AktUeller Senf vom Rollett
Hurra, die letzte Nummer ist da!
Immobilienwirtschaft 4/2025
LIchtblick, kein Durchbruch
Die jüngste Novelle zur niederösterreichischen Bauordnung sorgt für verhaltene Reaktionen. Laut ÖGNI bleibt die zentrale Schwäche bestehen: Die Regeln sind weiterhin stark auf den Neubau ausgerichtet. Für Sanierungen, Zu- und Umbauten bringt die Reform kaum echte Erleichterungen. Positiv ist die Reduktion verpflichtender Stellplätze, die bei Erweiterungen spürbar Druck aus den Projekten nimmt. Auch einzelne Bestandserleichterungen klingen vielversprechend. Allerdings greifen sie nur, wenn eine befugte Person eine Bestätigung abgibt, die in der Praxis kaum jemand ausstellen wird. So bleibt die Sanierung weiterhin die ungeliebte Stiefschwester in der Bauordnung – mit kleinen Lichtblicken, aber ohne echten Durchbruch.
Zukunft: Rechenzentren. Auch in Wien!
Rechenzentren werden in Österreich zu einer wichtigen Anlageklasse, angetrieben durch den KI-Boom und den wachsenden Bedarf an sicherer digitaler Infrastruktur. Wien positioniert sich dank seiner Rolle als global bedeutender Internetknotenpunkt als vielversprechender Standort, steht jedoch vor Engpässen bei der Stromkapazität und den Genehmigungen. Laut OTTO Immobilien liegt der wahre Wert zukünftiger Projekte weniger im Gebäude selbst, sondern mehr im Zugang zu Energie und Konnektivität, die längst zu knappen Ressourcen geworden sind. Internationale Investoren drängen in den Markt, während Wien vor der Herausforderung steht, den politischen Rahmen für einen nachhaltigen Ausbau der digitalen Infrastruktur zu schaffen.
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