haggis auf Porzellan.
Also: Wer sich eine royale Note für den eigenen großen Tag wünscht – und das nötige Budget mitbringt – kann bald auf Dumfries House „Ja“ sagen. Macht sich zumindest gut auf den Einladungen …